Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1717211
Carabclii , 
Franz. 
Caraffe. 
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Garabellla Franz; Bildhauer von Castell St. Pietro, wo er. 1751 
geboren wurde. Sein Vater war ebenfalls Bildhauer und er selbst 
kein ungesehiclater Künstler, dein es auch nicht an Geschmack ge- 
brach. Alailatid war der letzte Ort seines Aufenthaltes. 
 CÜTÜCCI- S. Carracci. 
Caracclno. s. Mixlinari.  
CäPZICCiOlO, GifltllbillllSlil, genannt Batistello, Maler zu Neapel, 
lernte anfangs bei F. Imperatn und dann bei Carravaggio, War aber 
 schon in sein fvlannesalter getreten, bis er Arbeiten liefern konnte, 
die ihm einen Namen machten. Hierauf ging er von Annib. Car- 
racci's lluf und Bewunderung angeregt, nach Rom und bildete sich 
durch das Stiuliiiiii derXVei-he UarraccPs zum Wahren Zeichner und 
lieferte von dieser Zeit an mehrere Bilder, die als höchst gliicli- 
liche Naehnhmungeii Annibalels gelobt werden. Uebrigens verräth er 
meistens durch die übertrieben starken Lichter und Schatten die 
Carravaggitfsehe Schule. Er malte bedachtszim, und doch hat man 
so schwache Virerhe von ihm, dass Doinenici glaubt, sie seien 
denen zum Sehimpf gemalt, welche sie nicht theuer bezahlen Wall-- 
ten, oder von Dlcrcurio dßkversa, seinem nicht eben besten Schüler. 
Unter seine vorziiglichsteil VVerlie gehören die Empfängniss Ma- 
riü in der Carthiiuserlairche, ein heil. Carl in der iiirehe St. An- 
gelo des Abbts und ein lareuztragender Christus in der Iiirche der 
Unheilbaren.   .3 
Von seinem moralischen Charakter erzählt die Geschichte wenig 
Riihmliches. Er gehörte zu dem hassenswerthen Tfllllhlflfiiie, wel- 
ches Belisario Corenziu und (los. Hibera mit ihm gegen Domini- 
chino, und überhaupt gegen jeden noch so verdienten ausländi- 
schen Iiiiustlcr gebildet hatten. Er starb löll. Fiorillo II. 801. 
Lanzi I. 580 deutsche ziusg. 
cafaCllß- S. Carracci.  
Caradea, Peter Silvester, Bildhauer, der zu Wien 1661 gcbbreil 
wurde, und am 9. Mai 1748 dßßßlbäl Starb. 
Caradea, Peter, wohl des Ohigen Sohn, um 17.19 Universitätsbilil- 
haucr, findet sich in der Liste der Verstorbenen vom genannten 
Jahre, wo der Tod seiner Tochter angezeigt ist. 
Caradossa. S. Ambr. Foplwa. 
Garage, Maler und trelflichei- Zeichner, der sich bereits im letztem 
_Viertel des 18. Jahrhunderts Ruf erworben hatte. Von Geburt ein 
Franzose kam er als Pensionär der lraixziisiseheil Akademie nach 
Rom, studirte da nach den besten Musti-rrn und genoss nach sei- 
ner Riickliunfl: die Achtung eines geschickten Iiixnstlers, die er 
durch seine Reisen noch mehr erhöhte. In Petersburg wurde er 
am Hofe mit Auszeichnung emplilugeil und von der kaiserlichen. 
Familie beschenkt. Die Eremitage besitzt Werke von ihm, beson- 
dedrs allegorischen Inhalts, denen Zartheit des Gefühls nicht abge- 
sprachen werden kann, die aber dennoch weder durch das Geist- 
volle, noch durch Behandlung des Lichtes befriedigen. Er bereiste 
auch die Tiirliei, und verfertigte da 50 colorirte Zeichnungen, 
welche türkische Sitten, Gebräuche und (Zeremonien sehr interes- 
sant darstellen, und (laher allgemeinen Beifall erhielten. Nach 
Fiorillifs Angabe wurden sie auch in Kupfer geätzt.  
Caraffe besass ein schönes Talent zur Darstellung allegorischen 
Naglcrß"  II. Bd. 23
        

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