Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718088
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Caltaneo, 
Danese. - Cattini, 
Giovanni. 
einen edlen Ausdruck, tredliehe Zeichnung und anatomisch rich- 
tige Bildung. Weich, aber lsraft- und charaktervoll rundet sich 
alles. Ein Werk von reicher und grossartiger Pifillltlllllg ist auch 
das Monument des Dogen Loredano in der Cappellai maggiore 
in St. Johann Illld Paul zu Venedig. In derselben Stadt stand er 
auch dem Sansovino bei seinen grossartigen Unternehmungen hiilf- 
reich zur Island- 
Eines seiner ersten XVerlie ist die Statue des Apollo im Cortile 
della Zecca zu Venedig, die sowohl der Erfindung als der Ausfüh- 
rung nach Lob verdient. 
Auch in der Billllilllläli verdiente Danese das Lob eines vortrefF 
liehen Wleisters. Er starb zu Padua 1575 und hiutcrliess ebenfalls 
als Dichter ein XVerk unter dem Titel: L,lllllul' di Nlarfisa, in 24 
Gesängen. 
Cattaneo, oder Cattanio, Costanzo, Maler von Ferrara, Schii- 
ler von H. Scarcella und Guido lieni, aber in der Gemiithsart von 
 letzterem weit verschieden, denn er war hulsstarrig, argwviihnisch 
und immer Verrnth witternd. Am liebsten stellte er in seinen Bil- 
dern wild aussehende Soldaten und iVleuter ilar, die freilich zum 
sanften Style seines Meisters nicht passten; iihrigcns sind einige 
seiner Altarbliittei: doch ganz ini Geiste Guidds. Oft entlehnte er 
seine Gedanken aus Albrecht Diirer's und Lueas von Leydexfs 
Iiupferstichen, und bearbeitetete sie auf seine fleissige und durch- 
dachte Weise, vorzüglich in den Iiiipfen und Stahlriistungen. Er 
starb 1665 im 65. Jahre seines Alters. Lanzi Hi. 230 d. Ausg. 
Im Ferrareser Gebiete findet man noch YVerhe von ilnn, antler- 
wärts aber selten. 
Cattaneo: G3et3n0; Maler zu Mailand, ein Iiiinstler unserer Zeit. 
Er ist Direktor des Medaillenkabinets und ßditglied der h. li. Aka- 
demie der schönen Iiiinste dieser Stadt. 
Cattaneo: SGHGCUS, lYIaler unsers Jahrhunderts, über dessen liiinst- 
lerischß Leistungen wir bisher eben so wenig erfahren konnten, als 
über den obigen Künstler. Um 1820 bekleidete er die Stelle eines 
provisorischen Professors der Zeichenlaunst am h. h. Lizeuxn zu 
Brescia. 
Cattapane, LllCü, Maler von Cremona, wurde von Vincenzo Campi 
in der Malerei unterrichtet, und übte sich lange im Cupiren der 
Arbeiten dieser Iiünstlerlhxruilie. Es gelang ihm bei der aussernr- 
deutlichen Freiheit seines Pinsels sehr gut, so dass die erfahren- 
sten Kenner sich tiinschten. Uebrigens malte er, entweder weil er 
einen eigenen Styl anstrehte, _oder um sich nach Carravaggio _1.u 
bilden, briiuner als die Canipi und mit minderer Wahl. Es gibt 
noch viele Bilder von ihm; eines seiner besten ist die Enthauptung 
Johannis in S. Donatu zu Cremona. Auch Wandhilder sind nuelm 
von ihm vorhanden, aber hierin taugt er weniger als in Oelge- 
mälden, 
Cattapane war 1585 noch jung. Imnzi II. 56'; d. Azisg. Seine 
Lebenszeit lässt sich nicht näher bestimmen. Die obige Jahrzhhl 
bestimmt Zaist; Oretti sagt, dass er noch 1597 gemalt habe, niim- 
lieh den Gelareuzigtexi im Dome zu Cremona, und so dürfte man 
seine Bliithezeit um den Anfang des 16.-J'alirliu1nlerts setzen. 
Catnm, oder Catml, Glovannl, Zeichner und Iiupfersteeher, der 
um 1725 zu Venedig geboren wurde, wo er als einer der besten 
Stecher seines Jahrhunderts gilt. Er war FaldonPs Schuler, und
        

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