Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708658
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Alschner. 
Alx, 
Jakob. 
schicklichkeit. Weibliche Bildnisse und fröhliche Darsfellungen 
wollten ihm nicht gelingen, weil sein Farbenton zu düster vwrar. 
Auch soll er in mühsamer Alzsarbeitung seiner Gemälde so lange 
fortgefahren haben, bis sie das Feuer verloren. (Weinvviclfs Iiunst- 
historie. 
Ramclohr lobt diesen Meister der Bildnisse wegen, die von ihm im 
Schlosse zu Copenhagen und in der dasigen Akademie angetroffen 
werden.  
Edelsteinschneider 
Alschner, ein vorzüglicher 
Jahrhunderts. 
zu Augsburg", 
111158?! 
AlSlOOt, Daniel, geb. zu Brüssel 1550, vorzüglicher Landschafts. 
maler und Hufmaler des Erzherzogs Albert, Gouverneurs der Nie- 
derlande. H. Clerc hat seine Landschaften manchmal stafürt. Er 
starb 1608-  
Alston (AlStGIl, Allston), Vvllllam, ein Norclamerilsaner, der 
sich als Historieii- und Landschaftsmaler riihiiilich hervorgethan 
hat. Er studirte in Beyno1d's Schule und trat dann 1805 in Rom 
auf, wo die Vision Jakobs seinen Ruhm gründete. Vorzüglich 
drang er mit grossein Scharfsinn in die Farbenkunst der altll .110]- 
ländischen Maler ein, und bildete sich eine Manier, die wegen 
der Kraft und Wahrheit zu jener Zeit viele Nachahmer fand. Alu 
ston bediente sich neben andern des Asfaltes, welcher dadurch so 
in die Mode liam,_ dass mehrere Iiunstler, besonders viele Deut- 
sche und auch Italiener, aus Eifer die neue Methode anzuwenden, 
sich eine Menge Bilder verderben, eben weil 510 nur Nachahmer 
waren und nicht Alst0n's Studium und Analyse besasscn. Vergl. 
Morgenblatt 1807, S. 19g. 
Alston verfertigte mehrere Gemälde, deren ungenieine Kraft und 
Wahrheit, verbunden mit seltener Anmuth, geriihmt wurden. Be- 
sonders setzte sein eigenes Bildniss in Erstaunen; der Kopf trat 
wie lebendig und sprechend aus dem hellen Grunde ohne dunkle 
Contraste hervor. Auch Landschaften sah man von ihm, in denen 
ein ähnlicher Zauber der Tinten und eine ungemeine Kraft de, 
Helldunlsels herrschte.     
Noch andere vorzügliche liilder dieses Iiunstlers sind: der Pro- 
'phet Jeremias und Uriel, beide um 1821 vertertiget, Man hat von 
ihm auch ein Werk: Hints to Young Practitiouers in the study of 
Landscape Painting. 1814- 
Alt, Elias, Maler zu Tübingen, malte eine Sammlung von Bildnis. 
sen der Universitäts-Protcssoren dieser Stadt, welche Cellius un- 
ter dem Titel: Iiiiagines professorum Thbingensium 1595 in Holz- 
schnitt herausgah. Nach Möhsen zeichnete Alt zugleich auch 
die Portraite fiir den Formschneider, welcher Jak. Lederlein war. 
Uebrigens hat sich hier weder der Zeichner noch der Forinschnei- 
der verewiget. (Vgl. Müliseifs Verzeichniss einer Sammlung von 
Bildiiissen, grösstentheils berühmter Aerzte.) 
Alt, Jakob, geschickter Maler, Zeichner und Lithograph zu VViell, 
machte sich durch herrliche Gemälde in Gouache berühmt, und be- 
wies sich nicht Vfßlllger als iichter Künstler _ii1 der Oelmalerei. 
Treue, wahre Auilässung der Natur, tiefes Qetjiihl für das Einen- 
thiiinliche in der Landschaft, reine, ilnliianlßrlftß, lebendige ßar- 
Stellung, eine gewisse Gemuthlichlteit in der Zusammensetzung 
gincl bei ihm llßrvurstecllelltl. Ini Baumschlag und in den Lnttpar. 
thien nähert er sich grossen Meistern.
        

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