Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715573
Biiring , 
Johann 
Gottfried. 
B iirlael , 
Heinrich. 
189 
ein reiner Sinn fiir wahre Natur und ein hoher Flug in das Gebiet 
der Ideale. l_i'X'll0l' den von diesem Künstler gemalten Bildnissen 
befindet sich auch das von Güthe; das Bildniss Herdens hat C. 
lN'Iiillei' gestochen. In Betreff der Aquarellbilder Biii-Ys spricht sich 
besonders Göthe in seinem Winlaclmann S. 556 mit Lob aus. Er 
wird hier der beste Iiiinstler in Behandlung dieser Art von Male- 
rei genannt. 
Bufmg, JOhülln Gütlllifled, ein Baumeister, der 1751i zu Berlin 
in königliche Dienste trat. Er ist wahrscheinlich der Sohn des 
Hofziminernieisters Biiring, der an vielen in Berlin gebauten Häu- 
sern Antheil hat, und der 1758 die Ilundebriiclae baute, Unser 
Iiiinstler baute vieles zu Potsdam und fertigte mit le Geay die 
Zeichnungen zu dem neuen Schlosse bei Sanssouci. Er lebte noch 
1786, als Nicolai seine Nachrichten von Berliner-Künstlern schrieb; 
befand sich aber damals in Italien. WVir konnten seine Spur nicht 
weiter verfolgen. 
Bllfliel, HClnrlCll, ein ausgezeichneter Maler, der 1302 zu Pir- 
masens geboren wurde. Fr war anfangs zum Iiauiinanne bestimmt, 
fand aber keine Neigung zu diesem Stande und zog es daher vor, 
beim Friedeusgeriehtc Bureautlienste zu leisten. Dabei zeichnete 
er schon in friihei- Jugend, was ihm VOPlHlnl, und zeigte bald ent- 
schiedenes Talent zum Iiiiustler; laonnte aber doch erst in seinem 
zwei und zwanzigsten Jahre sich mit Ernst der Iiunst vvidmen. Zu 
dieser Zeit sah der Regierungspräsident StichanerZeichnungen von 
dem jungen Iiiinstler und dieser beredete seine Eltern, Besitzer ei- 
nesßiasthofes, den Sohn nach Nliinchen auf die Akademie der 
bildenden Iiiinste zu schicken. Hier verfolgte Biirlsel mit Eifer 
seinen VVeg, studirte nach der Natur und nahm sich vornehmlich 
BuysdaePs, Ostadds, Wiynanfs und Wouvermans Bilder zum Mu- 
ster, und wurde in hurzer Zeit einer der vorziiglichsten Tiiinstler 
seines Faches. 
Biirkel hat eine bedeutende Anzahl von Gemälden gelie- 
fert und damit schon früher seinen Ruf begründet, als er nach 
Rom ging. Hier machte er eifrige Studien und führte selbst meh- 
rere Bilder aus, die Seenen aus dem italienischen Vollisleben vor- 
stellen und allgemeinen Beifall fanden. Zwei sehr schöne Gemälde 
aus dieser Zeit besitzt Thorwaldsen, und ein anderes trePfliches, 
die Kneipe lNTezza Via, Iiiiuig Ludwig vonBayex-u. Im Jahre 
1852 kehrte der liiinstler, mit Skizzen und Studien bereichert, aus 
Italien nach Drliinehen ZtlrilCli, wo er noch gegenwärtig seiner 
Iiunst obliegt. Seine Gemälde bestehen in Landschaften mit Thie- 
ren stallirt, in Seenen aus dem Volkslebexi des bayerischen Hoch- 
gebirges und 'I"jr0ls, oder der Umgegend von Rom. Diese Schil- 
derungen aus dem ländlichen und gemeinen Leben zeichnen sich 
durch eine sprechende Auflassung von IJVahrheit und Individualität 
aus, und besonders seine italienischen Volksscenen durch eine 
 solelieLebentliglieit und Absichtlosiglseit der Darstellung, dass sie 
uns "W16 mit einem Schlage in die VVirlilichkeit versetzen. 
BllfkßPS Gemälde sind in ganz Deutschland verbreitet; mehrere 
hat der Kronprinz von Sachsen; der Grossherzog von Baden; ei- 
lies malte er für den Iiönig von Württemberg; für den Doxnherrn 
Spiegel; 111? den Banquier Wagner in Berlin u. s. w. Ein grus- 
ses Bild bßSitZt der Herzog von Cambridge, und der hanoversehe 
Kunstverein liess für die Mitglieder desselben ein solches litbotira- 
phiren. Es stellt einen Transport von Briganten durch die S ir- 
ren vor. 
        

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