Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715333
Brun, Charles le.  Brun, Louisc Elise le. 165 
annalim. die sich immer mehr von den wahren Grundsätzen ent- 
fernte.  
Dieser liünstler hat auch einige Blätter geätzl. 
Die vier Täigszciteu, i Blätter, qu. Fol. 
Das ßrusthild des Carolus Burromäus, nach Gabriel Le Brun, 
oval Fol. 
liin liind auf einem Kreuze kniend, qu. Fol. 
Nach seinen Werken haben die berühmtesten Meister gestochen. 
Der Stiche von Audran und Edelink haben wir bereits erwähnt, 
und fügen bei dein Letzteren nur noch das Crucifix und die grosse 
These mit Ludwig XIV. zu Pferd bei. A. Loir stach den liinder- 
innrd, und die Bilder der Gallerie zuVersailles verschiedene Meister. 
Noch kennt man von ihm: 
liecneil de divers dessins de Fontaiues et de Frises maritimes 
inventvz ct dessignez par Mr. Le Brun etc., 20 Blätter in Yol. 
Verschiedene dieser Stiche sind mit C. L. B. bezeichnet. 
Auch auf einigen Stichen im Werke: la petite Gallerie du Louvre 
du dessin de feu Mr. Le Brun, stehen die Initialen C. le B. 
Bftlll, 11011150 EllSß le, geborne Vigee, Historiem, Portrait- und 
lmndschaftsmalei-in, geb. zu Paris 1755 oder 58, eine berühmte 
liiinstlerin. Sie hatte keinen Lehrer, nur an Joseph Vernet und 
Grenze fand sie freuudschaftlichetathgebcr  und brachte es 
doch soweit , dass sie schon 1780 in die Akademie aufgenommen 
wurde. Von dieser Zeit an spielte sie eine grosse Rolle, besuchte 
Italien, auch Russland und England, wurde aber in London nicht 
sehr galant empfangen, indem einer der geschätztesten Maler es 
übernommen hatte, ihre VVerke in einem Pamphlet herunter zu 
setzen, und zu beweisen, dass ihre Zeichnung uncurrekt und alle 
ihre N-Virkung nur durch ihre manierirte Schattengehung hervor- 
gebracht sei. Indessen gelang es ihr doch, sich geltend zu ina- 
chen, und die reichen Lords zu blenden. Zwei Hauptstücke 
welche ihren Ruhm verbreiteten, sind ein Kniestück des Prin- 
zen von Wales, und ein anderes der Signora Grassini als Dircäa. 
Sie wusste das Auge durch sauber vollendete Drapcrie, Sannnt, 
Spitzen etc. und durch einen Prunk von Regenbogen-Farben zu 
bestechen. Jedes Portrait kostete 500 Guineen, jedes ganze Gemälde 
1000 Guiueen. Einer Gruppe des Amphion war sie nicht gewach- 
sen,  sie verunglückte und erweckte die Iiritik.  
ln Petersburg malte sie das Bildniss des Kaisers und der Kaise- 
rin und mehrere Grosse. auch wurde sie zum Ehrenmitglied der kai- 
serlichen Akademie ernannt. llebrigens beehrten sie auch andere 
Akademien mit ihrer Aufnahme: die zu Copenhagen, zu Bologna, 
Parma, St. Luca zuiPtum, Berlin, Rauen, Genf und 1828 noch 
die zu Vaucluse. 
Im Jahre 1790 malte sie, wie Angelica Kaufmann ein Paar Jahre 
früher, für die Akademie zu Florenz mit lleissigem und zartem 
Pinsel ihr eigenes Portrait, welches Göthe die Veranlassung zu 
991er Vergleichung beider Künstlerinnen gab. Vorzüge gegen Vor- 
"ljlgß gehalten steht das Bild der Angelika, mit dem zarten gemiith- 
liehen Blick, in Hinsicht auf Geist und Talent höher, wenn auch 
in Betracht dessen, was blosse Iiunstfertigkeit ist, die Waage nicht 
entschieden zu ihren Gunsten sich neigen sollte. S. Winlselmann 
und sein Jahrhundert S. 518. 
Ürltßl" die vorziiglichsten Werke dieser Künstlerin zählt man: 
lhr Aufnahmsslück in die Akademie, das den Frieden darstellt. 
der die Ahundaiatia zurijckfiihrt, und die Venus, die dem Amor 
die Flügel bindet, beide gestochen von Picrre Villc. Landen lobt
        

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