Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718254
Cazin, Jean-Baptist-Louis.  Ceccarini, Joh. 457 
wiirdigen. Die Reinheit der Kunst und das Edle derselben war 
ihm so ziemlich fremd. 
Drevet, Desplaces, Vallee u. a. haben nach ihm gestochen. Co- 
chin brachte nach seiner Zeichnung 52 Vignetten für die Geschichte 
von Languedoc in Iiupfer. 
Ticozzi lässt diesen Kiinstler um 1625 das Licht der Welt erbli- 
cken, und nennt ihn dennoch Bon Boulognds Schüler, obgleich letz- 
terer erst 1649 geboren wurde. 
cazlll, Jean-Baptist - LQÜIS, Landschaftsmaler zu Paris, Schüler 
von Jollain. Dieser Iiiinstler machte sich schon um 1790 zu Paris 
durch See- und Architektur-Stücke bekannt, von denen einige 
von beträchtlichem Umfange sind. lYIchrere seiner Bilder stellen 
merkwürdige Bauwerke der Stadt Paris und des Vaterlandes dar, 
einige sin auch reine Landschaftsgemälde mit auf- und unterge- 
hender Sonne, andere stellen die See in Ruhe und im Aufruhr vor 
den Blick des Beschauers, in allen aber bemerkt man eine genaue 
Beobachtung der Natur, ein schönes Colorit und gediegene Kennt- 
niss in der Perspektive. 
Cazin hat auch mehrere Blätter geätzt, die in Heften erschienen. 
SeineVVerke sah man bis 1819, auf der öffentlichen Ausstellung, er 
lebte aber noch 1830.  
Cazzamga. S. Caccianiga. 
0906800 , LOYBDZO, ein berühmter Mosaicist, der gegen das Ende 
des 16. Jahrhunderts zu Venedig lebte. Er setzte mit Bozzo und 
 Zuccato Compositionen von Titian, Tintoret und Paul Veronese in 
Mosaik, Werke, die sich in der St. Marcuskirche befinden. 
Ceccarenl; A-a ein italienischer Iiupferstecher um 1746. Man kennt 
von ihm neben anderen eine Abbildung der Madonna delle Ver- 
tighe di Monte Sansovino in Toscana. 
Gecßarlnl, SÜbQStW-ÜO, Maler von Urbino, lernte bei Fr. Man- 
cini, und kam hierauf unter Clemens XII. nach Rom, wo er eini- 
ges malte. Seinen Styl kann man jedoch nur in Fano kennen ler- 
nen, wo er sich niederliess und um 1730 im 80. Jahre starb. In 
seinen Bildern zeigen sich mehrere schöne Nachahmungen, starkes 
l-Ielldunkel und gut wechselnde Tinten; doch blieb er sich nicht; 
immer gleich. Ixu öffentlichen Pallaste zu Fano sind werthvolle Brl- 
der von ihm, und bei den Augustinern die heil. Lueia. Auch in 
Privathiiusern sind Bilder von ihm. 
cßccarmi, Johann, Bildhauer zu Rom; einer der vorziiglicheren 
liiinstler seines Vaterlandes. Er bildete sich unter des berühmten 
Canova Leitung, und besonders durch das eifrige Studium nach 
den Werken der Alten. Mehrere seiner Werke verdienen jede Be- 
achtung, sowohl Statuen als Büsten. Von den ersteren erwähnen 
wir den colossalen Neptun, der seit 1825 die grosse Fontaine auf 
 dem Platze dcl Popolo zu Rom ziert. 
Durch ein warmes Dankgefiihl gegen Canova, der ihn aufge- 
nommen, ihm den Zutritt in seine Werkstätte gestattet und seinen 
Kunstsinn durch seine Itathschlüge gehoben hatte, wurde er auf 
den Gedanken gebracht, dem Meister durch ein zu errichtendes 
Denkmal seine Dankbarkeit vor der Welt auszusprechen und zu- 
gleich seine Stiirlte im grandiosen Stylc zifzeigen. Er stellte Ca- 
nova in ganzer Fig r dar, colossal, wie er sitzend, _und im läc- 
grilTe einen Cippus des Jupiter zu umfassen, die klassischen Schon-
        

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