Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715537
Buch olt , 
Buchsbaum 
oder 
Pnchsbzulm , 
Hans. 
185 
Das Bilclniss der verewigten Königin von Preussen, nach Tcrnite. 
Das Denlunal der liönigin von Prensscn, nach Schadow. 
Dr. I.uther verbrennt die piibstliche Bulle und das canonische 
Recht, nach F. Catel, ein Capitalblatt in gr. qu. Fol. Bei 
WVeigel ist ein Probedrucl: anx lettres tracees für 8 Thlir. aus- 
geboten. 
Christus das Brod und den lielch segnend, nach C. Dolce, Fol. 
Die Schönheit der Abdrücke bestimmt die Preise. 
ITrietlrich Wilhelm HI. von Preussen, in ganzer Figur, nach Ge- J 
rard, gr. Fol. (11 Thlr.) 
Das Standbild des Generals Scharnhorst, in der Abbildung von 
Rauchs NVei-hen. 
Bildniss des ehrwürdigen Liederdichters Paul Gerhardt, nach 
dem in der Hauptkirche zu Berlin befindlichen Originalge- 
miilde, 1855- Imperialfol. und Medianformat. 
Bucholt, F. v. S. Bocholt. 
Buchsbaum oder Puchsbaum, Hans, ein trelflicher Baumeister 
des 15. Jahrhunderts, der am Stephansdom in VVien seine Kunst 
iibte. Ueber den Bau dieser lYIetropole herrschten bisher viele 
falsche Nachrichten, die fiir wahr angenommen wurden, und sich 
von einem zum andern verbreiteten. S0 hiess es, Hans Buchs- 
baum habe, nachdem er schon früher unter Kaiser Friedrich IV. 
und liönig Ddathias den hohen Chor des Iiaisers Budolph gewölbt 
hatte, den Thurm an der Nlitternachtseite gegründet, und, so weit 
er sich jetzt erhebt, aufgeführt. Dieses verhält sich nicht so, wie 
F, 'l'schischka in seinenrHfei-lae: "Der Stephansdom in VVien und 
seine alten Deukmale der Iiunst, VVicn 1832" urkundlich darge- 
than hat. Die Seitenthiiicme gründete 1359 unter Rudolph IV. ein 
VVerlameister, Namens YVenzla, aus dem Iiluster Ncubnrg, und setzte 
den an der lYIiLtagsseite bis zu seinem 1.107,1 erfolgten Tode fort, 
brachte ihn aber, nur bis zu zwei Drittel der Höhe. Nach ihm 
iihrrxiahm Peter von Braehawitz die Arbeit am 'I'hnrme bis zum 
Jahre 1.1.20, wo Hans Buchsbaum an seine Stelle trat, und im 
Jahre 1-i53 die Spitze des Thurmes aufsetzte. Auch legte er die 
Hand an den zweiten Thurm, dessen Vollendung jedoch unterblieb. 
lNIan hat bisher angenommen, dass Hans erst 1446 nach Anton 
Pilgranfs Tod als NNerlsmeister des Baues aufgetreten sei; dass 
er 1.159 die eigentliche (jrundveste des zweiten Thurmes gelegt 
habe, und nach vier Jahren gestorben sei. 
lYIan erzählt auch, Pilgram habe den Buchsbaum, dem noch als 
Lehrjnngen die Führung des zweiten 'I'hurlnbaues aufgetragen wor- 
den, aus Neid vom Gerüste gestürzt. Dieses haben Schriftsteller 
oft wiederholt, und es hat sich eine förmliche Volkssage erhalten, 
die sich an ein uraltes Bildwerk des Domes lehnt. Am Riesen- 
thore nämlich sieht man in der Höhe einen Jüngling, der seinen 
verletzten Fuss auf das andere Knie zu stützen scheint. Schon 
'l'illmetz, und nach ihm Ogesser und Fischer, haben in dieser 
Sage, deren sich viele an alte Baudenlunale knüpfen  man erin- 
IICW Slfh nur an die vom Teufel und dem Lehrbuben beim Baue 
der Bruclse und des Domes zu Regensburg u. s. w.  ein Miihr- 
chen erkannt, und dieses mit Recht, denn TSClliSChliil fand, dass 
Anton Pilgraiu erst zu Anfang des 16. Jahrhunderts als Vilerkmei- 
Ster dCS Sh Stephan erschienen. 
Unter der Leitung des Hans Buchsbaum führten im Jahre 1450 
mehrere geschickte Steinmetzen die trelfliche Iianzel aus,_und die- 
selben Meister arbeiteten auch die beiden Brustbiltlet dieses Mei-
        

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