Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715139
schönem und den Dom neu zu bauen, der Fall. Auf vielen All- 
driicken sieht man noch die Spuren des ausgeklopftcn Namens und 
statt dessen das: Snivant le dessein de Broebes. 
Ausserdeni stach Bruches auch einige Blätter nach S. Bourdon, 
fiir die erlifices de llome von Desgotlets, Titelkupfer zu Bloudels 
Cours d'Architecture und zu der Art de jetter les bombes. 
Im Jahre 1720 wurde er nach Barby berufen , um den von Simo- 
netti begonnenen fürstlichen Pallast zu vollenden. Hier starb der 
Iiiinstler auch nach einigen Jahren. 
Broecli, CPISPIII van (lßr, lYIaler, Iiupferstecher und Architekt, 
geb. zu Autwerpexi um 1550, gest. in Holland 1602. Dieser, für 
seine Zeit ausgezeichnete, Ilistorienmaler war ein Schüler von Fr. 
Floris , aber weniger nianierirt, als dieser, und besonders in Dar- 
stellung des Nackten geschickt, daher er denn gerne nackte Figu- 
ren in seinen Gemälden anbrachle. Er hat sich auch als geschick- 
ter Stecher gezeigt, sowohl mit dem Grabstichel als in Helldun- 
kel. Seine Werke sind bald mit dem Namen Crispin oder Cris- 
pyn, bald Crispiaen, Crispan, Crispiniaen, Crispi und Crispine 
bezeichnet. Dieses verleitete den Abbe lVIarolles, so viele verschie- 
dene liiinstler aus ihm zu machen. Ausserdem bezeichnete er seine- 
Werke auch mit dem abgekiirzteix Namen und mit verschieden ge- 
ordneten lYIouugrnmmen. 
Zu seinen schönsten und zum Thail seltensten Arbeiten ge- 
hören: 
Vier Stiicke in Helldunkel mit seinem Zeichen: Die Verkündi- 
gung, der Besuch bei Elisabeth, die Anbetung der Hirten 
und die Anbetung der Könige. In runder Form; sehr sei-teil. 
Strutt nennt noch ein fünftes Blatt: Die Beschneidung, 
Die 1' Tage der Schöpfung, eine Folge von 7 151.; Pol.  
Eine andere ähnliche Folge, welche mit Adam und Eva", die 
die verbotene Frucht essen, anfängt, und mit dem Thurinbau 
zu Babel endet. g 31.; F01.  
Das Leben der Maria, eine Folge, welche anfängt mit dem 
Opfer Joachims und mit der Himmelfahrt schliesst. 19 Bll; Fol- 
Der Heiland" in einer Taufhalle sitzend, wo wrrschiedelne Per- 
sonen sein aus den Wunden fliesseildes Blut sammeln; kLFol. 
Christus am Kreuze, unten Maria und Johannes, in einer Ein- 
fassung mit Passions-lnstruxnenten. 
Nach Broeck haben ebenfalls nxehrere andere Künstler gestochen. 
BPOGCB, Barbara van der, die 'I'ochtei' Crispins, geb. zu Ant- 
werpen 1560, lernte das Zeichnen und Hirpferstechen bei ihrem 
Vater, vervollkommnen: sich aber nachher_1n Fiihrungkles Grab- 
stichels bei J. Collaert. Ihre Figuren sind wohl gezeichnet, die Iiöpfc 
haben Ausdruck, die Extremitäten sind verständig behandelt, aber es 
gabricht dem Ganzen an Uebereinstimmung von Licht und Schatten. 
Unter ihren VVerken zeichnet man aus:  
Das jüngste Gericht, nach ihrem Vater, ein mit dem feinsten 
Grabstichel bearbeitetes und ganz in M. Buta's Geschmack voll- 
fmflßtes Blatt; gr. Put.  4' 1,  
Enlß_ heil. Familie, mit Crispiifs Zeichen und BÄßliä 5c. bep 
'ZßlCl'H'lel; F0],  
Simson und Dalila. Crispin inv. B. fecit; qu. Pol. 
lYIandunia vor Scipio. Barbara fecit; gr. Pol.  3   
Venus halt Adonis zurück. B. lil. fec.; qu. FulÄrgf i!  
"Barbara bezeichnet ihre Blätter mit: B. fecit, Barhara mit. 13- 
 B. Filia, B. Filia Crisp. sc.   
NaglerÜS KiinstIer-Lex. 1 I. Hd. 
10
        

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