Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708531
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Allegri , 
Anton. 
sich an den Infanten Don Filippo wendete. Dieser befahl (1749). 
das Bild aus der Iiirche St. Antonio wegzunehmen und dasselbe 
nach der Doinkirche zu bringen. Daselbst blieb es bis 1756, Wg 
es nach Colorno gebracht und snäter in derAkademie aufgestellt 
yvurde, Im Jahre 1797 kam es mit den übrigen zweien als franzö- 
sische Iiunstbeute nach Paris, aber siirnintlich 1816 wieder nach 
Parma zurück. Der Herzog bot dem Sieger vergebens eine Mil- 
lion Livin, um es behalten zu dürfen. Auf_ diesem Bilde erblickt 
man die heilige Mutter mit dem Iiinde in einer freien Landschaft 
mit einem antiken Tempel, sitzend. Der hl. Hieronymus mit dem 
Löwen reicht dem göttlichen Iinaben sein Buch, nach welchem er 
die linke Hand ausstreckt, und mit der rechten in_den aufgelösten 
Haaren der Magdalena spielt, hinter welcher ein Engel in iln- 
bezeichnendes Salbenfass riecht. 
Gestochen ist dieses Bild von Aug. Carracci (1586), von C. Cart 
(nicht Cort), Villamena, J. M. Giovannini, M. Desbois und trell- 
lieh von Strange (1777). Ein neueres Blatt ist von llavenet dem 
Sohn. 
Die Madonna della Scodella, benannt von der Schale, in ihrer 
Hand, befand sich, bevor sie nach Frankreich abgeführt wurde, 
in St. Sepolcro. Die hl. Jungfrau ruht auf der Flucht nach Aegyp- 
tcn und hält das Christkind, dem zur Rechten Joseph Datteln vom 
Baunie reicht. Das Bild ist 1530 gemalt, gestochen von F. Brizio, 
N. Langlois, Masse , Bavenet und zweien Uugenanuten. 
Die Pietä malte Correggio für die Kirche des Johann Evangeli- 
sten, und es ist eines derjenigen Bilder, welche Annib. Carracci 
hochschätzte und die Erfindung desselben nachahmte, so oft er 
eben diesen Gegenstand behandelte. Es zieht durch den erhabe- 
nen Ausdruck, durch seine tretfliclic Gruppirung und reizvolle 
Harmonie unwiderstehlich an. Ein anderes Bild in St. Johann, 
der Martyrtod der H. H. Placidus uiicbFlavia, befand sich eben- 
falls einige Zeit als Kunstbeute in Baus. _Beide Bilder sind von 
Ravenet gestochen, und alle im Umrisse bei Landen. Das erstere 
hat schon 1685 J. B. Vanni, und das letztere Bosaspina 1302 im 
Kupferstich herausgegeben.  
Unter dem französischen Ixunstraube befand sich noch eine an- 
dere Madonna, die aber verschwunden ist. Noch ist die Ma- 
donna della Scala zu erwahnen, die Allcgri im Hause eines Freun- 
des auf die YVand malte, aber nachnials, als wunderthätig, in ei. 
ner ihr geweihten CaBelle eingemauert wurde. Sie ist sehr verdor- 
ben. Von einer herrlichen lireuztragung, die erst neuerlich auf- 
gefunden wurde, gibt das Eunstblatt 1825, 5- 108 Nachricht. E! 
ist ein Bild von wunderbarem Ausdruck und in der Gallerie zu 
Parina befindlich. 
Auch in verschiedenen andern Gallerien sind köstliche Bilder 
von Correggio. 
Im Pallaste Marescalchi zu Bologna sind einige Gemälde von An- 
tonio, welche als die Juwelen der ganzen Sammlung gehalten und 
ezeigt werden. Auf einem Bilde beisammen die Heiligen: Petrus, 
älartlia, Magdalena und Lucas, dann zwei Engel und ein Chri- 
stus mit blossein Leibe in der Glorie sitzend. Gluth und Reiz der 
Fafbfygellltll , ohne recht gründliche Zeichnung und Ausführung- 
Letzte Bild wurde iii neueren Tagen nach Rom verkauft. 
.5; Parma besitzt Dresden den grössten Schatz von Kunstwer- 
ken iTYCgiUlS. Das früheste ist! nach Hirt (Iiunstbemerkungen etc. 
S, 5 die arstellung des hl. lcranciscus, und an dieses schliesst 
sißy; unter dernNamen des Arztes bekannte Bild. Man kann 
nicw". Bestimmtheit angeben, wen dieses Bildnis: vorstelle". Nach
        

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