Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715589
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Biirmann, 
M. --Buffalmacc0, 
Buonamico di Christofzanb. 
Bürmann, NL, Zeichner und Kupferätzer aus Holland, verfcrtiglß 
Landschaften im Geschmacke Iilen els. Er starb "un zu Anfall" 
g l 5 v 
unsers Jahrhunderts. 
Büttgen, Landscllaftsinaler zu Stuttgart, ein geschickter Künstler in. 
Nachbildung charakteristischer Naturerscheinung. Seine Bilder sind 
von Heissiger Ausführung, ellielstvoll und duftig in den Fernen. 
Bufagnottl, Carl AIIIIOI), ein geschickter Delioratiunsmaler, der 
um 1690 zu Bologna und in Genua mit J. Orsuni und V. Bigarius 
arbeitete. Er radirte 60 Blätter Decoratiuxxen für das Theater. 
nach Galli-Bibcnäs Erllndung, und andere nach M. A. Cliiariimi 
und L. Parti. 
Bllfilllnl, Franz; Baumeister, Zeichner und Iiupferstecher von Ur- 
hino, arbeitete um die Mitte des 16. Jahrh. zu Rom. Er gab 1551 
einen Plan der Stadt Ilmn heraus, der in 2-1 Holztafeln besteht u. 
äusserst selten ist, so dass in Rom nur die Barberina ein vollstän- 
diges Exemplar besitzt. Der Künstler nennt sich in der Zueigxlung 
an den römischen Senat, nicht Franz sondern Leunard, und so- 
mit scheint letzterer der richtige Taufnahme des Bufalini zu seyn- 
Der Plan stellt Rum dar mit allen seitdem so sehr verminderten 
Triimnxern des Altertlxunls. Bulhlini arbeitete auch Mehreres nach 
H. Fontana. 
Ein anderer Iiiinstler dieses Namens, Peter Andreas, war eben- 
falls Baumeister und Iiupferstecher aus Ürbino; dieser arbeitete 
aber um 1680, und erlangte ebenfalls Rufiin seinem Fache. 
Bulfa, Anton, BQPOII V01), ein sehr geschickter Zeichner aus 
Valsugana. Seine Zeichnungen sind mit der Feder in einer sehr 
anwenehmen Manier ausgeführt, fast alles mit langen Strichen. E? 
so]? auch schöne Landschaften und Batailleu gemalt haben. Dieses 
Iiiinstlers erwähnt das tyrolische Iiiinstlerlexicon; aber es bestimmt 
dessen Lebenszeit nicht. 
Buffalmaceo, Buonamico di Christofano, ein flgpßntinigchcf 
Maler und Schüler des Andrea Tali (nach andern des 'I'adde0 
Gaddi). 
Es ist zu befiirchten, dass BulTalmacco nur der Dichtung ange- 
 hört, und auf keine Weise der Kunstgeschichte, und neuere For- 
scher, haben auch nachzuweisen gesucht, dass Vasari die Existenz 
und Persönlichkeit dieses Malers aus der Luft gegriffen habe. Als 
lustiger Charakter mochte er eine gewisse populäre Celebrität und 
jene stechenden Beinamen, Bullalmacco und Buonamico, erhalten 
haben, welche Boccaz und Sacchetti ihm beilegen. Als Maler in- 
dess würden wir ihn in alten Verträgen und Zahlungen aufzusu- 
Chen haben, doch nur unter seinem wahren Tauf- und Vatersna- 
men, welcher zweifelhaft ist. Was Vasari von diesem Künstler 
meldet, beruht auf einer Verschmelzung der Nachrichten des Ghi- 
berti von einem Maler Buonamico mit jenen Novellen des Boccai 
und Sacchetti. Der Beiname Bulfalmacco gehört dem Boccaz an, 
Buunamico dem Sacchetti und Ghiberti. Vasari ist der Erste, der 
beide in seiner angeblichen Lebensbeschreibung des Buonamicß 
Bullalmacce) verschmolzen hat. Es wird hier wohl unmöglich seyll, 
das Erdichtete von dem Geschichtlichen zu sondern; um so mehr, 
 da Manni (veglie piac. III. p. F. ed. Ven. 1762) behauptet, das? 
man den Maler Buonamico di Christophanu, den er ebenfalls BuP 
falmacco nennt, erst im Jahre 1351 in die Malerzunft aufgenoiw
        

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