Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713390
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Bocksbarth , 
auch Boxbarth, 
Joh. 
Bocqueh 
Nicolaus. 
Bocllsbarth, auch Boxburth, Johann, Iiupfgrgtecher zu Augs- 
burg, geb. 1671, gest. 1727. Er stach nach verschiedenen lYlei- 
stern und gab ein Werk heraus, unter dem Titel: der Maler und 
Bildhauer Perspelitiv", nach Pozzo. Augsb. 1708, Fol. 
Bocksberger (Boclisperger), Hans, auch Hiergnymug 
genannt, Maler und Fbrmschneider, ist der Sohn eines Salzbur- 
ger Malers gleiches Namens und nach Malpe l. 84 im Jahre 15110 
geboren. Er malte Schlachten, Jagden u.a. mit ausserordexitlichem 
Feuer in Oel und Fresco, und übertraf hierin bald seinen Vater, 
der ihn in der Iiunst unterwiess. Gemälde von diesem Künst- 
ler sah man in München, Augsburg, Ingolstadt, Passau, Regens- 
burg, Landshut und Salzburg, aber leider gingen diese Malereien 
durch den Zahn der Zeit zu Grunde, indem die meisten an den 
lsliiusern gemalt waren. In Augsburg beschäftigten ihn die Fugger 
und andere reiche Patrizier. Am Herzogischen Hause sah man von 
ihrn die Geschichte Friedrich des lrlothbarts dargestellt. Um 1560 
arbeitete er zu lMiinchen, aber auch da finden sich wenig Spuren 
seiner Iiunst. Am rechten Flügel der neuerbauten h. Hofgarten- 
kaserne stand einst ein Gebäude, worin llocksberger die Decke 
des Saales mit 15 Frescobildern aus der Mythologie verzierte. Die- 
ses Haus inusste dem neuen Baue weichen. 
Im herzoglichen Schlosse Trausnitz zu Landshut malte er 157g 
die Decke und die Seitenwände des Ilittersaales, die daranstossen- 
den Zimmer und das Cahinct, nebst einer Treppe, welche wegen 
der Portraite einiger Ilolnarren den Namen der Narrentreppe führt. 
Diese Gemälde der herzoglichen Burg haben in den Kriegsjahren 
sehr gelitten. In den k. b. Gallerien sind noch einige Bilder von 
diesem Künstler.  
Boclisberger leistete auch Treffliches im Holzschnitte. Vorzüglich 
beschäftigte ihn Sigmund Fcycrabend, der mit den beliebtesten 
Künstlern seiner Zeit in Verbindung stand. In einer 156g beidem- 
selben zu Frankfurt gedruckten Bibel sind 122 Stücke, die zu Boclss- 
bergefs besten Arbeiten gehören, und einige in einem deutschen 
Livius nach T. Stimmer. Er verfertigte auch die Zeichnungen zu 
dem Thierbuche, welches 156g zu Frankfurt in klein  erschien" 
und wozu G. Schaller die kurzen gcreimten Beschreibungen lieferte. 
Die Zeichnungen hat Just Aminan, mit dem Bocksberger arbeitete, 
in Holz geschnitten. Spätere Ausgaben sind von 1592 und 1617. 
Unter den Zeichen, welche man auf diesen Iiimstler deutet, 
sind wohl die meisten zweifelhaft. 
Es soll auch einen Melchiur Boclssberg er gegeben haben, 
der in historischen Gemälden und in Phantasiestiiclsen sehr berühmt 
und auch in der Formschneidehunst sehr erfahren war. An der 
Existenz dieses Iiiinstlers ist sehr zu zweifeln , und auch jene Künst- 
ler, welche Papillon unter Andreas, Hieronymus, Jakob 
und Peter Coskpergen anführt, existirten nach HcincclsdsVer- 
muthung entweder gar nicht, oder es ist nur eine Verwechslung 
mit den Boclispergern. ' 
Ein neuerer Salzburger Iiiinstler dieses Namens, Paul Backs- 
bergcr oder Bochsberger, führte 1780 zu Landshut im neuen 
Schlosse mehrere schöne Frescogemiilde aus. 
BOCLIIICC, Nikolaus, ein französischer Iiupferstecher, arbeitete um 
1690 zu Rum nach Rafael u. a. und hernach zu Paris nach P. Mig- 
nard, J. Jouvenet und B. Boulo ne. 
Ein Pariser Goldarbeiter und Cisäcur J. L. Bocquethat tiCll ebenfalls 
in der Stecherliunst versucht. 
        

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