Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713205
Blockhuysen , 
Benier. 
Blocmaert 
Abraham. 
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BIQCLÜIUYSÜ", Bßmef, ein flamändischer Zeichner und Kupfer- 
stecher, der um die Mitte des 17. Jahrhunderts lebte. Nach Malpe 
ist das beträchtlichste Werk dieses Künstlers die Beschreibung der 
religiösen Monumente Brabants von Sanderus, Brüssel 165? 5 Vol. 
Fol. Ausserdem stach er noch Portraite, die mit dem v0 lständi- 
"en oder abgekiirzten Namen des Künstlers und mit den Initialen 
lal. B. bezeichnet sind. 
Fiissly erwähnt noch eines andern Flamänders A. R. Blockhuysen, 
der um 1750 für Buchhändler arbeitete. Dieses könnte vielleicht 
der Sohn des obigen, seyn. 
Blüßlilillldt, Anton. Maler, auch Anton van Montfort ge- 
nannt, von einem Strich Landes, der seiner Familie gehörte, und 
weil er hier 1552 das Licht der VVelt erblickte, wie C. van Man- 
der versichert. Er erhielt den ersten Unterricht bei einem Onkel, 
Heinrich Assuerus, einem nur mittelmässigen Maler, kam aber in 
die Schule des berühmten Floris, dessen Schüler er in kurzer Zeit 
alle übertraf. In Holland, wo er lebte, finden sich viele schöne 
Historicn von ihm, deren einige Heinrich Golzius u. s. w. ge- 
stochen haben. 
Montfort, der 1583 zu Utrecht starb, bediente sich zur Bezeich- 
nung seiner Werke wahrscheinlich eines Monogramms und des 
Anfangsbuchstabens M auf einem Tiifelchen, oder AM. Das M0- 
nogramm besteht aus den Buchstaben AB. DieseBezeichnung 
findet sich auch auf Iiupferstichen nach diesem Meister, und ver- 
muthlich ist sie auch auf dessen Gemälden zu finden. 
BIOCQ; Maler von Antwerpen, liess sich in Charleroi nieder, und 
malte dort Portraite und Historien mit gutem Erfolge. Er starb im 
ersten Zehntel des jetzigen Jahrhunderts. 
Bloemaert (Bloemär, Blomart, Blom), Abraham, Maler, 
Iiupferstecher mit der Nadel und Formschneider in Helldunkel, 
geb. zu Gorcum, nach Houbracken 1564, nach Sandrart und C. 
van Mander aber 1567, gest. zu Utrecht 1647, nach andern 165? 
oder 1658- Er wurde von früher Jugend an zur Malerei bestimmt, 
und daher copirte er anfangs mit Eifer die Zeichnungen des F. 
Floris. Seine Lehrer, die er im Vater-lande erhielt, waren alle un- 
bedeutend, und daher entschloss er sich in seinem 16. Jahre nach 
Paris zu gehen, um eines bessern Unterrichtes theilhaftig zu wer- 
 den. Allein Jean Bassot und Maitre Hery, welche beide seine Leh- 
rer wurden, waren sehr unbedeutende Maler, und daher war er 
denn immer auf sich selbst angewiesen. Fr nahm sich weder Flo- 
ris noch Frank zum Muster, auch der Manier des Golzius trat er 
nicht bei, sondern bildete sich durch das Copiren guter Meister 
eine eigene, weit angenehmere Weise.  
Das __erste Gemälde, welches ihm zu Amsterdam all emeinen Bei- 
fall erwarb, war der Tod der Familie der Niobe, nlitäebensgroääßll 
Figuren. Fiir den Kaiser Rudolph musste er dieses Bild wieder- 
holen, und bald fehlten auch anderweitige Aufträge nicht, du der 
Künstler bereits die Aufmerksamkeit des Kaisers auf sich gelogen 
hatte. 
Bloemaert malte, Portraits ausgenommen, in jeder Art von Ma- 
lerei; er bewegte sich im Gebiete der Geschichte und der Mytho- 
logie, malte thierische Gestalten und Landschaften, die als vor. 
ziiglich schön geriihmt werden. Allein Bloemaert verband kein 
gründliches Studium der Natur mit dem der Antike, auch wählte 
er nicht immer Meisterstiicke, welche den Geschmack bilden konn-
        

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