Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715231
Browne, Alexander.  Brnant, Liberal. 155 
seiner Beihiilfe in der Kuppel der St. Paulskirche. Mehrere nach 
ihm gestuchene Blätter fiihrt l-"Ieineclae an. 
Browne wurde zu Anfang des vorigen Jahrhunderts gebogen, 
und starb zu Edinburg 1737. 
Browne a Alexandßf, Miniaturmaler, Iiupterstecher mit der Nadel 
und in Schwarzkunst, und Iiunsthändler zu Londonw Er gab 
mehrere Bildnisse in seinem Verlage heraus; von ihm selbst gefer- 
tiget aber sind nur]. drei: das von Carl IL, jenes der Gräfin Stuart 
und des Prinzen von Oranien. 30 seiner Aetzungen findet man 
in dem VVerke, das er 166g in Folie herausgah, unter dem Ti- 
tel: Ars yictoria, or an academie , tracting of drawing, painting etc. 
BTÜWÜÜ 9 MISS, geschickte Genremalerin zu London um 1805. Ihre 
Lebensverhältnisse sind uns unbekannt. 
Bru, llIOSGD VICGMC, Historienmaler, geb. zu Valenzia 1682. Er 
hatte schon von Jugend auf grosse Neigung zur Kunst, und un- 
terliess auch dann nicht, als er llIl 18. Jahre den Cursus der Theo- 
logie vollendet hatte, in dem Atelier des Conchillos zu zeichnen 
und zu malen. Die ganze Stadt interessirte sich für dieses in jeder 
Hinsicht ausgezeichnete Talent, und sein Ruf verbreitete sich so 
sehr, dass Palomino mit Vergnügen ihn zum Mitarbeiter wählte; 
doch Bru starb schon im 21. Jahre, wesswegen seine Gemälde sel- 
ten sind, aber vortrefflich. Er war auch lYIusilter; spielte die 
Harfe und blies so gut die Flöte, als er den Pinsel fiihrte. 
Seine Zeichnungen kaufte ein Fremder um hohen Preis. Quilliet. 
Ein J. B. Bru oder Brii arbeitete zu Madrid als Iiupfersteeher. 
Er gab eine Sammlung von Thieren aus dem Naturalien-Cabinet 
heraus.  
Bruandet; französischer I.andschafts-, See- und Architeltturmaler, 
bildete sich nach Ruysdael zum geschickten Iiiinstler. Er war ein fleis- 
siger Nachahmer der Natur, und sorgfältig in der Ausführung sei- 
ner Gemälde. Waldgegenden wusste er besonders schön darzustel- 
len. Er malte in Oel und Gouache, und starb 1804. Landen 
paysages et tableaux de genre du Musee Napoleon. Paris 1305, I- 
92. Er ist wahrscheinlich Eine Person mit Brunaudaut, nach wel- 
chem Piquenot die Abtei von Paraclet, die Reste von Abaillardk. 
Oratorium, sein und Heloisens Grab u. a. gestochen hat. Dieses 
letzteren erwähnt Heinecke. 
Bruanta Llbäral; ein geschickter Baumeister zu Paris, der um die 
Mitte des 17. Jahrhunderts blühte. Er war Architekt des Königs 
und Mitglied der Akademie der Baukunst, aber sein Name ist we- 
niger bekannt, als es seine Werke verdienten. 
Es ist nicht ganz bestimmt, ob ihm die Zeichnung zu der Kirche 
des Hospitals, das unter dem Namen Salpetriere bekannt ist, allein 
angehöre; wenigstens sind die Meinungen zwischen Bruant und 
19 Vßau getheilt. Er hatte Antheil an dem Baue der Augustiner- 
kirehe am "Siegerplatze, sein grösstes Werk aber ist das Hotel der 
lnvaliden zu Paris, zu welchem er den Plan vertertigte, so wie er 
auch den Bau leitete. Bruant gab 1685 von diesem Baue ein 
Werk mit schönen Iiupfern heraus, und auch fiir BlondePs 
Architektur wurde es gestochen. Einige eignen diesem Künstler. 
oder seinem ältern Bruder, ein Monument zu, das verdient hätte, 
erhalten zu werden. Es ist dieses das Frontispice des Hauses der 
Tuchhändler (rue des Deehargeurs) zu Paris. Dieses Werk existlrt 
nur mehr im Iiupferstiche der arehitecture franc. III. 2.
        

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