Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1717910
Castellini , 
Giacomo. 
Castello, 
Bernardo . 
423 
Ctlslplllnl, GHICOIIIO, ein Bnlogneser, lernte die Malerei bei 
(lcssi. blieb aber hiiiter dcui Meister zurück, und stets inittelmäs- 
81g. Starb 1078- 
CKISl-CllO, lllrancesco da; ein Niederländer, der in Italien malte. 
Er war ein Iiünstler von feineni und gehildetcin Gcsclimaclie und 
Ycrfertigte fast immer Dliiiiatur- und Cabinetsbilder, namentlich 
lllr Spanien. Starb zu Rom unter Clemens VIII. in einem Altei- 
von 30 Jahren. Lanzi l. all-l. d. Ausg. 
Sein Sohn Michael war auch ein guter Miuiaturnialer, starb 
aber schon im 48. Jahre] zu Ruin, doch wveiss man nicht wann. 
CastellO, Glil-GOmO da, ein Venediger, machte sich als Thicrmaler 
einen Namen. Er stellte besonders allerlei Arten von Geflügel mit 
grossei- XVahrheit und Kraft des (Zulurits dar. Sie sind auch schön 
und kunstreich angeordnet. Er blühte um 1690. Lanzi Il. 215i- 
d. Ausg. 
Castello oder Castclli , Bcrnardo, Maler, Zeichner und Kupfer- 
Stecher, geh. zu Albaro, einer Vorstadt Geiiua's, 1557, gest. 1629. 
Er besuchte die Schule des And. Seinini und des Cainbiaso, den 
01' täuschend nachahiiite, bis er sich nach andern Mustern eine 
llliiiiier bildete, der es nicht au Auinuth, und wo er fleissig arbei- 
tete, auch nicht an Richtigkeit fehlte. Nur zu oft aber verführte 
ihn seine Leichtigkeit zu Fehlern, da er auch das Studium der Na- 
tur vernachlässigte, und nur seinen eigenen ldeen folgte. Dennoch 
ward er von den Dichtern seiner Zeit gepriesen, denn er inalte 
ihre Bildnisse, besonders von Marine, der in seinen Briefen 20 
an Castello richtet. lYIit Turtluato Tasso lebte er in vertrauten Ver- 
hältnissen; er machte ihm die Zeichnungen zuni befreiten Jerusa- 
lein, welche Aug. Carracci zum Theil trefflich in Kupfer gestochen 
hat. So kam er in den Ruf nicht nur eines der ersten Meister sei- 
ner Schule, sondern auch Italiens, und wurde auch im Vatikan zu 
malen gewählt. Dort malte er die Berufung Petri zum Apostelaiiitc, 
ein Bild, welches bald nachher weggenommen wurde, doch ist die 
Ursache der Entfernung unbekannt; vielleicht hatte es jene damals 
in Rgm gefuderte lipaft und llüstiglieit nicht, die dem Castellu 
gebrach. Genua ist seiner Arbeiten voll, die nicht gering geachtet 
werden. besonders wegen einer gewissen hecken Entschlossenheit 
und Anmuth. Auch in auswärtigen Sammlungen findet _man sie. 
Sie bestehen in Bildnissen, Histurien und Allegorien, in denen 
Sich ein poetischer Schwung und llllannigfaltigkeit der Ideen zeigt, 
Wvas er vorzüglich der Bekanntschaft mit den Dichtern verdankt. 
Auch in landschaftlichen Beiwerhcn ist er gut, nur sollen sich 
seine Figuren nicht immer durch ihre spitzigen Nasen empfehlen. 
w, Bernardifs wird auch als liupferstecher erwähnt, aber seine eigen- 
hiindigen Stiche dürften nicht zahlreich sejn. Brulliot (dict. des 
inunogr. I. 79g) sagt, (lass sich das Zeichen dieses liunstlcrs 
auf Stichen nach Hannihal Carracci befinden soll, wie ein Manu- 
 script von der Hand des Vorgängers des bezeichneten Schriftstellers 
bemerkt; allein letzterer hat noch nie ein solches Blatt gesehen. 
Das Zeichen Castellds, das gewöhnlich aus den Initialen BC. he- 
steht, findet man auf Stichen des Camillus Cuiigius, und auf sol- 
chen iin befreiten Jerusalem steht: BCF. BCL. W118 ßnttvßflßf Bei" 
nard Castello fecit oder Bernard Castello invenit heileutet. Auf 
vielen seiner Compositionen, die C. Congitis gestuüllßn, StPlWU 
die Initialen C. 1., welche Castellu lnventor bedeuten. Auf eineiii 
Blatts mit dem verwundeten Tfaiicrerl im befreiten Jerusalem, in
        

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