Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1717627
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Carracci , 
Augustin. 
Das berühmte Originalgemiiltle ex aedibns Praetorurn zu Parma 
hesassen der Herzog von Alha, König lVIurat, l'iirst Metternich, 
und jetzt ist es im Besitze des Marquis Londonderry. 
Venus und Amor in einer Landschaft. H. 7 Z. ß L., Br. 5 Z. 8 L. 
Dieses seltene Blatt, mit der Unterschrift: sine Cerere et Bacchu 
friget Venus, gehört sicher, der Erfindung und dem Stiche nach, 
unserm liiinstler an; auch ist es eines seiner schönsten. 
Amor bezühxxxt den Pan in Gegenwart zweier Nymphen, 159g. 
H. 4 Z. a L., Br. 6 z. 10 L. 
Man findet kaum ein Blatt, das Augustin mit griisserer Genauig- 
keit gestochen hätte, als dieses. Erfindung, Zeichnung und Stich 
sind gleich schön. 
Mercur und die Grazicn, nach Tintoret. H. 7 Z. l; L., Br. 
9 Z. 4 L. , 
Dieses Blatt gehört mit dem folgenden zu den schönsten Erzeug- 
nissen des Künstlers. 
lVIinerva lueschiitzt den Frieden und den Ueberfluss, und weisel: 
den Mars zuriicla, nach demselben Meister. H. 7 Z., Br. 
9 Z. 5 L. 
Die ersten Aladriicke sind bezeichnet, links: Jacobus Tinctoretus 
pinxit, rechts: 158g. In den zweiten steht an der Stelle der 
 Jahrzahl A. C. und unten eine Inschrift. 
Das Portrait des Carolus Borromäus in einem Ovale, mit allego- 
rischen Figuren. H. 15 Z. Ö L., Br. 12 Z. 8 L. 
DiesesBildniss liess der Maler F. 'l'erzo stechen, und widmete es 
dem Herzoge Iiarl Emanuel von Savoyen. Den Namen Augustins 
trägt es nicht, aber es gehört ihm nach Bartsch sicher an, isu wie 
es auch unter die schönsten Blätter dieses Künstlers zu ziihlen ist. 
Pabst Innocenz IX., 1591. II. g Z. Ö L., Br. 1' Z. {t L. 
Dieses Blatt ist sehr selten und aus der besten Zeit des Künst- 
lers. Nach Malvasia wure es 1605 in jenes von Paul V. verändert. 
Noch erwähnen wir, theils www-zgen ihrer TPCFfliCllliOlt und Selten- 
heit, theils wegen der Verschiedenheit der Abdriiclae; 
Adam und Eva, welche dem Manne die verbotene Frucht reicht. 
H. 17 Z. 10 L., Br. 15 Z. 
Dieses seltene Blatt dürfte zu den ersteren VVerlien des liiinstlers 
gehören, die er einige Jahre vor 1581 fertigte, obgleich auf dem 
Blatte diese Jahrzahl steht. Ebenso diirltc es sich nach Bartsch 
auch mit dem folgenden Blatte verhalten. 
Der junge Tobias mit dem Engel auf der Reise. Raphael Regien. 
 In. Augß Car. fec. 1581. H. 14 Z. 7 L., Br. 10 Z. Ö L. 
In den zweiten Abdriielsen ist das Wort Region. in Vrbin. verän- 
dert, und beigesetzt: Franco Forma. 
Judith mit dem llaupte des Holofernes, nach L. Sabbatini. H. 
  
Dieses sehr seltene Blatt ist ebenfalls aus des Meisters erster Zeit. 
Die Darstellung des 84. Psalm Davids. llOliATII SANIACUINI 
IN. A. F. 1580. Am llande ist die Inschrift: MlSEFiICOllDlA 
ET VERITAS OBVIAVEBUNT Slßl JUSTICIA ET PAX OS- 
CÜLATAE SUNT. H. 10 Z., Br. 7 Z. 10 L. 
Die ersten Abdrücke haben die Jahrzahl 1579 und die Buchstaben 
A. F., aber es fehlt der Name Samachini der zweiten Drücke. 
Die sehr triigliche Copie ist ohne Jahr und ohne die bezeichne- 
ten Initialen. 
Der Prophet Jonas. H. 6 Z. , Br. 6 Z. 4 L. 
Dieses Blatt schreibt man gewöhnlich dem Augustin zu, aber es 
ist von L. Ciamberlano gestochen.
        

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