Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1717133
Cnnuti , 
Dom. 
Maria. 
Caparroni. 
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Ausser den Malereien haben wir von Canuti auch etliche radirte 
Blätter in Guido's Nlanier, welchen er zwar in der Vortreülichlaeit 
der Zeichnung und dem Geiste der Umrisse nicht erreicht, durch 
Nettigheit des Styls und Iüzinheit der Ausführung aber noch uber- 
trilft. Sie sind mit dem Namen des Künstlers oder mit den Initia- 
len D. M. C. F. bezeichnet.  
Zu den schiitzharsteil gehören: 
Die Madonna mit dem Iiosenliranze, nach Canuti's eigener Er- 
findung, dem NicoloCalderini zugeeignct. H. 9 Z. 6 L.; Br- 7Z- 
Ist bei VVcigel uin 1 Thl. 16 gr. ausgeboten. 
St. Franz von Assisi kniend iu einer Grotte. Guido Reni I.  
Canutus F. H. 3 Z. 5 L., Br. 6 Z. 5 L. 
Bei Weigel 2 Thl. 12 gr. 
St. Rochus auf den Iinien betend. Donnco M? Canuti Fece. 
Ein sehr schönes B]. H. 9 Z. 6 L.; Br. 7 Z. 8 L. 
lleinecke, und einige Andere nach ihm, halten auch die Portraite 
der drei Carracei für CannLYs VVerli, allein diese Bildnisse sind 
von Dorn. Santi gestochen. Iiartsch P. G. XIX. 222. 
Canuti hatte auch eine Schwester, Namens Julia, welche Figuren 
malte. Sie ist die Mutter der Bonavere. 
Cany oder Cani, JOllünn BHPÜSII, Historien- und Bildnissmaler 
zu Paris. Er malte liir Notre-Dalne ein sogenanntes Maigemälde, 
weiches die Bekehrung des Dionysius Areopagita vorstellt. Man 
rühmt auch seine Geschicklichkeit in Abzcichnung alter Münzen. 
lYIehrere seiner Gemälde wurden gestochen. Er starb 1693.  
08117113111, JOlIEXIIII BEIPEISE; Ijildnissmaler von Verona, der aber 
seine liunst mit vielem llnhnie in Bologna iibte, wohin er, eines 
lllordes wegen, aus seiner WYiterstadt verbannt wurde. Er malte 
auch Ilistorien, aber mit weniger Glück; desto grösseres Lob verdie- 
nen jedoch seine schon colorirten und mit kräftigem Pinsel gemalten 
Portraite. Er wurde um 1050 geboren und starb nach 1712. 
Capannn, G10. BQUISIEI, genannt de] Tozzo, von Sicna, einer 
der besten Maler am Ausgangc des 15. Jahrhunderts. Er maltö 
einige Giebelfelder der Iliiuser und Palliiste grau in grau. VaSari 
nennt ihn im Leben des D. Bartolomeo einen ragionevole maestro. 
(lapanna, PIJQCIO, der Florentiner, einer der besten Schüler Giot- 
tifs, liess sich, wie Vasari vermntliet, nachdem er zu Florenz, Pi- 
stujcx, läimini und Bologna gemalt, in Assisi nieder und hinterliess 
dort viele VVerlie. Die zu liimini und jene in der Capelle Cavoni 
zu Florenz sind untergegangen, so wie viele andere. 
Im saeru convento zu Assisi malte er die Leitlensgesehichte, an 
der man die freien und glücklichen Bewegungen und die grosse 
Rundung in der Culnpositiun bewundert, ob man gleich sieht, dass 
die gezwungenen Stellungen, die glänzenden Farben und pracht- 
vollen Gebäude um Effekt zu machen angewendet sind und fern von 
der Grüsse Giottzfs bleiben. Wahrscheinlich sind von diesem Meister 
auch die vier Bilder in der Saliristei von St. Grace zu Florenz. Puccio 
arbeitete um löfi-i. 
Bei (PAglBCOXIPlI ist 1d. 117 von diesem Meister ein Bild der Ma- 
_dunna mit dem Iiinde und acht Heiligen abgebildet. S. auch de 
VVitte im Iiunstbl. 1821. S. 135. 
GHPEITIOIII, ein Edclsteinschneiiler zu Rum in der zweiten Hälfte des 
vorigen Jnhrhunilerts. Er hiuterliess trefiliche Werke, die sich den 
bessern Erzeugnissen dieser Iiunst würdig anreihen.
        

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