Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Börner - Cleoetas
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713559
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1714637
Bouton , 
Charles  Maria. 
Bouttats , 
Bhilibert. 
95 
ein Buch von 150 Blättern heraus, worin er alle Seltenheiten zeich- 
nete. Erstere ist von Moncornet gestochen. Er selbst ätzte sehr 
geistreich sein eigenes Portrait, und dasjenige von Virginia del 
Vezzo; ferner eine Folge von Vasen. 
BÜÜÜÜ"; Charles-Maria, Maler und Direktor des Diornia zu Pa- 
riS, dessen Erfinder dieser liiinstler, nebst Daguerre, ist. Er wurde 
1731 zu Paris geboren, hatte keine Anweisung in der Kunst und 
erlangte doch einen wohl begründeten Ruf. Anfangs widmete er 
sich der Genrernalerei, und erhielt auch hierin Beifall;  was ihm 
aber besonders eine Stelle in der Geschichte der Iiunstxsichert, 
ist das Diorama. Man findet hier treifliche Behandlung des Licht- 
elfelstes, warmen Ton, Durchsichtigkeit der Schatten und Halb- 
schatten, und vollkommene Täuschung. Daguerre theilt mit ihm 
den Ruhm. Seine vorzüglichsten Werke sind: Die Souterrains von 
St. Denis, 1812; das Innere des Saales des 13. Jahrhunderts im 
Musee des Petits Augustins, das die Kaiserin Josephine erhielt; 
das Innere der Bäder des Julian im Luxembourg, und ebendaselbst 
die Chapelle du Calvaire in der Iiirche St. Roch; St. Ludwig am 
Grabe seiner Mutter zu Fontainebleau, ein Gemälde, das seinem 
Urheber die goldene Medaille verschalTte. Mehrere seiner Bilder 
zieren Privatgallerien. 
Voll Interesse und Wahrheit ist das Diorama von Rouen, und 
von grosser Täuschung das von London, woran er mit Daguerrc 
arbeitete. Die Tableaux sind etwa 72 Fnss lang, und in einem ei- 
genen Gebäude aufgestellt, das 1825 eröffnet wurde. 
Bouton erhielt 1824 die Dekoration des Ordens der Ehrenlegion. 
BOIIUHIZS, FfledPiCil, Stammvater einer zahlreichen Künstler- 
familie, der zu Antwerpen um 1630 geboren wurde, und 
20 Söhne und 11. Töchter gehabt haben soll. Von den ersteren 
wurden 12 Iiupferstecher, die fast alle unbekannt blieben. Frie- 
drich arbeitete nach verschiedenen Meistern, weit mehr aber nach 
eigenen Zeichnungen. Sie bestehen in Portraiten, heiligen Ge- 
sc lichten und Gcnrestiicken. Zu den ersteren gehören die der Iiö- 
nigin Christina, des Olivier Croinwell, des Churiiirsten Friedrich 
Wilhelm von Brandenburg, des liarl Emanuel von Savoyen etc. 
Bßutmts; Gerhard; Zeichner und liupferstecher, jüngerer Bruder 
des vorigen, geb. zu Antwerpen 16110, gest. 1703. Er ging nach 
Wien, wo er den Titel eines Zeichners und Iiupferstechers der 
Universität erhielt. Seine Blätter bestehen grösstentheils in Portrai- 
ten und Zeitgeschichten. Zu erwähnen sind noch: die Portraite 
des Erzherzog Carl Joseph, des Don Pedro von Portugal, des 
Adam Munds, eine Auferstehung, in F01. u. a. 
Bouuats: Caspar, Zeichner, Iiupferätzer und Stecher, geb. zu Ant- 
Werlfefl 16-10, gest. daselbst 1705, Friedrich's jüngster Bruder. Er 
arbeitete für Buchhändler nach verschiedenen Meistern und eige- 
ne" Zeichnungen. Ein schönes Blatt ist das Marketenderzelt 
nach VVouvei-nians, geätzt in Fol. Zu erwähnen sind noch: 
Die Ermordung der Hugenotten, gr. qu. F01. 
Die Ermordung Heinrich  gr. qu. Fol. 
Die Bmflauptung der Grafen Nadasti und Cerini, und des Mar- 
quis Ei-iilicipani, gn POL 
Bouttatss Phlhbert: Zeichner und Iiupferstceher, geb. zu Antwer- 
pen um 1650- Er war ein Sohn von Friedrich, und stach eine 
gfUSSQ Menge Portraite mit vieler Nettigkeit nach seinen Zeich- 
nungen, wie es scheint.
        

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