Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1714702
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Branccioli , 
Johann. 
Bradt , 
Johann 
Gottfried. 
Braccioh, Johann, Maler und Iiupferstecher zu Ferrara, geb. 
158-1, gest. 1109, Schüler von Crespi. Er stach nach eigener Er- 
findung eine kleine Folge: Figure con istrurnenti bosearecei, und 
dann das berühmte Basreliet" AlgardPs, den {Attila im St. Peter zu 
lloln. 
Bracelli, ilOhann BQPUST, der Sohn eines Malers zu Genua, und 
selbst Maler, wurde 158i gelaoren, und von J. B. Paggi in der 
Iiunst unterrichtet, bei welchem er so schnelle Fortschritte machte, 
dass ihm der Meister oft seine eigenen Werke zur Fortsetzung an- 
vertraute. Bracelli soll, nach Soprani, schon 160g gestorben seyn, 
allein er scheint im Irrthum zu seyn, oder es gab noch einen 
andern Iiiinstler dieses Namens, der länger gelebt hat, Man er- 
wähnt auch wirklich noch einen Florentiner Joh. Bapt, Bi-acelli, 
von dem sich in S. Maria del Sulfragiu Zu 30m ein Gemälde be- 
findet. Es ist wahrscheinlich, dass der Genueser Bracelli mit Sei- 
nein Meister nach Florenz gegangen, wo letzterer 20 Jahre lebte, 
und auch der Unsrige lange verweilt haben könnte, so dass man 
ihn in Rom fiir einen Florentiner hielt. So dürften nach Bartsch 
XX. 7.1 beide Iiiinstler Eine Person seyn. Dieser Schriftsteller be- 
schreibt einen liupterstich von Bracelli, der in einer breiten und 
kräftigen Manier getertiget ist, und selten zu seyn scheint, weil 
er in keinem Cataloge erwähnt wird. Das Blatt stellt eine Prozes- 
sion vor, welche den 5. Juni 1629 Zll Horn gehalten wurde, nach 
A. CiampellYs Erfindung gestochen; H. 12 Z. 4 LK? Br. 18 Z. Ö L. 
Braceo, Bonifaz, ein Abate zu Brescia, malte um 1760 schöne 
Landschaften. 
Brach: NiCülallS Van dßlßigeb. zu Messina von flamänclisehen 
Eltern, machte sich durch seine BllllBEl1-, Frucht- und Thierstiicke 
berühmt. Er arbeitete zu Anfang des 18. Jahrhunderts zu Livornu, 
und versendete seine Bilder weithin. 
Brachawltz, Peter VOII, war einer der Meister, welche am Stephans- 
Dom zu Wien bauten. S. Hans Buchsbaum. 
Bracht, Wilhelm; Ilistnriennzaler, geb. zu Goch bei Clevc 1807. 
Er studirte auf der Akademie zu Düsseldorf und später zu Mün- 
chen unter Professur Schnurr. Seine Gemälde sind fleissig vollen- 
det, und geben schöne Hoffnung.  
Brßßkenburg. s. Bralienbnrg. 
Bradel, Johann BüPtiSt, Zeichner und Stecher mit der Nadel und 
dem Grabstiehel, geb. zu Paris um 1750. Er stach verschiedene 
Portraite und andere Gegenstände nach eigenen Zeichnungen und 
fremden Nleistem. Zu ersterer Gattung gehören die Bildnisse Be- 
nedikt XIV. und Cleinens XIV., des weiblichen Ritters Eon de 
Beaumont, dessen Zeichnung die Dame diesem liiinstler allein 
anvertraut haben soll (1779); des P. J. de Crcbillon, des Capimi- 
nes Jean Barth, des Generals Pauli u. a. 
Bradt, Johann Gßttfrlßd, ein Iiupferstecher zu Copenhagen um 
1765. Er stach die Kupfer zu dem Werke: Nlunumenla Frerlcns- 
burgica etc.; ferner nach Juel eine grosse Landschaft mit einem 
See, in welchem Mädchen haden. Die Figuren sind von Clemens, 
und das Ganze von vieler XVii-lsnng. Er stach auch nach Wiede- 
velt. lm Jahre 1785 wurde er IYIitglied der kkademie, und starb 
um 1195. 
        

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