Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712997
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Biscara, Giuvanni Bntista. 
Bischop (Bisschop), Christian 
Biscara, GIOVEIHHI BEIHSUI, IIistorienmalei' von Nizza, erster 
WIaler des Iiilnigs von Sardinien, und der einzige, der zu Turin 
Iluf geniesst. Er machte seine Studien zu llom, und that sich zu- 
erst durch ein Gemälde hervor, welches die Zusammenkunft der 
heil. Junglrau mit Elisabeth vorstellt. Dieses Bild ist in schönem 
Style gelertiget, currekt in der Zeichnung und mit breitem Pinsel 
ausgeführt, aber im Colorite graulicht. Biscara gab durch dieses 
und einige andere Gemälde die Hoffnung, dass er einst ein beriihxil- 
ter Iiiinstler werden werde; allein es war ihm nicht lange qenur; 
vergönnt, in Rom an den herrlichen Mustern seinen Geschmack 
zu bilden, denn im Jahre 1822 wurde er nach Turin berufen, um 
die Direktion der Akademie derbildcnden Iiiinste zu übernehmen. 
llier fehlte es ihm an Gelegenheit zur vollen Entwickelung seines 
'l'alentes, und vielleicht auch an Lust, sich eines gründlichen Stu- 
diums der Natur zu befleissigen; denn Uiscara ist manierirt in der 
Zeichnung und im Culorite. Er lieferte eine beträchtliche Anzahl 
heiliger Iiilder, und besonders Madonncxi mit dem Iiinde, die aber 
nichts von llalaePs Reinheit und jungfriiulicher Anmuth haben. 
Unter seine besseren Gemiilde gehört sein Ulysses auf Scyros 1822, 
und im Jahre 1832 malte er den König in Lebensgrösse und im 
Ornate.  
Die VVerl-te dieses Iiiiilstlcrs, der übrigens zu den guten des 
neuern Italiens gehört, sind oft mit einem B. bezeichnet. 
Blschop oder Eplscopius, Johann, ein untgr den Künstlern 
und Alterthumslaexiueru riihmlich bekannter Mann, geb. im Ilaag 
16.16, gßst- 1636. Er studirtc die Rechtsgelehrsamkeit, und erlangte 
den Huf eines berühmten Advokaten am hnlliimlischen Hofe. Ue- 
herdiess machte er sich in der Kunstgeschichte auch als Zeichner 
und Iiupferätzer einen Namen, und hatte in dieser Iiunst keinen 
andern Lehrer, als sich selbst und seine alles besiegencle Liebe zu 
diesem Fache. Er lieferte Zeichnungen von vortrefflichem Ge- 
schmacke, in Aquarell ausgeführt; aber besonders sehiitzbar sind 
seine radirten Blätter, die mit einer geistreichen und malerischen 
Nadel gefertiget sind, und zwar nach vorzüglichen Originalen. 
Sein Hauptwerk, das noch immer gesucht wird, ist eine Stunmlung 
von Statuen und andern Figuren, die er als Studien herausgah, und 
zwar unter dem Titel: Paradigmata graphices variorum artiphiculu 
tabulis aeneis. Pars I. et II. IIagae 1071, Fol. Diese von Epis- 
cepins selbst besorgte Ausgabe hat 102 Blätter, die zweite vun N. 
Visscher hat um 11 Blätter mehr. 
Bischop bediente sich zur Bezeichnung seiner Werke auch eines 
Monograznms, das aus den liuchstabeii J. E. hcsteht, denn der 
Künstler latinisirte nach damaliger Gewohnheit seinen Namen. 
Ausser dem erwähnten Zeichenbuche , das unter dem Namen des 
Episcopius aniefiihrt wird, kennt man von Bischop noch Blätter 
nach van Dyc , Tintoret, Rubens, Paul Verunese u. a. Nach B. 
Breelnberg stach er die Marter des heil. Lorenz, und Joseph, wel- 
cher in Aegypten Getreide verkauft, zwei Blätter in gr. (In. FoL, 
die auch der Maler in Kupfer gebracht hat. 
Joubert eignet ihm irrig die Blätter des Ch. Bischop zu. 
BiSGlIOP (BISSClIOP) , Chrlstlan, ein Iiupferiitzer, dessen Lebens- 
Verhältnisse uns unbekannt sind. Er hat wahrscheinlich nur zu 
seinem Vergnügen geätzt, ilamentlich verschiedene Blätter mit Och- 
sen und Kühen, die mit C. B. oder mit seinem Namen bezeichnet 
sind. 
[i Blätter Ansichten von Wiesen, mit. Vieh staffirt; II. v1 Z. 5_-6 L., 
Br. 5 Z. S-9 L.
        

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