Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1716966
328 
Canini , 
Ginnnangiolo. 
Cano, 
Alonso. 
fortsetzen wollte, die er zum Theil schon ausgearbeitet hatte. Sein 
Tod erfolgte IÖÖÖ im 49- Jahre. 
Von G. A. Ganini erschienen zwei Werke unter folgenden Titelnf 
Iconografia, cioe disegno (Tilnagini de, famosi primi lnonarchi, regl 
etc. date in lnce con aggiunta di aleuni annotazioni da M. A. Ca- 
nini, 1669; und Images des heros et des-honnnes de Pantiquite, 
dessindes  des niedailles, gravees par Picard le Romain. Amsterd. 
1751. Lanzi I. 458 d. Ausg. u. A. 
Einige nach ihm gCSIOClICIIG Blätter fiihrtHeinecl-se an; schön und 
selten sind: St. Benedikt in der Wüste, und eine These: lVIinerva 
und die Musen, von C. Bloemaert gestochen. Das geiitzte Blatt: 
Bebecca am Brunnen, ist vielleicht von ihzn selbst gefertiget, allein 
Bartsch XXI. 47 glaubt, dass er kein anderes Blatt gestochen habe, 
als jenes mit der Portraithüste des CarthlVIazarini. Dieses sehr sel- 
tene, leicht und geistreich gestochene Blatt ist bezeichnet: I0. Ang. 
Caninus inv. et inc. H. 7 Z. 4 L., Br. 5 Z. 3 L. 
Fiorillo I. 190 nennt Canini einen der bedeutendsten Künstler 
aus der Schule der Carracci. 
Sein Bruder Marc-Anton , der Herausgeber des obigen VVerkes, 
war Bildhauer und Schüler Berninfs. Er stach den heil. Hierony- 
mus, der dem Löwen den Dorn aus dem Fusse zieht. 
081118881, GUIdO, genannt Cagnacci, wegen seines untiirmliehen 
Gesichtes, eh. zu St. Arcangelo 1601. gest. zu Wien 1681. Er 
war Guido Iienik Schüler, in dessen letztem Style er schulgcrecht, 
zart und fleissig malte. Man fand übrigens auch an ihm zu tadeln: 
'  dem Malvasia schien er in der Carnation den Guido zu übertreiben 
und zu entstellen; Andere finden die Extremitäten im Verhältniss 
zu den Iiörperil zu klein und die Engel zu alt gemalt; alle aber 
müssen doch in jedem Bilde guidisch schöne Einzelnheiten mit ei- 
ner gewissen Ureigenthünllichkeit in dem Adel der Köpfe und in 
der IVirkung des ldelldunkels anerkennen. In Italien ist wenig von 
ihm übrig, weil er sein Glück in Deutschland suchte und es am 
Hofe LeopoltPs zu Wien fand. Am häufigsten sieht man Cabincts- 
bilder von ihm. Sein David in der Gallerie Colonna ist eines der 
schönsten Stücke dieser Sammlung, oft wiederholt, so wie die Lu. 
cretia des Ilatises Isulani. Lanzi III. 107 d. Ausg. 
G. B. Costa gab 1752 die Biographie dieses Künstlers heraus, 
unter dcln Titel; Leltere, uxonumenti antichi, del nqme, Patria et 
opere di G. Cagnaeci, pittore. 
Heineclae erwähnt von ihm auch zwei eigenhändig geätzte Blätter 
mit G. G. F. bezeichnet: eine Kreuztragung, und die Malerei, 
welche eine zu Boden gefallene Weibspersun aufrichten will. Beau- 
varletl, Cunego, Magalli und Brenner haben nach ihm gestochen. 
0331er, aus 'I'ournay, Bildhauer und ausgezeichneter Ciseleur, befand 
sich um 1803 zu Paris, und erhielt dort für seinen Dädalus und 
Ikarus die goldene Medaille. Er war ein Schüler von Dejoux. 
Cannevan. s. Canevari. 
Cannol, FPEWZ; ein vortrcfflicher Bildhauer zu Amsterdam um 1710. 
In der serie di ritratti della galleria di Firenze III. 5. wird dieser 
Nmne dem I". Quesnoy, genannt Fiamingo, gegeben. 
Cano, AIOIISU, Maler, Bildhauer und Architekt, geb. zu Grenada 
1 1601, gcst. 1667. Dieser ausgezeichnete Künstler lernte die Malerei 
von Fr. Pacheco und Juan Castillu, die Sculptur von Juan Marti- 
nez kund die Baukunst von seinem Vater Miguel. Er sah Italien.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.