Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1716717
Camassci , 
Andrea. 
Cambiaso , 
Luca. 
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merkt in ihnen ein {leissiges Studium nach der Natur, Grazie und 
eine schöne Färbung. 
Man kennt von ihm zwei Blätter, die mit Geschmack und Zier- 
lichkeit geferliget sind, die aber des Künstlers frühere Zeit verra- 
then, weil sie in der Zeichnung nicht ganz rein sind. NInn sieht 
sie sehr selten. Die heil. Jungfrau mit dem Iiinde nml dem lllßi- 
nen Johannes in einer Landschaft. Im Grunde bemerkt man St. 
Joseph mit dem Esel, hezeichnet mit AC. scolp., verkehrt geschrie- 
ben. H. 6 Z. 2 L., Br. 8 Z. 1 L.  
Die heil. Jungfrau mit dem schlafenden Iiimle im Arme, im Grunde 
linlss St. Joseph, der den Heiland betrachtet. Ohne Zeichen. H. 
6 Z., Br. Z1. Z. 6 L. 
Es haben auch andere nach seinen Gemälden gestochen, z. B. 
C. Bloemaert. Diese Blätter sind mit A. Camas inne. bezeichnet. 
Cmnassei hatte einen NeFfen und Schüler, Hiazyn th Cam assei, 
der Historien malte, und 1079 Mitglied der Akademie von St. Luca 
zu Rom war. 
Cilnlbßflalll; JÜSÜPh; Bildhauer und Architekt, geb. zu Antwer- 
pen 1766, gest. 1821. Er machte seine ersten Studien auf der Aka- 
demie zu Antwerpen und vollendete dann seine weitere Bildung zu 
Paris, wo er für die Sorbunne und für andere ößcentliehe Gebäude 
verschiedene Werke ausfiihrte. Im Jahre 1798 zwangen ihn die 
Umstände der Zeit Paris zu verlassen und in seine Vaterstadt zu- 
riickzukehren. Hier entwarf er viele Zeichnungen zur Herstellung 
' der beschädigten 'I'heile der Cathedrale, und verliess dann 1805 die 
Stadt, um nach Petersburg zu gehen, wo er die neue Börse mit 
mehreren Gruppen von colossaler Griisse zierte. Er verfertigteiauch 
mehrere Monumente, wie das des Grafen Savadosses, und der Fron- 
ton der Militiirschule wurde mit einem 65 Schuh langen und 15 
Schuh breiten Basrelief nach seiner Zeichnung geschmückt. Dieses 
Werk ist im Mcssager des scicnces et des arts 1825 S. 319 abgebildet. 
Camberlain war Mitglied der Akademie zu St. Petersburg und Bild- 
hauer und Architekt des Gouverneinents von Russland und Geor- 
gien. Er starb in Tiflis, der Ilauptstarlt des letztern Landes. 
Er hat auch einige Schüler gebildet, worunter Huysmauns, Ch. 
van Ophem und Kessels die vorziiglichsten sind. 
Camblasc); IIÜCa; Historienmaler von Genua, genannt Luchetto da 
Genova oder der ligurische Correggio, den er glücklich nachahmte, 
geb. 1527, gest. 1580 oder 85, nach Andern erst 1588. Er lernte 
bei seinem Vater Giovanni, und bildete sich später zu Rom nach 
RafaePs und Mich. Angelds Werken zum geschickten Künstler. 
Er hatte schon als Jüngling von 15 Jahren eine unglaubliche mecha- 
nischeFertigkeit und vollendete erstaunungswiirdige VVerke in einem 
gigantischen Styl. Auf Anratheil seines Freundes, des Baumeisters 
G. Alessi, verliess er diese erste Manier, zog die Natur fleissi er 
zu Rathe, und bemühte sich, mehr Grazie, Anmuth und ein gefälli- 
geres Colorit zu erreichen. In dieser zweiten Manier, Welche er 
ohngefähr 12 Jahre befolgte, sind drei seiner schönsten VVerke: die 
Marter des heil. Georg, welches für sein bestes Bild gehalten wird, 
_ das Martyrthum des heil. Bartolomäius, beide zu Genua, und sein 
Sabinerraub in 'l'erralba, einer Vorstadt Genua's,- von welchem 
lNIc-ngs sagt, dass er die Logen im Vatikan nirgends so, wie in die- 
sem Gemälde gefunden habe. Er malte auch andere verdieustliche 
Bilder, besonders fürSainmlungen, (laruntermehr freie als andäehtige. 
Als ihm seine erste (jattin durch den Tod entrissen wurde, und 
er den Pabst Gregor XIII. vergebens um die Erlaubniss gebeten 
i hatte, seine Schwägerin heirathen zu (liirfen, verfiel er m tiefe
        

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