Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718272
Cäcill , 
Thomas. - 
Celestino  
Andrea. 
459 
v . 
Cecln: Thßmas, Zeichner und Iiupferstecher, der zu London um 
1630 blühte. Evelyu rühmt besonders seine Portraite nach der Na- 
tur, und sagt , dass sie selbst denen des Nanteuil wenig nachgeben; 
nach Strutt aber ist sein Styl trocläeuund geschmacklos, jedoch 
die Ausführung sehr nett. Einige seiner Bildnisse sind wirklich 
nicht ohne Verdienst, wie die der Königin Elisabeth zu Pferd, des 
Walter und Thomas Curle, des Eduard Reynold, Joseph de Lang- 
ley, John Talbot und John Weaver. 
Sehr selten ist das Portrait des John Burgh, auf der Insel Bhee 
getüdtet, auf welchem Cecill später den Namen Burgh ausgeschlif- 
fen und den des Gustav Adolph hineingesetztihat, daher die Selten- 
heit. Alle diese Blätter sind in fol.    
Er arbeitete auch für Buchhändler. 
Cedaspß- S. Cespedes. 
cedillo, Don Antonio Gonzales de, ein Qpanigghgr Maler, 
geiwss kurze Zeit den Unterricht des Bizi, und ging hierauf nach 
Rom, wo er sich durch seine richtige Zeichnung berühmt machte. 
Man sieht von ihm in Spanien viele Werke , die Lob verdienen. 
Er lebte in der lYIitte des 17. Jahrhunderts. Fiorillo, IV. 290. 
celeslll, Andrea Bltllef, Maler zu Venedig, geb. 1657, gest. 1706. 
Dieser Künstler war PonzonPs Schüler, aber nicht sein Nachahmer, 
ein lieblicher Maler, fruchtbar an schönen Gebilden. Er ist grossartig 
in der Zeichnung und aninuthig in den Gesichtern; und die lileidung 
seiner Figuren erinnert zuweilen an Paul Yeronese. Auchseine Gründe 
und die Liifte sind aingenehin. Dabei ist sein Colorit wahr, fröh- 
lich und siiss, doch haben wenige Bilder ihre ursprüngliche Schön- 
heit behalten, woran nach Lanzi II. 216 die Sucht nach Helldun- 
lsel, das unter andern Eigenheiten seines Styls so locliend ist, oder 
Vielmehr der fehlerhafte Grundauftrag, Schuld ist. Besonders sind 
aus seinen Gemälden die Halbsßhßüßn verschwunden. Immerhin 
findet man aber einen kräftigen Pinsel, in dessen Führung Celßäli 
Wenigen nachsteht. Er malte für Kirchen Altarbilder und Geschich- 
ten, und für Privaten Weltliche Historien unxlGenrestiicke. Eines 
seiner besten Werke ist eine Geschichte des alten Testamentes im 
Stailthause zu Venedig; auch sein 'l'amerlan und Bajazet in der k. 
Gallerie zu Berlin ist eines seiner vorzüglichsten Produkte. Die 
Akademien zu Dresden und Petersburg besitzen ebenfalls Werke 
VOII ihm. Die k. Gallerie zu München bewahrt das Bild der Jeza- 
bel, die von Hunden aufgefressen wird, und die Magdalena vor 
den Fiissen des Heilandes im Hause des Fharisäers. 
CGIGSUUO, Andrea, Historien- und Genremaler zu Neapel, ein 
Künstler unsei-s Jahrhunderts, der zu den vorzüglicher-an seines 
Landes gehört. Er studirte auf der Akademie seiner Vaterstadt Nea- 
Pßl und ging dann nach Ilom, um nach den besten Werken der 
Alten und neueren Meister seine Bildung zu vollenden. Seine Ge- 
Inälde sind schon gruppirt und gut gezeichnet, auch das Colorit ist 
voll Wahrheit. Der liiinstler hat einen Weg eingeschlagen, auf 
dein er den Ruhm der Originalität erlangen wird. Er ist Professor 
der Malerei. 
_Celestino war 1315 unter den Concurrenten um die erledigte 
Direktors  Stelle an der Akademie zu Neapel. Er stellte damals 
flfl Gemälde aus, welches Christus unter den Schriftgelehrten im 
rcmllel vorstellt. Zugleich brachte er auch einen Mann in türki- 
scher Kleidung und eine Caritä als Gegenstände der Bewerbung
        

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