Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1717290
Cardon , 
Anton. 
Bartolome. 
Carducho , 
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ehe die britlischen Truppen über die franziisiscliee gewannen, und 
die Schlacht von Maida. 
Der Ruf, den er sich durch diese und ähnliche Werke erwarb, 
verschafften ihin die Auszeichnung vor den englischen Künstlern, 
dass man seiner Hand den Stich der Gemälde desYMuseums an- 
vertraute. Er begann mit der Ehebrecherin nach Rubens, deren 
Ausführung von einem grossen Talente zeugt. Der Künstler er- 
warb sich auch durch die Herausgabe dieses Werkes ehrenvolle 
Anerkennung selbst bei dem Iiaiser von Oesterreich und dem Kö- 
nige von Sieilien, was seinen Eifer so sehr entflainmte, dass er 
sogar zum Nachtheile seiner Gesundheit in angestrengter Arbeit 
fortfuhr und sich den Tod zuzog. 
Ausser den erwähnten Blättern liennt man von ihm noch: 
The rustie Minstrel, nach II. Singleton; fol. _ 
lnnocent Gaptivatioir, nach demselben; fol. 
Das Bildniss des Kaisers Alexander; fol. 
Napoleoii auf dem Schlachtfelde von Marengo. 
 Die Fortschritte weiblicher Tugenden und Laster, nach einer 
Reihe von Gemälden der lYIaria Cosway. 
Das Bildniss Georg III. von England, nach Chalon punl-itirt. 
Sein Sohn erlernte ebenfalls die Iiupierstecherlaunst, starb aber früh. 
Cardon, Anton Alexander Joseph, vamdes vgrhergeheilden, 
ebenfalls Iiupfersteeher, geb. zu Brüssel 175g. Er lernte die Ma- 
lerei zu Wien bei dem lriofinaler de la Pegna und gelangte dann 
als Pensionär der Iiziiserin Maria 'I'heresia nach Rom. Nach drei 
Jahren reiste er nach Neapel, wo er die Malerliunst mit der Ku- 
piersteclierei XVCYiZIUSClIlIC. Hier stach er die Ansichten und Plane 
der Stadt Neapel und arbeitete für Hamiltons Aiitiqnitcs ötrusqnes, 
grecques et roniaines. Im Jahre 1709 stach er verschiedene Gemälde 
aus dem Cabinete des Grafen Cobentlßl und des Herzog von Arem- 
berg, und spiitei- führte er noch'eine grossc Anzahl anderer Werke 
aus, unter denen wir nur das Bildniss Joseph II. nach Herreyns 
aiiliihrcn. Cardon wurde 1815 vom Iiünige der Niederlande zum 
Mitglied des Institutes ernannt und auch die Akademie" zu Gent 
 ziitilte lllll unter ihre Mitglieder. Annalesdu Salon de Gand. S. 516 
Das Todesphr dieses Iiiiiistlers ist uns unbekannt. 
CaTdÜn: Philipp, Sohn des Obigen, war ein geschickter Zeichner, 
dessen Zeichnungen init chinesischer Tinte von bewunderungsvviir- 
diger Schönheit sind. Er starb uin 1817. 
Carducho oder Garducci, Bartolomeo, Historienmaler, wurde 
1560 zu Florenz geboren, und von Ainnianati in der Malerei und 
Sculptur unterrichtet. In lioin folgte er den Grundsätzen des F. 
Zucchero, und begleitete diesen 1535 nach Spanien, wo er mit 
grosserein Bßliilll als selbst sein Lehrer malte. Philipp II. nahm 
ihn daher in seine Dienste und gab ihm den Auftrag iin Escurial zu 
malen; er behauptete sich auch unter Philipp III. in dessen Gunst und 
verfertigte für diesen mancherlei Sachen in Valladolid. Im Jahre 
1000 ging er mit dem Hofe nach Madrid, um nach dein grossen 
Brande des Pardo, die Gallerie im neuen Pallaste gegen Mittag 
mit Malereien ausznsehiniiclien. Allein er hatte kaum einige Bil- 
der, welche die Thriten Carl V. verewigen sollten, angefangen, als 
ihn der Tod hinrafItc, iin Jahre 1608 oder nach Andern 1610- 
Carilucho verpflanzte freiere Ansichten und festere Grundsätze 
nai-h Spanien und ward der Gründer einer Schule, welche sein 
Bruder Vineenzio weiter ausbildete, ohne dein Nationellen Eintrag, 
zu thun.
        

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