Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713755
Boisfrenxont, 
Charles 
Boisselier, 
Aellere. 
der 
tiirlicher Grösse, 1803; Helitor, der dembParis Vorwürfe macht, 
1800, wofiir der Künstler eine goldene Dledziille von 500 Fr. am 
Werth erhielt; Orpheus in der Unterwelt, ein Gemälde von 18 Fuss 
Länge, fiir welches ihm eine lYIedaille von 1000 Fr. zuerkannt 
wurde; die Giite Napoleons gegen die Prinzessin Hatzfeld, ein 
grosses Gemälde, das 1810 zur Ausstellung kam. Man lobt beson- 
ders den Adel der Figuren und den sanften und harmonischen 
Ton. Von gleicher Treiflichlaeit ist auch sein Virgil, der dem Au- 
gustus und der Octavia die Aeneide verliest, 1812. Dieses Bild 
befindet sich im grosseh Auclienzsaale. Im Pavillon Marsan malte 
er an der Decke die Erziehung des Jupiter auf dem Berge Ida, 
1314, und für das Museum zu Toulouse Ulysses als Bettler, ein 
grusses Bild, das 1819 zur Ausstellung 1mm. Zwei schöne Bilder 
kamen in den Besitz des Grafen Sommariva, nämlich: Venus und As- 
lianius, und Amor und Psyche, bcidc gestochen von Mecou. Im 
Museum zu Rouen befinden sich zwei grosse Gemälde: der Tod 
der Cleopatra, 182i, und die Samariterin, 18211. Mehrere schöne 
 Staffeleigemiilde befinden sich in Privathiiusern. Gabet una.  
BOISSIIPÜ, JOlI. 3315013, Gelehrter, Dichter und Zeichner aus Be- 
sancon, geb. 1528, gest. zu Metz 1Ö02- Voll Liebe zu der alten 
Kunst ging er nach Rom, suchte mit besonderem Eifer die damals 
fast zahllosen griisseren und kleineren Sammlungen von Antiken 
in den Häusern und Gärten der römischen Grossen auf, und ver- 
fasste eine gedrängte Beschreibung der Merkwürdigkeiten der Stadt, 
die er in vier Lagen vertheilte. Ausserdem aber sammelte er eine 
Menge Inschrifterx, und zeichnete viele antike Kunstwerke, beson- 
ders auch Grabsteine ab. Nach Vollendung seiner vieljiihrigen 
Reisen und nach mancherlei Schicksalen entschloss er sich endlich, 
1597, jene kurze Beschreibung und diese Sammlung herauszugeben; 
das Werk erschien aber erst 1627 in sechs Theilen, die sehr viele 
Kupfer enthalten und verschiedene Titel führen. Seit 1581 gab er 
eine Menge Sammlungen von Prospekten, Trachten, Emblemen 
und hauptsächlich die icones virorum illustrium heraus, welche 
meistens nach seiner Zeichnung von Th. de Bry, R. Boissard u. a. 
gestochen sind. 
Der Fleiss und die Zeichnung dieses Maimes hat uns vieles er- 
halten, was spurlos verschwunden ist.  
BOISSHTd , Robert, ein geschickter Zeichner und Iiupferstecher, geb. 
zu Valence um 1590. Dieser liiinstler arbeitete in der Art des Th. 
de Bry; er darf aber nicht mit Reue Boivin verwechselt werden, 
dessen Manier etwas trockener ist. Er arbeitete ebenfalls an den 
iconibus virorum illustrium, und gab eine Folge von Masqueraden 
heraus. Man kennt von ihm auch mehrere Bildnisse, von denen 
einige mit H. B. bezeichnet sind. 
BOISSEEIII, JOlIEIIIH, ein französischer liupferstecher, von dem man 
verschiedene Ansichten von Städten und Schlössern, und eine An- 
sicht der Stadt Rom liennt. 
BOISSBQU, HClnrlCh, Iiupferstecher und Landschaftszeichner, geb. 
zu Paris 179d, Schüler von Berlin und Michalon im Zeichnen, und 
von Portier in der Stecherkunst. Er lieferte mehrere Platten für 
die Monumens de la France, von Laborde; einen cours elemen- 
taire et progressif de paysages, lilh., und eine Menge Aetzungen. 
Gabet. 
Bolsseher; dßl" Aelllerß, Historienmaler, ging als Pensionär des 
Königs nach Rom, starb aber daselbst 1811 eines gewaltsamer: To-
        

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