Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715249
156 
Brubach 
oder 
Brallbach. 
Bruckmann , 
Peter. 
Brllbaßh Oder Braubacll, Buchdrucker, Iitlpferstechcr und Form- 
schneider ZU Ffilllliilllfl 3- M- VVerke von ihm werden wohl in li- 
terarischen Erzeugnissen seiner Zeit zu suchen seyn , namentlich in 
denen, welche Feyerabenrl zu Tage förderte. Er ist wahrscheinlich 
 derselbe Rwßrubach, der 156? gestorben ist, und in der Peters- 
 kirche zu Frankfurt begraben liegt. 
BPIICQ, Wilhelm, einer der besten englischen Architekten, der um 
 den Anfang des 18. Jahrhunderts bllihte. Er erbaute 1702 den 
 ,Pallast Hopeton in Schottland. Das Gebäude, welches mit einem 
Porticus geziert ist, zeigt gute Verhältnisse und gefällige Propor- 
tionen. Näher beschreibt es Quatremere im dict. (Parchitecture. 
Brucker, NICOlZiIIS, Maler von Tl-udering bei NIiinchen, der Sohn 
eines Bauers, hatte das Gliich, an der Churfiirstin Maria Anna, 
die den Knaben bei der Iirohxlleiehnams  Prozession sah, eine 
zweite Mutter zu finden, die ihn erzog und immer um sich be- 
 hielt. Hier fing Brucker aus eigenem Antriebe an, Miniaturbilder 
aus ihrem Gebetbuche zu zeichnen, und zuletzt liess ihn Churfiirst 
Maximilian I. in der Malerkunst förmlich unterrichten. Er brachte 
es in der Miniaturlntllerei weit, und auch in der Oelmalerei lei- 
stete er Lobenswerthes, wie einige Altarbliitter, besonders Cruciiixe, 
und verschiedene Portraite von lWlitgliedci-n des Hauses Bayern be- 
weisen.  Im Jahre 1653 malte er den Churfiirsten in Lebensgriisse, 
 und ausserdem noch mehrmalen im lirustbilde. 
 Brucker wurde unter Ferdinand lllaria lluflnaler. Diesen Fiir- 
 sten unterrichtete der Künstler 8 Jahre in der Zeichnungslaunst 
und in der Malerei, und fertigte fiir ihn auch vicle zarte Minia- 
turen. Besonders zierte er für denselben zwei OFficia beatae vir- 
ginis, eines in 8., das Wandere in noch kleinerem Formate. 
 Dieser Künstler kann in alten 'l'agen, da seine VVohlthäterin be- 
 reits 1655 gestorben war, in die misslichste Lage, und so musste 
der arme  sich durch seine Iiunst zu ernähren, zu- 
letzt Hiihnersteigen verfertigen, und sie selbst auf dem Markte feil- 
 bieten. Im Jahre '169..'t befreite ihn endlich der Tod von seinem 
sorgenvollen Leben. Man schrieb zu seiner Zeit den Namen des 
Künstlers auch Prugger, und auf einem von Wening 1676 nach 
 ihm Yrcstochenen Bildnisse des Arztes Mapheis steht: N. Brug. 
Wir fänden in archivalischen Dokumenten, dass sich der liiinstler 
selbst immer Brucker oder Bruckher geschrieben habe. 
Bruckmann, Peter, fein ausgezeichneter Medailleur zu Heilbronn, 
wo er 1785 geboren wurde.- Dieser Iiiinstler ist der Sohn eines 
Goldschmiedes, der ihn in seiner Kunst unterrichtete; als Gra- 
veur und Ciseleur bildete sich "der junge Iiiinstler selbst. Später 
 fand er Gelegenheit, auf der k. k. Akademie in Wien den Studien 
obzuliegen, und hierauf in Paris seine Bildung zu vollenden. Seit 
dieser Zeit lebt er in Heilbronn seiner Iiuust, und erwarb sich 
besonders durch seine, in Stahl geschnittenen Modelle für Silber- 
und Goldarbeiter einen riihmlichen Namen, denn cr_ beurkundet 
in diesen einen reinen Sinn und gelüuterten Geschmack. 
 Bruckmann hat auch sehr schätzbare Medaillen geliefert. Hieher 
gehören die mit den Bildnissen des Iiönigs und der Königin von 
VViirtemberg, und jene auf Luther und ZwinglL. Die letzteren 
verfertigte er zur Feier des in Zürich und Winterthur stattgehab- 
ten Jubelfestes der Reformation, und beide sind in der Lebensbe- 
schreibun Zwinglis, die 181g erschien, abgebildet.  
Vortitefffich ist auch die grosse Medaille auf Jakob Laurenz Iio- 
ster, mit dem correlat, schön und tleissig modellirten Brustbilde,
        

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