Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713261
{Blond , 
J akob 
Christoph 
539 
Jlld; JÜCÜb ChTiStOPlI 16, Maler und Kupferstecher, geb. 
zu l-"ranlifiirt 1670, gest. zu Paris 1741. Er soll ein Verwandter 
des ftlichaehLe Blond und der berühmten Sibylla Merian gewesen 
seyii , die hunst aber erlernte er bei C. Meyer in Ziirich und zu 
Paris bei A. Bosse. Später ging er nach Rom, um sich unter C. 
Nlalratti und nacltrdeln bJfZSIIICH DIIiästäai-n iln cäer Malerei auszubilden, 
um (18505 muss in ien aireil 1 Q un 1 Q7 gewesen Seyn (01111 
zu dieser Zeit erscheint er als Maler bei der hais. Gesandtschaft 
des Grafen von Mftftillill. In der Folge ging er mit dem Maler 
llonaventura Orerbeck nach Amsterdam, und hier malte er beson- 
ders Portraite in Miniatur, die an Lebhaftigkeit des Colorits den 
in Oel gemalten glichen, und nur Schwäche der Augen veranlasste 
ihn, in späteren Jahren Cabinetsstiicke in Oel zu malen.  
Le Blond hielt sich auch mehrere Jahre in Eneland auf und hier 
suchte er besonders eine neue Erfindung in's Xgtferk zu bringciipin 
welcher erschon 1720 in Amsterdam glückliche Versuche gcinaclithaitte. 
Es ist dieses die Art und "SVeise Historißn und Portraite aufhlaucs Pa- 
pier oder auf Leinwand in Fzirben abzudrucken. Er fand in Lon- 
don Unterstützung zur Ausführung eines grlisseren Planes, allein 
durch üble VVirthschaft schlug die Unternehmung fehl, und die 
Produkte fielen immer schlechter aus. Kurz darauf errichtete er in 
London eine Täipetenfabi-ils, aber die ausserordentlichen Ausga- 
ben zogen den Ruin der Unternehmer herbei. Da er nun seine 
Hoffnungen vereitelt sah, ging er nach Frankreich, um auch hier 
seinen Unternehmungen Eingang zu verschaffen. Er erhielt auch 
wirklich ein k. Privilegiuin, und bildete verschiedene Schüler, die 
jedoch in ihren Leistungen unter den Verdiensten ihres berühmten 
Lehrers blieben. Allein auch letzterer war in Paris nicht gliiclili- 
eher, als in London, _und so endete er das Leben im_ Hospital. 
Ife Blond gab 1722 in London ein Werk in englischer und fran- 
ziisischer Sprache heraus, das jetzt sehr selten ist. Es hat den 
Titel: _ll colorito, ou_l' _h_ar_monie du Colorit dans la Peiiitiire, rc- 
duite a des Principes iniaillibles et ä pratique möcaiiique, avec des 
figuäes pour en faciliter Pintelligence. Par J. G. le Blon. lm Jahre 
175 erschien zu Paris eine neue Auflage unter dem Titel: L'art 
(Piinpriiner les tableaux, von Le Blond's ächiiler, Gautier de Mont- 
dorge, besorgt. Die beste Belehrung über diese neue Erfindung 
{indlextumaig in Boissmäsdßart de gravemNinhderh vonugocläin tiesorä- 
en sga e, un an ere interessante ac ric ten u er en Iuns  
ler in den Oeuvres posthumes de S lvan Raill S. 50. Dieser sagt, 
   Y Y 
ilass Le Blonci indParis seinen Tod gefunden habe , andere aber 
assen ihn in on on sterben. 
Dias sehr seltene VYerk dieses Iiiinstlers besteht nach einigen aus 
28 ätuclieäi, nach Husgeiä aber enthält es 55__Blätter, die sehr ge- 
iuc bt unh gäschzgzt vär eänz Egn glumgiistuckzmiä äisekten, hlq 
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Ilärandes 3 Thl. Siehr gesucht ist die Ansicht vom Miiusithurm, 
iaineter 8 Z. g L. ebenfalls in Farben. 
Noch erwähnen wir: 
Das Portrait Georg II. und jenes seiner Gemahlin; gr. Fül- 
Eie däeil Kinderhliarl L; gr. Bl. in die Breite. 
aron e et nac Rafael, r. Fol. 
Das Bildnids Rubens, nachg Van Dyck; Fol.   
Das Portrait eines Venetianers, nach Titian, wie das obige in 
natiir icher Grösse. 
St. Agncs und St. Cäcilia, nach Dominichino; 2 gr. Bl. 
Die Ruhe in Aegypten, nach Titian; gr. qu. Fol. 
Die nackte Venus, nach Titian; gr. qu. Fol.
        

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