Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1716835
Campen, 
van. 
Camphuyzen , 
Dirk. 
315 
0311113911:  Van; der Stumme. S. Avercam. 
CamPer: PGIPUS, ein als Gelehrter und Arzt berühmter Mann, der 
auch in der Geschichte der Iiunst eine wviirdige Stelle einnimmt. 
E? Wurde 1722 zu Ley-"den geboren und frühzeitig zur Iiunst ge- 
zogen, daher er denn am Zeichnen eine grosse Lust fand. Diese 
jugendlichen Arbeiten sind mit ostindischer Tinte und in schwar- 
zer Iireide ausgeführt, alle Vorzeichen einer günstigen Entwick- 
lung. Er versuchte sich auch zeitig in Oelfarben, und nahm sich 
besonders die italienische Schule zum Muster, denn an dem Style 
der niederländischen Meister fand er kein Behagen. Auch nach 
der Axitiixe und modernen Meister bildete er seinen Geschmack, 
und fuhr stets fort, in der Zeichnung zu immer grüsserer Voll- 
kommenheit zu gelangen. 
Als Jüngling hat Czunper auch einige kleine Blätter geiitzt und sich 
in der Schwarzliunst versucht. Vier Platten: ein fröhlicher 'I'rinlier, 
der Kopf eines Iiindes, zwei Portraite von Gelehrten, alle schön 
behandelt, gehören in diese Zeit. Eines der letzteren ist unter 
der Aufsicht eines englischen Künstlers 1748 gefertiget. 
1m Jahre 17h) erhielt er die Doctorwiirnle, und von dieser Zeit 
an verwendete er grossen Fleiss auf anatomische und osteologische 
Zeichnungen, von denen einige in ziemlicher Grüsse vorhanden 
sind. Sie sind in Wasch-Manier ausgeführt und vortrefflich in 
ihrer Art. Die ersten Proben lieferte er für Smellic's VVerli, in 
welchem sie in Iiupfer gestochen zu finden sind. Ein anderer 
Theil von Camper's Zeichnungen ist in den Delnonstrationes anato- 
mico-pathologicae, ein grosses VVerk, welches 1760 erschien, ge- 
stochen. 
Man findet von ihm auch Abbildungen in Pastell, doch bediente 
er sich weit Öfter der schwarzen lireide. 
Ueberdiess widmete Camper auch der theoretischen und prakti- 
schen Baukunst einen Theil seiner Zeit, und in seinem fünfzig- 
sten Jahre versuchte er sich noch in der Bildhauerei, unter Lei- 
tung des berühmten Ziesenis. Er copirte den Iiopf eines Kindes 
nach Quesnoi in Marmor. Besonders suchte er auf den Geschmack 
in dieser Iiunst einzuwirken durch seine Vorlesungen, die er in der 
Zeichen-Akademie zu Antwerpen hielt. Er gehört überhaupt un- 
ter die Beförderer der Kunst, und alle Freunde derselben waren 
auch die seinigen. 
H. Vinkeles hat viele Zeichnungen Campefs gestochen. Er hat 
auch einige Portraite in Pastell hinterlassen, darunter die seiner 
drei Söhne, 1772 gemalt. In seinen Oelmalereien folgte er der 
Weise der alten Meister. Auch Grau in Grau malte er, und man 
sieht zu lilein-Lankum noch ein Gemälde dieser Art, welches 
drei Genien vorstellt, mit den Attributen der Iiünste und Wissen- 
schaften.  
Der berühmte Bildhauer Faleonet hat seine Büste gefertiget, und 
Vinkeles hat sein Bildniss 1778 sehr schon gezeichnet und gesto- 
chen. Auch in B. van Eynden's und van der Willi_en's Gesch. 
der vaderland. Schilderliunst I. 165, Nro. 5 ist sein iortrait ge- 
stechen. 
Czunper starb 1789., Im Jahre 1791 erschien zu Amsterdam seine 
Lebensskizze iin Drucke, von seinem Sohne Adrian Gillis verfer- 
tiget. Einen Auszug derselben s. van Eynden l. c. I. 161 ff. 
Camphuyzen, Dlfk, Maler zu Gorcum, lernte bei D. Goverze die 
Malerei, und brachte es durch eifriges Studium nach der Natur 
zum trefllichen liünstler. Er malte gerne kleine Landschaften mit
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.