Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708399
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Matten 
Alesio , 
Pcrez 
Alessandria. 
Alesio, Matten Perez de, ursprünglich ein Spanier, am. geß 
horen zu Rom, und dort gest. um 1600. 
Er soll Mich. Angelcfs Schüler gewesen seyn, was auch bei Be. 
trachtung der Werke beider wahrscheinlich fvird. In Rom verfer- 
tigte er verschiedene Gemälde; namentlich im Pallast des lVIalthe- 
ser- Grossmeisters die Belagerung und Stürme der Türken auf Malta, 
die A. F. Lucini auf 16 Blätter in Iiupfer stach. Er malte auch 
verschiedene Stücke in seiner Ordenslsirche, denn er war Barfüsser- 
Ereinit von Palermo. Von Rom begab er sich nach Sevilla und 
dort soll er viele Jahre gelebt und vieles gemalt haben. Besonders 
ragt sein gigantischer St. Christoph in der Cathedrale von Sevilla 
hervor, den er 1505 zur Probe für das Iiapitel malte. Jetzt ist das 
Gemälde sehr verblasst. In der Kirche St. Jago zu Sevilla ist das 
Gemälde des Hauptaltars von ihm, den Schutzheiligen Spaniens 
darstellend, wie er die Mauern zu Boden wirft, ein VVerk, das 
einige dem Roellas zuschreiben. In dem Kloster von St. Augustin 
in Lima soll ein grosses Gemälde von ihm existiren, den Herrn 
auf den Wolken darstellend, in der Hand eine Sonne, die mehrere 
andere Iiirchendoctoren beleuchtet, welche ihn umgeben. Man 
sagt, er sei wieder nach Italien zurückgekehrt, als L. Vargas nach 
Sevilla kam, Fiorillo (IV. 152) hält es aber für ungegriindet, da 
überhaupt Palominois Nachrichten über diesen Iiünstler grössten- 
theils falsch sind. 
Lanzi (I. 128. und 575. d. A.) führt diesen Künstler zweimal auf: 
unter Alesio  _Wahrscheinlich wurde sein Name, 
„da Lecce oder Leccio" '1n Spanien in Alessi verdorben. 'Dieser 
Lecce malte in Ilom und Malta, ging nach Spanien und zuletzt 
nach Indien, um Schätze zu sammeln, soll aber seinen ganzen 
Beichthum wieder zugesetzt und in grossem Mangel gestorben seyn. 
Lecce ahmte den Michel Angele nach, malte meistens al fresco 
und zeichnete sich besonders durch seinen Propheten aus, den er 
für die Gesellschaft des Iiirchenbanners zu lfiom verfertigte. Ba- 
glione sagt, er scheine aus_ der Mauer zu springen. Qieser Künst- 
ler wagte es auch, dem Gerichte Mich. Angelds gegenuber den Fall 
der antrührerischenjingel zu malen, welchen Buonarotti zwar sich 
dachte, aber nicht ausführte. 
Alesio soll _nach Velasco ungeheuer viel gezeichnet und einiges 
davon selbst in Kupfer gestochen haben, seine Blätter sind aber 
sehr. selten.  
 C. Corl: hat die Bekehrung Pauli wahrscheinlich nach ihm geätzt, 
ein schönes grosses Blatt.   
Alessandn, IIIIIOZCHZ, Iiupferstecher, geb. zu Venedig um 1760, 
Schiller von Bartolozzi. Er lieferte mit Scataglia zwei Sammlun- 
gen von vierfüssigen Thieren, jede von 200 radifleQßläiltßrn, mlt 
einer Beschreibung von Leschi. Ferner eine Verkumhgung und 
Flucht nach Aegypten, nach Le Meine, eine 311140111111 111 der G10- 
rie nach Piazetta, eine Madonna mit dem Schutzengel und den 
Seelen im Fegfeuer, und eine Folge von 12 Llllldßßhfiftßn nach 
M. Ricci etc. An einer von ihm gefertigten lflattc, wvvelehe St. Phi- 
lipp Neri vorstellt, stach. SBiiterhin Bartoluzzx den 1101i! des Heili- 
gen ganz um und setzte seinen eigenen Namen darauf. 
sehr geschickter noch 
Purtraite mit Pastell- 
Alessandria, Mixiiaturlnglcr zu Mailand, ein 
lebender Künstler. Zexclmet auch treffliche 
stiften.
        

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