Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708439
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Algardi  
Alexander. 
Aliamet , 
Jakob. 
Hochaltar in St. Niccolo Tolentino nennt Milizia ein Meisterstiick 
von Iiiinstlermissbrauch.  
Man glaubte, dass Algardi mit St. Guillain die Handwerker und 
Allsrufer der Stadt Bologna gestochen habe, und dass namentlich 
das Portrait des Hannib. Carracei, an der Spitze des Werkes, seine 
Arbeit sei, allein das Ganze ist nur St. Guillains Arbeit, wie Bartsch 
XIX. 74. und Brulliot dict. des monog. I. n. ed. Nr. 422 versichern. 
Einigelschreiben ihm auch einen Christus am Kreuze zu, ferner 
die Befreiung der Seelen aus dem Fegfeuer und einen Blinden mit 
seinem Hunde. Es ist nicht ausgemacht, 0b ihm die beiden 
ersten angehören, wahrscheinlich aber ist der Blinde ein Werk des 
P. Faccini, woran Algardi keinen andern Theil hat, als dass er 
einige Verse seiner Composition hinzusetzte. Noch schreibt man 
ihm einen Buchtitel zu, welcher Amor und das Gluck vorstellt, 
wie sie einen jungen Krieger krönen. Das Blatt ist Alex. Al. be- 
zeichnet. 
 Es wurde auch nach Algardi mehreres gestochen: von Dorigny 
die Bildsäule Innozenz X., von Dawe das Basrelief einer heil. Fa- 
milie, von J. Frcy das Crucifix u. s. w. 
Algarottl, Franz, Graf von, geb, 7,11 Venedig m2, gest. zu Pisa 
1764. Dieser vortreffliche Mann machte sich durch geistreiche 
Schriften bekannt, und ätzte antike Vasen, Architekturstiiclse und 
antike Köpfe. Friedrich der Grosse liess ihm im Campo santo zu 
Pisa ein Monument setzen. 
Alghisl, GIiIGäZZO, ein Civil- und Iiriegsbaumeistcr von Gar-pi, 
schrieb ein Buch vom Festungsbau, welches er 1570 Kaiser Maxi- 
milian II. zueignete. Seine Zeichnungen sind meisterhaft; auch Wur- 
den sie sehr geschützt. 
Ahamet; Franz; Bruder Jakobs, Kupfer-Stecher von Abbeville, wo 
er 173]; geboren wurde. Er lernte zu Paris bei Garet und Lisle 
und vervollkommnete sich hxerziuf 1n_ Lenden unter Strange. Seine 
Stiche sind mit vieler Nettlgkeit gefertiget, doch stehen sie in der 
Zeichnung und im Geschmacke denen seines Bruders nach. 
Er stach Portraite, Historien und Vignetten, und starb nach 1737. 
Zu seinen besten Arbeiten gehören: 
Die Beschneidung, nach Guido, ein grosses Blatt fül- Boy-den ge_ 
stechen; oval. 
Die Verkündigung, nach Le Meine, gr. qu. fol, 
Die Anbetung der Hirten, nach Carracei, gr. qu. fol. Für Boy 
dell gestochen. 
Carl Borromäus, nach Le Brun fol. 
Die Steinigung St. Stephans, nach le Sueur; gr. qu. ful, Für 
Boydell. 
 Die Badenden, zwei Stücke nach Watteau, 4. 
Eine Folge von chinesischen Figuren, 6 gr. Stücke lnach Pille- 
ment, gr. qu. fol. u. a. 
Auf einiäen seiner Blätter bezeichnete sich der Künstler Franc 
Germain A iamet. ' 
Ahamet, JQROI? , Iiupferstecher mit der Nadel und dem Grahstichel. 
geb. zu ÄbbCVlllG 1727, gest. zu Paris 1783, älterer Bruder des obi- 
gen, Schule? von Le Bas. Er vervollkommnen: den Gebrauch der 
trockenen Nadel und lieferte Stiche nach Berghem, Wuuvermans 
Vernet u. a., die viel Schönes und Angenehmes haben.  ' 
Zu seinen vorziiglichsten Blättern gehören:
        

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