Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713748
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Bois, 
Ambros 
i 
s 
Boxsflfelnont , 
Charles 
BOlS, AIIlbFOS dll, Maler, geb. zu Antwerpen 15-13, gest. zu Paris 
1615. Er erlernte seine Iiunst zu Paris, und erwarb sich schon 
frühzeitig den Namen eines waclsern Künstlers, daher er vieles Hi: 
Heinrich IV. in Fontainebleau malen musste. 
 Du Buis malte in der Weise der italienischen Maler, die damals 
in Frankreich die herrschende war. Er verdient eine Stelle unter 
den guten Künstlern, die zu seiner Zeit in Frankreich lebten, und 
ist auch als Lehrer zu rühmen. Er zog tüchtige Schüler, unter 
welchen sich ebenfalls sein Sohn Johann und sein Neffe Paul be- 
fanden. 
BOiS, Gar]- Sllvan du, Landschaftsmaler, geb. zu Brüssel 1638, 
gest. zu liöpeiiik 1155. Er diente in seiner Jugend in der Armee, 
verlegte sich dann auf die Tanzkunst und kam als Balletineister 
1797 nach Berlin. Nach dem Tode Friedriclfs I. wurde seine Iiunst 
nicht mehr geachtet, und du D015 wendete sich ilaher zur Male- 
rei, worin er keine andere Anleitung hatte, als sein eigenes Talent. 
Er nahm sich Ruysdael zum Muster, ivar aber im Figurenmalen 
wenig geübt, daher denn diejenigen seiner Bilder, welche A. Pesne 
und Baron von Iinobelsdorf stalTirten, die besten sind. Mehrere 
seiner, jetzt seltenen, Bilder kamen naelrCliarlottenbui-g und Puts- 
daiii. lVIoitte, Krüger u. a. haben nach ihm gestochen. 
BOiS oder BOYS, 00171011115, Imndschaftsmaler um 1617. E;- war 
ein Scliiiler des berühmten liuysdael und, aliuite auch die Manier 
dieses Meisters nach. In der Gallerie _Bruhl befanden sich zwei 
Bilder von ihm (jetzt in Petcrsburgif), die Moitte gestochen hat. 
Es gibt Ilüßilxmüllrßfe, doeh weniger bedeutende, Künstler mit 
Namen du Bois. C. Du Bois lebte um 1750 als Iiupferstecher zu 
Dresden, Elias als solcher um 1614 zu Paris, und daselbst 1670 
auch Stephan, der nach Jouvent gestochen. Ein Iiupferstecher 
J.D u Bois arbeitete nach Berckmann, und von einem Peter D u 
Bois findet man Leiclienbegiingnisse und Grabiiiiiler in Kupfer ge- 
ätzt. Dieser könnte Eine _Pei'son mit dem Baumeister dieses Na- 
mens seyn, der_um die lyllüß llßS 17. Jahrhunderts die Zeichnung 
zu dem Seininarium der Iurclie St. Sulpice gab, u. s. w. 
BOiS. Simon und Edllälfd D11, vortreffliche Iiiinstler aus Antwer- 
pen, die in London lebten, ivo der erstere 1708 und der letztere 
16499 starb. Eduard studirte die Malerei unter (ivronwvegen, und 
 reiste nach Italien, um nach den Äntiken zu studieren. Er verfer- 
tigte vieles für den Herzog Carl Emanuel vonsavoyen, und ging 
dann nach England, wo ihm seine Landschaften und geschichtli- 
chen Darstellungen Achtung erwarben. Allein ein noch grösseres 
Lob verdient sein jüngerer Bruder Simon, der im Jahre 1685 ill 
London auftrat, und viele kleine Portraite in Oel ausfiihrte, die 
man vorzüglich durch die sauber behandelten Kleidungsstücke, Ver- 
brämungeu, Spitzen etc. erkennt Man hat von ihm auch meister- 
hafte Pferde, Viehgruppen, kleine Figuren und viele Copien nach 
alten italienischen Malern, womit er reiche Käufer betrug. Ein 
Portrait des Lordkanzlers Seiner ist unstreitig seine beste Arbeit. 
Nach EduarcPs Tod arbeitete er für van de Vielde, seinen Schwie- 
gervater. Fiorillo V. 501. 
Büisfrenlßnt: Charles de: Gescliiclits- und Portraitmaler, ehema- 
liger Bitter von Malta und Page Ludwig XVL, hatte keinen Leh- 
rer in der Iiunst, die er tiothgedrungen in Amerika ergriff, wo er 
während der Revolution verweilte. Er verfertigte mehrere schöne 
Gemälde, woiunter man besonders rühmt: Den Tod Abels in na-
        

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