Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713136
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Blankhof, Johann 'l'enniss (Anton). 
Blasset, Nicolaus. 
Blankhof, Johann Teumss (Anton), genannt Jan IYInet, Qll 
Zuname, den er in Rom von der Schilderhent erhielt, geb. Zl 
Allunaer 1628, gest. zu Hamburg oder Amsterdam 1670. Er hatte 
in den ersten zwei Jahren unbedeutende Lehrer, erhielt aber nach- 
her Unterricht von C. von Everdingen, der ihm rieth, nach Bon 
zu gehen, das er in kurzer Zeit dreimal besuchte. Endlich schiffn 
er sich nach Candia ein, um sich ganz dem Studium des Meere: 
zu widmen, so dass er einer der berühmtesten Seemaler ward. E1 
beobachtete den Aufruhr der Elemente, und wusste diesen mit sol- 
cher Wahrheit wieder zu  eben, dass man in seinen Seestiirmen 
die Winde rauschen und den Donner rollen zu hören glaubt. Die 
jcnigen seiner Gemälde, auf die er zu viel Fleiss verwendete, sind 
nicht so schön, wie die übrigen, und haben das Feuer und den 
Geist nicht, die seine eigenthtimliche Manier ausmachen, wie Fio- 
rillo D. III. 7d sagt.  
313715911 (Blanßllfl?) VITIIOTIO, ein Turiner, der für Beaumonfs 
' besten Schüler gehalten wird, und dem er am Hofe folgte. Er 
malte heilige und profane Geschichten, die ihm Beifall erwarben. 
Seine drei Altarbilder in S. Pelagio, besonders ein in eines Engels 
Armen ohnmiichtiger heil. Ludwig werden in Turin sehr geschätzt. 
Lanzi glaubt in seinen WVerkenselbst mehr Geschmack in Verthei- 
lung des Lichtes und Schattens zu finden, als in denen Beaumonfs. 
In der Zeichnung ist er nicht immer genau. Starb 1775, ungefähr 
40 Jahre alt. Lanzi III. 350 d. Ausg. 
Biälfambert, ein Maler zu Paris um 1760 lebend. Er hielt sich an 
Watteau's Manier, und malte theatralische Auftritte von 5 bis 6 Fi- 
guren mit einem so zarten Pinsel und so fein, dass man sie in 
einen Ring fassen konnte. Fiissly glaubt, dieser Künstler sei Eine 
Person mit van Blaremberg, dessen Heinecke erwähnt. Jener war 
von Bheims, und fertigte die Zeichnungen zu den von den Varins 
gestochenen vier Blättern, welche die (Zeremonie bei Errichtung der 
Statue Ludwigs XV. zu Bheiins vorstellen. Auch 52 Blätter mit 
Cavallerieiibungen sind nach ihm gestochen. 
BIZISClIG, Kupfer-Stecher zu Wien, machte sich schon zu Anfang un- 
sers Jahrhunderts durch verschiedene Blätter bekannt. Hieher ge- 
hören die schönen Prospekte und Vignetten für das Wiener Ta- 
schenbuch für Freunde vaterländischer Gegenden, das zu Wien bei 
D011 erschien, und mehrere andere Arbeiten für Buchhändler, die 
damit Taschenbücher schmückten. Blasche lieferte auch 11 Platten 
für das neueste Galleriewerk des Belvedere, das der Buchhändler 
Haas herausgab. Seine Leistungen sind verschieden: besonders zu 
loben ist das Blatt mit den Wundern des heil. Franziscus nach Ru- 
 bens. Die Heilung des Iinabens durch Jesus, und Herrmann nach 
van Dyck sind in altfranzösischem Style gestochen; sehr zart der 
todte Abel nach Fiiger, gelungen ist die Judith nach Allori und 
die heil. Familie nach Rafael, weniger ist dieses der heil. Johannes 
nach Mux-illo, verfehlt aber Christi Himmelfahrt nach Lebrun. 
Näheres über diesen aehtbaren Künstler haben wir nicht er- 
fahren. 
31335315, NlCÜlausy Bildhauer xind Baumeister von Abbeville (nach 
Heineckc von Amiens), gest. 1656 oder 1659. Dieser Künstler be- 
sass das seltene Talent, die Natur getreu naclizubilclen, und bä- 
handelte Marmor und Stein mit ungemeiner Geschicklichkeit und
        

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