Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1713107
Blaue , 
Horaz 
oder 
Franz.  
Blanchard , 
Jacob. 
523 
buch unter dem Titel: Idea del buon scrittore, von Th. Ruinetti 
von llavenna estochen. 
Das Todesjaäir dieses Künstlers ist unbekannt. 
Blaue, Horaz le, oder Franz, wie die Description de LYOII 
angibt, denn von Lyon ist dieser geschickte Maler gebürtig. Er 
studirte in Rom unter Lanfranco und italienisirte hier seinen Na- 
men in Bianehi. In Rom hinterliess er auch etliche Gemälde, 
die nebst denen im Schlosse zu Grosbois bei Paris zu seinen besten 
gehören. Die schönen Arbeiten, welche die Säle des Stadthauses 
zu Lyon zierten, wurden in den Tagen der Revolution ein Baub 
der Barbarei. 
Le Blanc blühte um 1620. 
Blaue ,  , ein Iiupferstecher, dessen Lebensverhältnisse unbekannt 
sind. Man kennt von ihm eine Folge von vier Blättern mit Fra- 
tzenlaöpfen, die mit einem Monogramme oder mit obigem Namen 
bezeichnet sind. Letzterer könnte nach Brulliot auch abbrevirt 
seyn. 
Blaue, d. 16, ein geschickter französischer Medailleur zwischen 
den Jahren 1715  32. Er soll einige seiner Werke mit J. B. be- 
zeichnet haben. 
Blaue, ein treffllicher Genrernaler von Berlin, bildete sich zu Diis- 
seldorf unter I-Iübner, einem ausgezeichneten Künstler, und lie- 
ferte bereits Bilder, die ein entschiedenes Talent verrathen. Dar- 
unter sind mehrere scliiine Darstellungen aus dem Mittelalter und 
andere Gegenstände, die alle wohl gezeichnet und mit zartem Pin- 
sel geinalt sind. Gleiches Lob verdient auch die glückliche Auf- 
, fassung, der charakteristische Ausdruck der Figuren und die schöne 
Färbung. 
Blanehard, JäliOb, Ilistorienmaler, geb. zu Paris 1600, gestorben 
1658. Schüler von Nik. Bolleri und Horaz le Blanc, einer der 
vorzüglichsten Coluristen, den Frankreich besitzt, und der allge- 
mein der französische Titian heisst. Er be ab sich mit seinem Bru- 
der Jean nach Italien, hielt sich 1624 zu Ihm auf, studirte dann 
zu Venedig nach den vorzüglichsten Mustern dieser Schule, und 
gründete hier sowohl, wie in Frankreich seinen Ruf. Er bildete 
vorzüglich nackte Figuren und belebte sie durch Ausdrußli 11ml 
Grazie. In Turin malte er für den Herzog von Savoyen in 8 gros- 
sen Bildern die Liebe der Venus und des Adonis. Nach seiner 
Rückkehr in Frankreich verfertigte er viele Malereien in Lyon, 
und zu Paris bildete er Vouet zum Trotz eine grosse Schaar An- 
hänger, und malte mit demselben wettcifernd für den Herrn von 
Bullion. Diese Arbeit bestand aus einer Gallerie von 15 Oelgemäl- 
den, mythologischen Inhalts. Zu seinen merkwürdigsten Bildern 
gehören ferner: die Ergiessung des heil. Geistes für die Cathedrale, 
ein heil. Andreas ehedem in Notre-Dame, und Johannes auf Path- 
mos, sein Aufnalnns-Stiick in die Pariser-Akademie.   
k Blanchard's Nähe war eine Zeitlang dem lluhme Vouet's sehr ge- 
fährlich, allein der Tod befreite diesen von Seinem rossen Neben- 
buhler, der in der Blüthe seiner Jahre starb. Fiorillo III. 164- 
Mehrere andere seiner Arbeiten sind in der Gallerie Bourbon 
und im Schlosse zu Versailles.  
Blanchard hat auch einige Blätter radirt. Rost VII. 112 fuhr! 
drei nach eigener Erfindung und eines nach Carracci an. 
. Eine heil. Familie, ohne Namen des liünstlersiCliez Huart; quß,
        

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