Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708595
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Allegri , 
Anton. 
es an den venetianischen Maler Racciori, von dessen Erben es an 
die Gritti verkauft wurde. Gegen das Ende des vorigen Jahrhun- 
derts kaufte es ein Armanni und von diesem ging es an den Gra- 
fen Marescalchi über, und aus dessen Sammlung in den Vatikan. 
In Spanien befand sich das berühmte Gemälde des betenden Hei- 
landes im Oclgarten. Man erzählt, Correggio habe das Original 
einem Apotheker gemalt, um die Schuld _von vier Sciidi zu bc- 
zahlen. Iiiinig Philipp IV. liess es in Mailand für 650 Duhlonen 
erstehen, wie P. Bester in seinen Briefen erzählt. III. 32g. Volpato 
hat es gestochen. Das Bild befindet sicli jetzt im Besitze des Her- 
zogs von Wellington in London, und die von Pungilegni 111_ 15g 
angeführte, etwas schwächere Wiederholung Clesselben, welche 
ebenfalls für Ori_ inal gilt, in der brittischen National-Gallerie- 
Ein zweites Bild, Madonna, wie sie das Iiind ankleidet, wurde 
zur Zierde des Cahinetes der Prinzessin von Asturien bestimmt. 
In der grossen Sakristei des Escurial ist Christus als Gärtner, 
und vor ihm Magdalena (Noli me tangere) aus dem Hause Er- 
colani-  
Der Herzog von Alba besass einen Merkur, wie er dem Amor 
in Gegenwvart der Venus lesen lehrt. Dieses Bild hatte einst der 
unglückliche Iiiiiiig Iiarl 1.; jetzt ist es in England. 1 
Bichardson spricht auch von einer dem Könige von Spanien zu- 
gehörigen Jo des Correggio. 
In der li- k. Gallerie zu Wien bewahrt man folgende Stücke: 
Christus treibt die Käufer und Verkäufer aus dein Tempel, kleine 
Skizze auf Holz; das doppelt lebensgrosse Bildniss einer Madonna, 
{mit schimmernder Glorie umgeben, eine colossale Skizze; Ma- 
donna mit dem Iiinde und St. Johann, auf Holz, welche die Stadt 
_Mailand der Kaiserin Isabella II. schenkte, gestochen von Kahl; 
Jo von Jupiter umarmt, besser als das Potsdamer Bild, und das 
Ge enstiick, die Entführung des Ganymed, gest. von van "Steen 
und Eisner; der hogensclinitzcnde Amor, gest. von Steeu, M. Be- 
nedetti, Bartolozzi, J. le Blond und Deioty. Diese Darstellung 
ist vielfach vorhanden; FiorillQ II- 287 fü rt mehrere an. 
Iiyder Gallerie Idohtenstein ist ein Kreuz tragender Christus, 
Madonna mit dem Kinde und eine, herrliche Venus, wofür .Pyinz 
Engen Beauharnois_20,000 Dukaten bot. 
In der gräflich Tliurn'schen Sammlung laefindet sich St, Johann 
der Täufer mit dem Lamm, Madonna mit dem Iiimlc und Chl-i- 
Stus am Oelherg.  
Die fiirstl. Estherhazfschc Gallerie bewahrt angeblich des Iiiinst- 
lers eigenes Bildniss, die hl. Mutter, das Kind säugend, mit dem hl. 
Johannes, der dem Iiinde Jcsu Früchte in einer Schürze darreicht. 
Dieses oft in Kupfer gestrichene Bild kaufte der Fürst von dem 
Herzoge Crivelli, welcher es von seinem Oheim, dem Cardinal Cri- 
velli, dem es früher von dem Könige von Spanien war geschenkt 
worden, geerbt hatte. Ein ähnliches Gemälde wird auch als in der 
Eremitage zu Petersburg befindlich erwähnt. In der Gallerie Ester- 
hazy sind ferner noch zwei Studien von Engelsköpfen. 
Unter den Copien nach Werken AllegrPs werden die von Schi- 
done, Lelio da Novellara, Girolamo da Carpi und den Carracci, 
die sich lange in. diesen Correggioächen Nachbildungen geübt, am 
meisten geschätzt. Auch "Christoph Allori verfertigte dergleichen 
Copien, die gewöhnlich fur Originale gehalten wurden; Indessen 
sind nicht alle Wiederholungen von_Gemälden dieses Meisters Co. 
pien fremder Hand, er entwarf zu einem Gemälde mehrere Zeich- 
nungen, und wiederholte selbst vollendete nochmals, um den ein-
        

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