Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1714980
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Brenghel 
Abraham. 
Brcughe] , 
Peter. 
und Brewer, der in Schweden und später in Russland arbeitete. 
Beide bezeichneten ihre Werke mit einem B. x  
Breughel oder Breugel, Brughel, Abraham, gennant Ithyn  
graf oder der Neapclitaner, ein vortretflicher Vögeln Früchte- 
und Bluinenmaler von Antwerpen, gest. 1690. Dieser liiinstler, 
der verinuthlich ein Sohn des Ambrosius Breughel ist, hielt sich 
in Rom und Neapel auf, und starb auch in letzterer Stadt aus 
Kummer über den Verlust seines Vermögens. Seine Gemälde sind 
von grossein Verdienste; die lü-iichte und Blumen mit Treue und 
Wahrheit dargestellt. Das Colorit hat noch immer die grösste 
Wärme beibehalten; dabei herrscht überall eine ungemeine Leich- 
tigkeit und Bestimmtheit in der Ausführung. Luea Giurdano liess 
öfter seine Gemälde mit. Blumen und Früchte von diesem Künstler 
auszieren. 
Abraham soll auch mehrere Blätter geiitzt und in IIolz geschnit- 
ten haben, aber man kann keines mit Sicherheit angeben. In der 
Gallerie zu Neapel sind zwei wunderliche Bilder von ihm: Einem 
Mönche wird der Saclt abgeschnitten, mit der Inschrift in hollän- 
discher Sprache: Weil die VVelt so ungetreu, darum gelf ich in 
die Ren; ferner sechs Blinde, die hinter einander in einen Fluss 
stürzen, nach von der Hagen (Briefe III. 180) zur Widerlegung 
des Aberglaubens, dass die aus dem gelobten Lande ltßllnlißlllten- 
den VValltahi-er mit geschlossenen Augen gehen konnten, ohne zu 
irren. 
Sein Sohn und Schiilcr Itiaspar arbeitete in gleicher Kunst. 
Breugliel, AIIIhPOS, Blunieiinialer, Direktor der Akademie zu Ant- 
werpen zwisCllßll den Jahren 1053 und 1670. In der Wiener Gal- 
lerie sind zwei Blumenstiiclse von einem Ambrosius Breughel, mit 
160 bezeichnet; wenigstens erklärt Mechel (k. k. Bildergallerie S. 
S-ltlgdas auf derselben befindliche Monegrainm fiir Aunbros Breughel. 
Die Nachrichten iiber diesen Iiiinstler, und iiber (lenivorhlergeheii- 
den, sind sehr schwanliend. Das Geburtsjahr kann man bei kei- 
nem bestimmen. VVldGYSPFllChB herrschen auch in dem, was Des- 
cainps sagt, IV. 116. 
Breugbel, Peter; genannt der Alte oder der L ustige, auch der 
Bauern-Breughelb geb. zu Breiighel, einem Dorfe unweit 
Breda, nach Einigen 1510, nach Andern erst 1550, gest. 1570, 
was aber unrichtig seyn dürfte , da er nach MechePs Versicherung 
noch gegen 1590 zu Brüssel gearbeitet haben soll. Er war der 
Sohn eines Landmanils, lernte die Malerei bei Pieter Iioecll. und 
Hieran. Iiocli, und reiste dann nach Frankreich und Italien. Nach 
seiner Rückkehr wählte er Antwerpen zu seinem Wchnplatze, und 
wurde daselbst auch Mit lied der Akademie. Er hatte das Talent, 
sefine Prospekte und Landschaften mit vielen geistreichen und lu- 
stigen Figuren zu schmücken, und benutzte daher jede Gelegen- 
heit, wo er bei einem Feste, einer Bauernhochzeit u. ilgl. zuge- 
äen seyri konnte.  Es herrschtfdesswegen in seinen Bildern eine 
riginalität, wie in wenigen dieser Gattung, und ungemein viel 
Geist in der Darstellung der Sitten und. Gebräuche der niederil 
Stände, von Tänzen, Iiirehweihen, Schlägereien und andern lu- 
stigen Scenen. Hierin ist er vortrefflich, aber von geringem In- 
teresse in der" Historiemnalerei. 
Die Gallerie zu Wien besitzt 12 Stiicke von dem alten Breiighel, 
worunter der 'I'hurinbau zu Babel das vorziiglichstc ist, bezeich- 
net mit der Jahrzahl 1565. Auch die Dresdner Gallerie besitzt 
mehrere Stiiclae von ihm, die aber unter die W-"erlae Seines gleich-
        

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