Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1714747
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Brand, 
Christian 
Hülfgott. 
Brand , 
Johann Christian. 
 man auch im Musäe tlläßtrßl, ou galerie pitt. des pieees modernes, 
das von 1852 an erschien. 
Brand, ChrlStlan HIIlfgOIE, Landschaftsmaler, geb. zu Frankfurt 
 a, (L Qdm- 1695, gest. zu Wien 1750 oder 1756. Er war ein Schii- 
ler Ch. L. Agricolffs, und bildete sich zum geschickten liiinstler 
seines Faches. Seine Bilder zeigen eine gute Manier und fleissi- 
ges Studium nach der Natur, nur sind die früheren etwas zu dun- 
kel gehalten, ein Fehler, den er jedoch bald verbesserte. Beson- 
ders schönnst seine Viehstaßage. Zu Wien, Wu er sich nieder- 
liess, arbeitete er Vieles für dlE k. dänischen und sardinischen Ge- 
sandten. 
Brand, Fflßdflßll AllgllSli; Landschaftsmaler und Iiupferätzer, 
geb. zu Wien 1755, gest. 1806- Er lernte das Landschaftsmalen 
von seinem Vater Christian Hiilfgott, und das Historienmalen un- 
ter Troger und Gran, verlegte sich _aber 1n der Folge ganz auf 
das liupferstechen, und wurde kaiserlicher Holzeichenmeister, auch 
zweiter Professor der Landschaftsmalerei.   
Unter seinen Blättern, die nlit dendnitialen F. B. und F. B. P. 
oder einem Monogramme bezeichnet sind, zeiehneifsieh aus; 
Das Frühstück, nach TOtCLlVllGlZ, F01. 
Das Wunder mit den lleisern, nach Brand dem Aeltern, qu.l"ul. 
Aussicht von Niesdorf, qu. Pol. 
Aussicht im Garten zu Schönbrunn, gr. qu. Fol. 
Der Postwagen durch Räuber angefallen, hl. qu. F01. 
Das Stadtthor zu Crems, kl. qu. Fol. 
Seine Blätter belaufen sich auf eine grosse Zahl, und sind nach 
Füssly (Annal. I. 56), sowohl in Rücksicht auf feinen Geschmack 
in der Wahl der Gegenstände, als in Ansehung der angenehmen 
und geistvollen Ausführung xnusterhaft. 
Brand: Jühann ChTIStiQU 9 Landschaftsmaler und Iiupferätzer, 
Iiülfgott Christians älterer Sohn und Schüler, geb. zu Wien 1725, 
gest. 1795. Er bildete sich einzig und allein in seinem Vaterlande 
zum treiflichen Landschaltsmaler in Oel und Aquarell, und zeich- 
nete sich bald so aus, dass ihm Franz I. die grossen VVandstüclie 
in dem Schlosse Luxembourg zu malen übertrug, worauf er den 
Titel eines Iiammermalers, und 1771 das akademische Lehramt in 
der Landschaftsmalerei erhielt. 
In Brand's Bildern herrscht schöne Composition, die grösste Si- 
cherheit in der Darstellung der Gegenstände, besonders des Was- 
sers, und geistvolle Tokhirung. Sein Colorit ist angenehm und 
schön, aber nicht so stark wie das in seines Vaters Gemälden, von 
dem er meistentheils durch die Benennung: Brand der Alte und 
Brand der Jüngere, unterschieden wird. Seine kleineren Cabinets- 
bilder sind ungemein zahlreich; sie kamen nach Italien, Russland, 
Paris und London. Im k. k. Belvedere befindet sich die Schlacht 
von Hochhireheu, die er 1766 auf Befehl seines Hofes malte. Den 
ersten Etitwurf davon besitzt Dr. Rinlini zu Briinn. Daselbst be- 
sitzt auch der Laudrath Eberl vier treffliche Stücke, die für das 
Stift Badisch nächst Olhniitz bestellt wurden. 
Man hat von ihm eine sehr unterhaltende Suite, welche 1755 
erschien, und die Ausrufer von Wien darstellt. Es sind 24 Blätter 
von F. A. Brand, Mansfßld, Fßigle, Q- Merk, Conti, Schütz und 
Moesmer gestochen. Brand hat auch selbst eine grosse Anzahl 
Blätter geistreich radirt, von denen wir hier die vorziiglichsten an- 
führen:  
13 numcrirte Blätter, Köpfe, Figuren, Thicrec, Landschaften vor-
        

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