Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1715003
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Breughcl , 
Johann. 
Breydel , 
Carl. 
ehemals die vier Elemente von diesem Künstler, gegenwärtig befin- 
det sich aber nur mehr das Feuer unrl Wasser dort, indem die 
beiden übrigen Darstellungen in Frankreich, wuhin sie als Iiunst- 
beute gingen, abhanden kamen. Schner hat diese Bilder im; in 
Scbwarzkunst geschabt. 
Mechel erwähnt auch eines Blumen-Breu hels, allein dieser ist 
wohl Eine Person mit unserm Iiiinstler, da derselbe auch trelTliclie 
Blumen uralte. 
Nach Johann Breughel wurde von W. Heller, den Sadelern u. a. 
vieles gestochen; er selbst aber hat nur vier Landschaften radirt, 
bezeichnet: J. Sadeler exe. qu. Fol. 
Brßllghfäl, Johann; der Sohn des Sammt-Breughel, malte in der 
Manier seines Vaters, aber mit weniger Glück als dieser. Er war 
1629 Mitglied der Brüderschaft des heil. Lucas zu Antwerpen. 
Brßllglwl, JOhaHIl BEIPUSC, Blumen- und Früchtexnaler, Abra- 
haufs Bruder, aber geringer, als dieser Iiünstler. Er besuchte Rom 
und erhielt da den Beinamen "Mcleager," doch blieb er stets in 
gutem Rufe, was bei den Mitgliedern der bekannten Schilderbent 
nicht immer der Fall vvrar. 
Breughel starb in Rum, aber man weiss nicht in welchem Jahre. 
Er arbeitete indessen zu Rum noch um 1700. 
Bfßllgllßl, Caspar, angeblich ein Sohn von Abraham Breughel, be- 
schäftigte sich mit Blumen- und Fruchtrnalerei. Dieser, uder der 
Obige Iiünstler, könnte vielleicht den Beinamen des Blumen-Breughel 
erhalten haben, wenn es nicht vielmehr der Samlnt-Breughel ist, 
der auch diesen Beinamen führte. 
Seine nähern Verhältnisse sind unbekannt. 
Brßllghel oder Brüghßl, Anna; eine Malerin, nach welcher 
J. Messager gestochen hat. Wo, und unter welchen Verhältnissen 
diese Künstlerin gelebt habe, ist unbekannt. 
Breughel, Franz HIGPOIIyIIIIIS, ein niederländischer Iiupferste- 
eher, im Durfe Breughel um 1_ÖÖ5 geboren: lYIan kennt von ihm 
einige Seestucke, daher er nnt dem Marine-Maler, dessen Ilei- 
necke erwähnt. Eine_und dieselbe Person seyn dürfte; nur setzt 
Heinecke. sein Geburtsjahr um hundert Jahre zu früh am 
Breuil,  und TOUSSHIIII dB, französische Maler, die 
beide im k. Schlosse zu Fontainebleau arbeiteten; ersterer um 1530 
unter Freminefs Aufsicht. 'I'nnssaint's Hauptarbeit waren die Car- 
tons zu der Fabel des Herkules, die er mit Huggieri verfertigle. 
Von seiner Hand emalt war nur ein Gemälde, aber mehrere sah 
man von ihm in rien k. Pallästen, auch im Louvre, die aberfast 
alle 7-11 Grunde gingen. Er starb 1602- 
Bneydel, Carl, genannt der Cavalier, ein Maler zu Antwerpen, 
geb. 1677, gest. zu Gent 17414. Er war anfangs Schüler des ältern liys- 
raek, und besuchte dann zu seiner Ausbildung Italien. Auf sei- 
ner Rückkehr hielt er sich einige Zeit zu Nürnberg und Frank- 
furt auf, und fand besonders in Hessen-Cassel Beschäftigung, in- 
dem ihn der Hof und Private mit Aufträgen beehrten. Doch auch 
im Vaterlande fand er Anerkennung. Breydel ahmte anfänglich 
den J. Griifier, hernach den Sammt-Breughel und zuletzt den van 
der Meulen nach, und würde unschätzbar seyn, wenn er das Stu- 
dium der Natur nicht vernachlässigt hätte. Er malte Landschaften 
und Scharmützel, ernste und lustige Scencn, die er alle meister-
        

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