Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1716680
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Caluigne, 
J ohann. 
Calvart, 
Dionysius. 
seine Studien zu. Paris unter Chaudet fort, und erwarb sich 1805 
auch da den zweiten Preis, bis er nach zwei Jahren den ersten 
äewann, und dazu die Pension zur Vollendung seiner Studien in 
um. Seit dieser Zeit führte er mehrere treßliehe VVerke aus, in 
denen sich ein genaues Studium der Antike, Reinheit der Form, 
geschickte Behandlung des Nackten und ein grossartiger Falten- 
tenvvurf betirhuntlct. 
Eine riihlnliche Erwähnung verdienen: eine Magdalena; seine 
Preisstatue des Archimedes, von 1807:, das Monument des Johann 
van Eyck ilJ Brügge; das Modell eines Sokrates; die colossale 
Statue des Grafen von Egmont, abgebildet im Salon de Gand par 
de Bast p. 1Ö. Sein Monument Pissolfs 1825, mit der Statue der 
Architektur, ist ein hohes Meisterwerk; trefflich war auch die Ve- 
nus Anadyoinene im Pallaste des Prinzen von Oranien zu Brüssel, 
die aber durch Brand zu Grunde ging. Er ist auch ausgezeichnet 
im Basrelief. 
Caloigile ist Direktor der Sektion der Sculpttir zu Brügge, und 
unter seiner Leitung stehen alle öffentlichen Arbeiten. 
Calomato: ßartolÜmeßa Maler der venetianischen Schule, zeich- 
nete sich im 17. Jahrhundert in kleinen ländlichen und städtischen 
Ansichten mit gut cumponirten und bewegten Figuren aus. Sein 
Styl ist anmuthig und lebhaft. Lanzi II. 211 d. Ausg. 
CBlOTi, Rafael, Maler aus Moclena, von dem Lanzi Malereien in 
Sassuola erwähnt, die von 1.152  74 entstanden sind. Eine Ma- 
donna bei den Kapuziner-n daselbst nennt Er im besten Style der 
Zeit gefertiget. 
6211011151, Johann Baptist, genannt Nero, Perspektivmaler von 
Maltha, lernte bei M. Preti, und malte tretfliche Aussichten der 
Festung lVIaltha und anderer Orte. Sein Sohn, Joseph, folgte der 
Manier des Vaters; lebte um 1740. 
ÜülOiZ, Johann Valerius, ein berühmter Portraitmaler zu Prag, 
nach dem J. Ch. Sartorius aus Nürnberg die ganze gräflich Vo- 
racziczkysche Familie gestochen hat. J. Ch. Iiolb hat nach ihni 
Lux Claustri, in 27 Sinnbildern, in Iiupfer gebracht. 
Caltwal- s. Caldwvall. 
Calvart, DlOnySlUS, Historien- und Landschaftsmaler, geboren zu 
Antwerpen 1555, gestorben 1619. Er begab sich als iliingling nach 
Bologna, wurde hier ein Schüler des Prosp. Fontana und L. Sab- 
batini, und zeichnete sich bald so sehr aus, dass er daselbsl. eine 
Schule errichtete, gerade zu der Zeit, als die der Carracci anfing 
sich zu heben , und wirklich hatte er anfangs verschiedene Schü- 
ler, als Guido lleni, Aibani, Doininichino u. s. w., die aber alle 
seine Schule verliessen und in die der Carracci übergingen. 
Calvart war ein Künstler von nicht gemeinen Verdiensten, der 
vielen guten italienischen Meistern gleichzusetzen ist. Er blieb 
seiner Ueberzeuguilg von dem Grüncllichen und Seelenvollen in 
der Malerei treu, wies seine Schüler auf Alb. Dürer, und lehrte, 
wie ein ruhiger Blick tief eindringen müsse in das geheime NVir- 
ken und Schaffen der Natur, aller Oberflächlichkeit und dem täu- 
schenden Schein ein strenger Gegner. Für diese Lehre war aber 
die Zeit nicht mehr geeignet, die ins Sentimentale verloren, auch 
das ernste Nachdenken scheute, und Diirefs Bilder als kalt, tro- 
cken und nicht lebendig genug vervearf. Darum eilten auch seine 
Schüler der Gcnnsseuschalt der Cnrracci zu.
        

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