Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715662
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Johann 
Buonacorsi 
etc. 
weniger bekannt ist sein Vater Franz. Aug. Curracci hat nach 
Letzterem das Bildniss Heinriclfs IV. gestochen. 
Auch nach Jakob Bunel wurde lYIchrercs gestochen. 
Bllntllk, JOlTQUÜ Van; Laudschaftsmailer, geb. zu Utrecht 165d, lernte 
bei H. Zaftleveia und G. Hoet, und bereiste später den grössten 
Theil Deutschlands und Italiens. Er fand überall ausgezeichnete 
Aufnaihlne, und in Rom zog hlaratti, mit welchem Buunik in 
Freundschaft lehte, seine Bilder allen iilmrigen seiner Landsleute 
vor. In der Schilderbent erhielt er den Namen Iieleltrom {Paulse). 
Am Hofe zu Modena malte er achtJahre, und nach seiner Zuriicla- 
kunft nach Holland für den schönen Pallast des Königs Wil- 
helm Ill. von England zu Loo. Auch andere holländische Palläste 
zierte er mit seiner Arbeit. 
Bunnik war einer der geschicktesten Landschaftslnaler, die Hol- 
land hervorgebracht. Strab 1727- Fiorillo D. III. 257. Sein Bru- 
der und Schüler Jakob war ein guter Schlachtenuialer. Dieser 
starb 1725.  
BUUUO Oder BUYIÜ; CÜÜTÜd, ein Buchdrucker, Buchhändler und 
Iinpferfitzer zu Braunschweig um 1650, der sich jedoch auch zu 
VVolfeubiittel aufhielt. Er erscheint in lYIerians Topographie als 
Zeichner, und überdiess ätzte er mehrere Bildnisse, eines derselben 
noch 1695- 
BUHSCU , JCPCUIIEIS, ein Maler von APOlSeTl in der Grafschaft VValdeck, 
arbeitete einige Jahre bei Quitter zu Cassel, und wurde dann Hof- 
nialer seines Iianclesherrn. Er starb 1752 als Bürgermeister in sei- 
ner Geburtsstadt. 
Buonacorsi, auch Bonacorsi, genannt Perino oder Pierinu 
del Vflga, berühmter WIaler, geh. zu Florenz 1500, _gest. zu 
 Rom 1547. Andrea de' Ceri, ein mittehni-issigei- Maler, unterrich- 
tete ihn in den Anfhngsgriinden der Kunst, bis er in die Schule 
des Ridolfi Ghirltixidajo ham, wo er bedeutende Fortschritte Inachte." 
Später nahm ihn der Ilorentinische iVIaler Vaga als Gehiilfen zu 
sich, und hierauf kam er in gleicher Eigenschaft zu Perino, wess- 
wegen er den Beinamen Pcriuo del Vaga erhielt. In Rom nahm 
ihn Rafael unter seine Schiller auf, und hier wvurde er neben Franceseo 
Penni und Giulio Romano der innigste Freund und Hausgenosse 
des Meisters, so wie er überhaupt nach Giulio die bedeutendste 
Stelle unter Ilafaefs Schülern einnimmt. Er leistete dem Johann 
da Udine bei den Malereien der rafaelisehen Logen Beihiilfe, und 
verfertigte nach ilafaefs Äeichnung die Socltelbilder in Chiaros- 
curo unter den Fenstern. Diese stellen Gegenstände aus der heil. 
Schrift vor, aber sie zeigen nur noch weilige Spuren ihres ehema- 
 ligezl Daseyns, und ihre Compositionen sind daher nur durch die 
Iiuplerstiche des Santo Bartoli der Nachwelt erhalten. Ihm schreibt 
Vasari auch die meisten der unter Paul III. in der Stanza della 
Segnatura ausgeführten Soclielbilder zu, allein einige neuere Schrift- 
steller halten diese für Werbe des Polidoro da Caravaggio, wäh- 
rend andere hierin uxehr den Styl del Vagcfs erkennen wollen. l 
Von ihm sind ebenfalls die historischen und allegorischen Male- 
reien im grosseim Saale des Tori-e di Borgia, und in einem Zim- 
mer dieses (icbändes, bekannt als der Ort, wo auf Pius IV. Befehl 
der Cardinal {Iaraffa hingerichtet wurde, ist ein schöner Pries, wel- 
cher mythologische Seenen vorstellt, ein ganz unbekannt geblie- 
bones Wcrh des Perino del Vaga. Dieser Künstler war zugleich
        

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