Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1717031
Cnnova , 
Antonio. 
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ab, und selbst Napnlcun scheint nicht ganz damit zufrieden gewe- 
sen z_u seyn; denn er sagte, als er sie sah: "Glaubt denn Canova, 
dass ich durch meine Fäuste siege?'f Jedoch behielt er immer eine 
grusse Vorliebe für den Iiünstler. Dieses Werk ist jetzt Eigenthum 
des Herzogs von VVellingttm. 
Das bereits erwähnte Mausoleum der Maria Christina, Erzher- 
zogin von Oesterreich, in der Augustinerlsirche zu Wien, un- 
streitig eines der vurtreiflichsten Werke dieses Künstlers. 
Der gelehrte Biittiger hat eine ausführliche Abhandlung über 
dieses lNTunument geschrieben, und G. Carpani gab 1806 zu Wien 
Spiegaziune dramatica de] monumentu Cristina di Canova heraus. 
Die VVohltthiitiglieit, eine der Hauptfiguren, liess Canova in 
Iiupfer stechen. 
Napuleons lYIutter, Nachahmung der Agrippina _im Capitol. 
Sie wurde später Eigenthum des Ilerzogs von Devonshire. 
Die siegende Venus. Die Göttin liegt und hält einen Apfel in 
der Hand. 
Lord Cawduu, der sie kaufte, bestellte für den König von Eng- 
land eine ruhende Nymphe, schrieb aber dem Künstler eine ver- 
änderte, vielleicht anstössige Lage derselben vor, wlvesswegen sich 
Canova wahrscheinlich dem Geschäfte ungern unterzug. 
Die Nackte ruht auf einem Löwvenfell, dem Leyerspiel eines 
Amorin zuhorchend, eine höchst anmuthige Figur vun zarter Voll- 
endung. 
Venus aus dem Bade kommend, im Charakter und Ilaltung ganz 
der mediceischen ähnlich. 
Dieses ist durch Adel der Formen und Lauterkeit der Arbeit ei- 
nes der vorzüglichsten Meisterwerke der neueren Scnlptur. 
Die drei Grazien, reizende Gestalten, von anmuthigcn, flüssig 
runden Formen. Doch sind dieses die modernen Grazicn, 
schmachtend und zärtlich sich umschlingend. Iiönig Ludwig 
von Bayern singt daher in seinen Gedichten II. 197, sie mit 
den keuschen Grazien Thorwaldsens vcraleichend: 
Ueppige Mädchen sind hier die Grazicn, Lüsternheit weckend; 
Ist zu reizen jedoch je die Bestimmung der Iiunst? 
Dieses in seiner Art ausgezeichnete Werk besitzt der liönig von 
England, und eine gleiche Gruppe auch der Herzog von Bedfort, 
die an Zierlichlieit der Ausführung keinem andern Werke des Mei- 
sters nachsteht. Diese Letztere bestellte die Kaiserin Josephine; 
weil sie aher 1816 noch nicht fertig war, kaufte sie Herzog von 
Bedfort.  
Die drei Musen, Enphrosine, Aglaja und Thalia, eine ungemein 
reizende Gruppe, in der Gallerie des Herzogs von Leuchten- 
berg in München. Die sich umschlingenden Gestalten sind in 
Lebenserösse.   
Der Friede, für den König von England ausgeführt. 
1 Hector, Ajax, Terpsichorc, die sitzende Pulyhymnia, St. Johann, 
neben der-Magdalena im Besitz des Grafen Somariva. 
Die geflügelte Statue des Friedens in Lebensgrösse, für den Gra- 
fen lluinanzoff in Petersburg. 
Die Concordia, Portrait der Kaiserin Marie Louise, sitzend vor- 
gestellt, mit dem Scepter und Discus. 
Paris, lebensgrtxsse Statue aus carrarischem Marmor, in der k. 
Glyptothela zu Mönchen, wo sich neben der Venus auch die 
die Büste des Paris und jene der Elisa Baeiocchi befindet. 
Die Ilcbc, im h. lYIuseum zu Berlin. 
Psyche, in der h. Residenz zu München, ein Geschenk Napo- 
leons an die Königin, bei ihrem Aufenthalte in Venedig 1807.
        

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