Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713240
B10 emaert , 
Adrian. 
Bloemen , 
Norbert van. 
537 
310911133113 9 Adrian , Ahrahanfs jüngster Sohn, ist mehr als Zeich- 
ner, als wie als Maler zu erwähnen. Er hat auch einige Blätter ge- 
stochen, doch kann man dieselben nicht mit Sicherheit bestimmen, 
weil der lriiinstler nie seinen Namen darauf setzte.  1 
Nach seinen Zeichnungen sind eine Menge Bildnisse in Gualdds 
Geschichte des Iiaisers Leopold gestochen. 
Adrian lebte noch 1665, in welchem Jahre er einen Angriff der 
englischen Schillie gestochen hat. 
Bloemen, auch Bloom, Juhus Franz, Landgdhaftgmaler, geb, 
zu Antwerpen 1656, gest. 1748 oder 1749. Von seiner liunster-  
ziehung weiss man nichts, als dass er nach Rom kam, dort in die 
Gesellschaft der Flammländischen Maler aufgenommen ward, und 
den Beinamen Orizonte erhielt, eine Anspielung auf die schönen 
Horizonte seiner Landschaften. 
Früher scheint er den van der Kabel nachgeahmt zu haben, spä- 
 terhin hielt er sich aber allein an die treue Nachahmung der Na- 
tur. Er näherte sich mit Glück dem rossen Styl des Caspar Dug- 
het, wovon unter andern einige Landschaften von ihm im Pallaste 
Corsini zeugen. Seine Gemälde bestanden grösstentheils in An- 
sichten von Tivoli und der umliegenden Gegend, in Wasser- 
fällen u. s. w.  
Die römischen Palliiste des Fürsten und seiner Grossen sind voll 
von seinen Landschaften auf Iialk und noch mehr in Oel. Im all- 
gemeinen Tone hat er etwas Griinliches mit chinesischem Lack ge- 
mischt. Seine Erfindung ist frei, zuweilen dichterisch, mehr an- 
lnuthig als gross und die Ausführung leicht und meisterhaft. Bloe- 
mens Werke sind sehr geschätzt, besonders seine Nachahmungen 
von Naturerscheinungen, eines feinen Regens, eines Regenbogens 
u. s. w., welche Gegenstände er mit der grössten Vollkommenheit 
darstellte. 
Er starb in Rom, aber nicht 17h) wie einige angeben, denn er 
ward 1742 Akademiker von St. Luca, wie aus einer handschriftli- 
chen Nachricht erhellet. Lanzi III. 581. Register. 
Bloemen hat auch ei11ig_e_Landschaften nach seiner eieenen Er- 
findung geätzt, deren eine mit Julius Francois bezeichnet seyn 
soll. Die meisten aber signirte ex" mit: Frau. van Bloemen del. 
Ilorizonti. 
Bloemen, Peter van, des obigen älterer Bruder, war auch in 
Antwerpen geboren, doch ist das Jahr seiner Geburt unbekannt. 
Er hielt sich lange bei seinem Bruder in Rom auf, und bekam den 
Beinamen Standaert. Als er 169g in sein Vaterland zuriickkehrte, 
ward er zum Direktor der Akademie in Antwerpen ernannt. Er 
starb nach einigen 171g im 70. Jahre, nach Fiorillo aber, Deutschl. 
 III. 264, ist sein T odesjahr unbekannt. Seine Gemälde bestehen 
grösstentheils in schlachten, Caravanen, Pferdemärkten und eifli- 
gen römischen Festen. Die Pferde sind schön gemalt und die Hin- 
tergründe enthalten schöne Architektur. Man kennt von ihm auch 
selbst gcätzte kleine Landschaften. 
Nach seinen Gemälden stachen T. Major, J. B. Guelard, Bott- 
wyk, Aquila und andere. 
Die Werke dieses Iiiinstlers sind mit einem Monogmmmß und 
mit den Anfangsbuchstaben seines Namens bezeichnet- 
Bloemen, Norbert van, Maler, Bruder des vorigen, wariözz 
in Antwerpen geboren und reiste nach Rom, nachdem er in seinem 
Vaterlande seine ersten Studien vollendet, und sich schon viele
        

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