Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713353
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Boccadelli , 
Anton. 
Domenico. 
Boccinrdo , 
sehr gefiel, für welche er mithin mehr. als fiir Iiirehen malte. Fr 
xieigte sich zu Albani, und behandelte gerne mythologische Gegen- 
stände. In Cremona sind auch Altarbläitter von ihm, die für sein 
Jahrhundert sehr gut sind. Lanzi II. 572 clUAusg. 
Franzesco malte in Oel und Fresse. Von letzter Gattung erwäh- 
nen_ wir ein Wandgemälde im Pallaste Ludi zu Crcniuna, welches 
Jupiter, Minerva und Ilerlsulcs vorstellt. 
BÜCCadeIII; AntOn; ein italienischer Maler, dessen Lebensverhält- 
nisse unbekannt siifd. Er malte besonders Köpfe in Nugarfs lVTa- 
'nie1', und auch einige Gem-estiicke. 
Boceatlelli war lYlitglietl der Akademie zu Bologna. 
BOCCüll, 8310111011, ein Lanäschaftsmaler zu Rom um 1650. Seine 
Lebensverhältnisse sind unbekannt. 
BOCCQTdIÜQ, ein Miniaturmaler von Toscaxia, der im 15. Jahrhun- 
dert lebte. Er erlernte seine Kunst beim Florentinei- Gherardo, 
einem der besten Miniaturmaler seiner Zeit. Man findet in Flo- 
renz noch Chorbiicher, die von seiner Hand mit historischen und 
andern Darstellungen geziert sind, lauter schöne und fleissig vol- 
lendete Bilder. 
Bocean, GIOVEXHIII, ein Maler von Camerino, der gegen das Ende 
des iilalirliunderts oder zu Anfang des folgenden geboren wurde. 
lVIan kennt seinen Meister xiicht, aber aus dem einzigen Werke, 
welches man ihm mit Sicherheit zuschreiben darf, scheint hervor- 
zugehen, dass Boccati die NVerhe Masaccitfs und Giov. da Fiese- 
lels gesehen habe. Dieses bezeichnete Werk bewahrt die Conlra- 
ternität des heil. Dominicus zu Perugia. Es trägt die Unterschrift: 
Opus Johannis Boehatis de Canierino illltT- Ticozzi. 
BOCClIi, FIIUSUIIO, ein Brescianer, Fiaininghincfs Schüler, malte 
Schlachten, Landschaften, Vögel u. vierliissige 'I'hiere, und vorzüglich 
witzige-Zwergbiltler, worin er sehr erlinclsam war. Er war auch im 
Ausdrucke der Leidenschaften trefflich. In der Gallerie Carrara zu 
Bergamo sah Lanzi ein Opfer und ein Volksfest zu Ehren eines 
Götzen, höchst drollig und wunderlich dargestellt. Zwei seiner 
grossen Gemälde besitzt der Graf Theodor Lecchi zu Brescia, und 
auch an andern Orten findet man noch Bilder von Bocchi. Schade, 
dass mehrere seiner Gemälde so sehr ins Finstere fallen, wodurch 
sie an Werth verlieren. Dieser Künstler, der eine bedeutende 
Stelle unter den Bamboceiaden-Malern einnimmt, wurde 1659 ge- 
boren, und arbeitete noch 1718. Nach einer Handschrift von Car- 
bone bei Oretti starb er um 1742. 
BOCClälTdO, Clelllßlllie, Maler zu Genua, lernte bei B. Strozzi und 
vervollkommnete sich in Rom durch das Studium der besten Muster. 
Nach seiner Rückkehr ins Vaterland wurden ihm viele Aufträge zu 
Theil; auch stiftete er eine Akademie, worin nach dem Nackten 
gezeichnet wurde. Seine vorziiglichsten Arbeiten werden in Flo- 
renz und Pisa aufbewahrt; sie sind sowohl in der Colnposition als 
in der Zeichnung und dem Colorit schätzbar. Er starb zu Florenz 
1653 im 58. Lebensjahre. 
3000131110, DOIIIBUICO, Maler aus Finale, MorandPs Schüler und 
Anhänger, besass wenig Erfindung, war aber genau und wusste schöne 
Tinten zu geben. Geschätzt wird ein heil. Johannes in S. Paolo zu 
Genua. Mehrere und noch bessere Bilder von seiner Hand sind 
auch im Gebiete von Genua. Fr starb 1746, ungefähr 60 Jahre alt.
        

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