Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1718048
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Catel , 
Franz. 
Calena, 
Vüll . 
fekte, geistreiche Genrebilden, Interioren mit täuschender Vvirlaung 
der Perspektive, und seine mannigfaltigen Ansichten bilden einen 
anzen Cyclus, wozu ihm Neapel und die Umgegcnd, Sorrenh 
galerno und Sicilien reichlich Gegenstände boten. Seine Studien, 
die er auf einer Reise in Sicilien im Sommer des Jahres 1813 nur 
dem Fürsten Gallizin machte, sind interessant. Den poetischen 
Aetna, die üppige Pflanzenwelt dieser zauberisclxexi Gegenden, die 
malerische Poesie, sowohl der natürlichen Grotten, Berg- und Felß" 
sehluchten und der iVIeei-esufer, als die Gebäude, von Pomeranzß" 
und Beben umrankt, oder von Ruinen und Säulen getragen, stellt 
er mit der grössten Treue und mit diehterischer Wahrheit dar. 
Ausgezeichnet ist seine Colonade von S. Peter im MonclscheinCv 
ein Bild von überraschendem Liclitefieltte, vmrin überhaupt dieser 
Künstler grosse Stärke besitzt; ferner: der Sturm am Actna; die 
Säulenhalle des Camaldulenser Iilosters bei Salerilo; das Innere des 
Pantheens; des Culiseums mit passender Stalfage, die immer treff- 
lich ist; die Strasse in Palermo, welche das Gegenstück zum vo- 
rigen Gemälde bildet; der Seestnrm im Besitze des Islerrn von 
Quandt etc. 
Viele seiner kleinen Bilder stellen das häusliche Leben, die liind- 
liehen Freuden und BesehE-iftignngeil jener blühenden Gegenden 
dar, Scenen voll Leben und Bewegung. 
Die eigentlich historischen Bilder CatePs bilden die geringere 
Anzahl; wir erwähnen darunter Iiniser Rndulph, der den Priestel" 
mit dem Hochwiirdigen auf seinem Plerde führt, und die Auferste- 
hung Christi, ein grosses Gemälde vom Prinzen Heinrich von Freus- 
sen in die Louisenkirche zu Charlottenburg gestiftet. Dieses schöne 
Bild vollendete (Intel 1834i zu Rom. 
Die angenehmen Bilder dieses liünstlers sind in Italien, in Eng- 
land und Deutschland verbreitet, aber nicht alle auf gleiche Weise 
vollendet, döeh immer geistreich. 
Catelanl, Frü Bßfnäfiilü, Maler von Urhino, erlernte in seiner 
Vaterstadt die Malerei, doch weiss man nicht bei welchem Meister. 
Besonders war es jedoch sein Zeitgenosse Rafael, nach dessen Wer- 
ken er sich bildete, so dass man ihn für einen guten Schüler die- 
ses Meisters halten könnte. 
Catßna Oflßr Cüttena, Vlnßßnz, Maler zu Tfgngdfg, in ciner 
Zeit, wo sich die Kunst von Neuem belebte; allein bei ihm be- 
merkt man keine Plötzliche Veränderung (ler Manier, sondern einen 
allmähligeil Fortschritt in der Kunst. Er zeichnete sich in Bild- 
nissen und Zimmer-Gemälden sehr aus, und malte auch historische 
Stalfeleibilder, unter welchen eine heilige Familie in der Gallerie Pe- 
saro vorzüglich zu, nennen ist. Sie ist das Meisterstiicla des Iiiinst- 
lers im Giorgionischen Style, den besten Arbeiten des Barbarelli 
und Titian vergleichbar. Andere ebenfalls schöne Arbeiten von ihm, 
doch im ältern Style, sieht man znÄVenedig in S. Simone Grzmde, 
in der Caritä, in S. Maurizio und anderwärts. 
Catena war ein TvIann von grussem Ansehen und Reichthum und 
starb nach Zanetti 1550, 52 Jahre alt. Nach Riclolfi fand er erst 
1532 seinen Tod. Auf seine Kosten wvurde das Gebäude der heil. 
Sophia errichtet, das ehemals zum Vcrsalnmlungsurte der Maler 
diente. Lanzi Il. 39. u. a; Fiuriilo II. 17. 
08110113, VIII], nach Ticuzzi ein ilamändischer Maler von keinem 
rossen Hufe, der ein Paar Bildnisse und einen heil. Jakob in hal- 
ger Figur ziaxch seinen eigenen Gemälden geätzt haben soll. W-ir
        

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