Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715405
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Bruneleschi , 
Fi1ipPo' 
Bruneleschi , 
Giovanxli. 
tet und daher wollte man bei allen veichtigeil Unternehmungen sit 
seiner Iiunst bedienen. In Mailand entwarf er den Plan zum F 
stungsbaue. Von ihm sind auch die Plane zum Vico Pisano, C 
der beiden Citadellen von Pisa, der Befestigung von Ponte a M9 
und des Ports am Ilafen zu "Pesaro, lauter Beweise seines unifk 
senden Talentes. 
Der Grossherzog Cosmus von lYIedici liess durch ihn die Alll 
der regulirten Chorherrn zu Ficsolc erbauen, und etwas spät 
(1425) erhob sich unter seiner Leitung zu Florenz die schöne ß 
silica S. Lorenzo, zu welcher er jedoch den Grundplan nichtä 
 macht hatte. In diesem Gebäude, so wie in S. Spirito, ist 
Styl der ältesten Kirchen in Rom nachgeahmt. Man sieht antil 
Säulen mit Rundbogen und flacher Decke; der liiinstler setzte w 
die Siiulenlanüufe, von denen sonst unmittelbar die Bogen aufste 
gen, erst noch das vollständige Gebälk. S. die Abbildung b 
düägincourt. 
 Derselbe Cosmus trug dem Künstler auch auf, ein Modell 1 
einem prächtigen Pallaste zu machen. Bruueleschi erfasste mit B1 
geisterung seinen Plan, aber der Pallast schien dem MeilieI-ier 1 
gross; er wollte den Bau nicht unternehmen, und der Iiiinstlt 
vernichtete aus Verdruss sein Modell. (losnius bereute es in dl 
Folge, dass er das Werk eines Mannes nicht angenommen, de 
sen Talent er schätzte. Später erbaute er den berühmten Pn 
last Pitti, den größten in Florenz. Indessen führte Brunelescl 
den Bau nur bis zur zweiten Etage, die Ammanati vollendete, S 
wie das Innere des Hofes, wovon die Originalzeichnungen verll 
ren gingen. Unvollendet hinterlicss er auch die oben erwähnt 
Kirche St. Spirito, die er auf den Ruinen der alten zu bauen bI 
gmn. Diese Kirche gehört zu den schönsten architektonische 
enlunälern in Florenz. Uuvollendet ist ebenfalls der kleine runC 
Tempel degli Angeli. 
BruneslechPs grösste Thätigkeit ist also in Florenz zu suche: 
allein auch auswärtige Fürsten nahmen ihn in Anspruch. Der Mal 
quis von Mantua liess durch ilm Plane und Modelle ferti en un 
als Pabst Eugen IV. von Cosmus von Medici einen geschiciten A! 
chitekten verlangte, schickte ihm dieser den Bruneleschi mit einer 
Briefe, der mit den Worten endigte: "Ich schicke Er. Heilighei 
einen Mann,' der die Welt umzudrehen im Stande wäre", was m1 
seinem unbedeutenden Aeusseren sonderbar contrastirte.  
Von seinen Bildhaucrarbeiten hat sich wenig erhalten. In S. M6 
ria Novella ist ein schönes hölzernes Cruzifix, bei Cicognara abgf 
bildet. 
In S. Maria del Fiore ist der Künstler begraben und auf seiner 
Denlsmale sieht man seine Büste mit einer Inschrift. 
Bruneleschi bildete mehrere Schüler, und darunter geschickt 
Künstler, die nach den Planen und unter der Leitung des lYIei 
sters arbeiteten. Ein solcher war Luca Fancelli, der beim Bau 
des Pitti verwendet wurde. Der berühmteste seiner Schiiler abe 
war Michelozzo, der in des Meisters Fussstapfen trat und in sei 
ner Weise arbeitete. Auch Anton Manetti und Bigiano zählt m41 
unter Seine Schüler. Vgl. Quatremere und Vasari etc. 
Bruneleschl! GlullÜ, ein Maler aus Udine, der 1551 geborßl 
wurde, und wahrscheinlich die Iiunst bei Pellegrino da S. Danielll 
erlernte, wie dieses eine Verkündigung zu Udine beweiset, welch" 
er im Style dieses Meisters ausgefiihrt hatte. 
Dieser Künstler starb um 160g. 
Bruneleschl, Glovannx, ein Maler von Verona, machte sich am!
        

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