Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713509
Böl, 
Cornelius. 
Böl , 
Quirin , 
etc. 
563 
geschnittenes Haupt auf einem Buche trägt. Dieser Carl Bökel 
scheint nur Iiunstliebhaber gewesen zu seyn. 
Böl, Cürllellus, ein niederländischer Iiupferstecher, geb. zu Ant- 
werpen 1576, arbeitete nur mit dem Grabstichel und scheint sich 
in clwchnle der Sadeler gebildet zu haben. Er gab 1608 zu Ant-  
wer? die Fabeln des Otto Viinius mit lateinischen, engli- 
schen uncl italienischen Versen begleitet heraus. Sein beträcht- 
lichstes VVerlt ist eine Folge von g Blättern (mit Titel), welche die 
Thaten Iiarfs V. vorstellen, die er nach A. Tenxpcsta mit VV. de 
Gheyn dem jungem gestochen hat. Er arbeitete nach Strutt auch 
in England, ist aber nicht mit Cornelius Bull zu verwechseln; auch 
nicht niit Quirin Böl, wie dieses Basen gethan. Unter seinen in 
England gestochenen Blättern erwähnt Strutt: 
Das jüngste Gericht, Cornelius Boel fecit, qu. Fol. 
Das Portrait des Heinrich von lVallis, oval in 4. 
Das schöne Titelblatt zu der englischen Bibel, die auf Befehl 
des Königs gedruckt wurde;    
BÖl, Peter, einer der geschicktesten Thier-, Blumen- und Kräuter- 
maler, geb. zu Antwerpen 1025, gest. 1680. Man hält ihn mit ei- 
nigem Grunde für einen Schüler Snayers, der sich in dieser Gat- 
tung auszeichnete. Er studirte in Italien, fand viele Beschäftigung 
in llum, Venedig, Genua, und in Paris hätte man ihn gerne zu- 
riichbehalten, allein die Liebe zum Vaterlande siegte über die vor- 
theilhaftcil Anterbietungen. Nach seiner Rückkehr fand er in Am- 
sterdam viele Beschäftigung, und starb auch daselbst. 
Bölls Werke zeichnen sich durch leichten Pinsel, treiTliche Zeich- 
nung und durch ein wvahrcs und kräftiges Colorit aus; sie werden 
überhaupt denen der grössteil "Nleistcr an die Seite gesetzt. 
Er hat auch in Kupfer geiitzt und in seinen Blättern Meister- 
stiielse geliefert, Welche die Bewunderung der Iiiinstler und Kenner 
verdienen. Sie sind selten. Das Hauptblatt ist:  
Die Schweinsjagtl; 11. 7 Z. ö L., Br. 11 Z. 9 L. Es galtbei 
Iiigal 60 Fr. Bei Weigel ist dieses Blatt um 5 Thaler ausge- 
buten. 
Eine Felge von 6 Blättern stellt verschiedene Baubvögel dar, un- 
ter dem Titel: Diversi ucelli; H. 6 Z., Br. 3 Z. Ö-' 12 L- 
Galt bei liigal 150 171a, bei Winkler 5 Thlr. 20 Gr. Es gibt 
auch Aladriiche ohne Nummern. 
Noch werden ihm zugeschrieben: 
Zwei Elephanten, zwei Löwen und zwei Luchse auf einem Blatte; 
H. 11 Z., Br. 18 Z. 10 L.   
Eine andere Folge von ÖBlättern mit Vögeln, nach seiner Zeich- 
nung, ist bezeichnet: P. B. de]. chez G. Scotin; H. 8 Z. 6--10 
 Br. 12 Z- 5 -11 L. x 
L. Vurstermann stach nach ihm eine Löwen- und eine Elephan- 
tenjagd, und W. Ilaller einen todten Hasen.  
B01, Qulrm, auch Cornchus und Coryn, Iiupferstecher und 
Aetzer, geb. zu Antwerpen um 1622. Er stach für das Briisseler 
GalIerie-YVerk histuriscllß Blätter nach ßassann jun., Mich. An- 
geln, Giorgione, Titian, Pahna dem Acltern, Fetti und Schiavone; 
uberdiess auch uiederliixldische Bauernstüclic und Landschaften 
nach Teniers. Er muss noch 1650 gelebt haben, da Heinecke von 
diesem Jahre ein Bildniss des Libcrtus Fromondus kennt, das wahr- 
scheinlich unscrnltliiixlstler angehört. 
Unter seinen Blättern erwähnen wir: 
36: a
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.