Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713177
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Blescnrlorf' , 
Samuel. 
Blculer, 
Ileinrich- 
sein Bilduiss 
leius. 
in 
Kupfer 
gestochen , 
mit 
des 
Zeichen 
dem 
Iiäuz- 
Blesendorf, Samuel, Maler und Iiupferstecher, Sohn eines ge- 
schickten Goldschmieds Auanias Blesendorf zu Berlin, malte sehr 
schöne Bildnisse in Ocl und arbeitete auch sehr wohl mit dem 
(irabstichel in P. van G-unsfs Manier. Sein Meisterstück in dieser 
Gattung ist das Portrait des Markgrafen Johann Friedrich von Ans- 
bach und seiner Gemahlin, beide in einem Garten sitzend, nach 
Netschefs schönstem Gemälde. Andere von ihm gestochene Blätter 
finden sich in verschiedenen, damals zu Berlin gedruckten Schrif- 
ten. Nach Dondortf (Gesch. der Erfindungen LBd.) brachte Samuel 
zuerst die Email -hdalerei zu Berlin in Ausübung. 
Blcsexidort" wurde 1690 Hoikupferstecher und starb 1706. 
Blesendorf, Constantin Friedrich, Maler und Kupferstecher, 
SamuePs jüngerer Bruder, der um 1075 zu Berlin geboren wurde. 
Er malte in el und Miniatur, und verrieth hier, wie in seinen 
liupferwerken, ein schönes Talent, das aber wegen der ausschwei- 
fenden Lebensweise des liünstlers nicht zur Ausbildung gelangte. 
Blesendorf war Professur der Geometrie und der Perspektive an 
der Akademie zu Berlin, und nach dem Tode seines Bruders wurde 
er zum Hofkupfersteeher ernannt. Sein Tod erfolgte um 1754, in 
Folge eines Falls von der 'l'reppe. Er iitzte verschiedene artige 
Sachen in Kupfer, half auch seinem Bruder und zeichnete nebenbei 
für Kupferstecher. Für Schlüter und Eosander entwarf er saubere 
architektonische liisse. 
Unter seinen Portraiten erwähnt man das des Churfiirsten Frie- 
drich Wilhelm, 1683; gr. Fol. Der Künstler scheint also einige 
Jahre vor 1675 geboren zu seyn. 
BleSßIldOTf, Ellßabellh, Schwester der beiden vorhergehenden, 
war eine geschickte Schmelzmalerin und in der Musik sehr erfah- 
ren. Die Fürstin Mentschikof nahm sie mit sich nach St. Peters- 
burg, wo sie auch 1760 gestorben seyn soll. 
BIBSBXICIOTf, JOaChlm ETnSt, Baumeister zu Berlin , der 1640 zu 
Zielenzig geboren wurde. Er arbeitete 1660 bei der Anlage des 
Friedrichwerders als Conducteur, und reiste dann zu seiner Aus- 
bildung auf Iiosten des Churfürsten von Brandenburg nach Horn, 
wo er zwei Jahre studirte. Nach seiner Rückkehr wurde er Ober- 
bauingenieur und Baudirektor, und 1075 nach de Chieze's Tod 
Generalquartiermeister der Armee. Er zeichnete in dieser Eigen- 
schaft viele Städte und eine Schlacht zwischen den Schweden und 
Brandenburgern, und fand 1677 vor Stettin durch eine Kanonen- 
ku el seinen Tod. 
"läicolai erwähnt noch eines andern Joachim Blesendorf, der Chur- 
furstlicher Ingenieur und Landmesser war, und noch 1701 lebte. 
Bleuler, Hßlllrlßh, ein trefflicher Gouachemaler und Kupferstecher 
zu Schaffhausen, geb. zu Zollikon am Züricher See, lernte anfangs 
das Porzellanmalen, beschäftigte sich aber in der Folge mit Schwei- 
zerprospekten, die" er illuminirte, und anfangs für M. Pfenninger 
in Zürich, und dann für seinen eigenen Verlag lieferte. Seine Ar- 
beiten haben grosse Vorzüge, stehen aber doch denen des Aberli, 
Biedermann und Bieter nach. Die Landschaften in Gouache und 
Wasserfarben sind zahlreich; sie stellen merkwürdige Gegenden 
und Orte dar. Bleuler arbeitete noch 1.829, und Illallß Zu (ÜCSCT 
Zeit malerische Harzansichten.
        

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