Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712970
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Birman. 
Biscaino , 
Bartolomeo. 
worden, um durch seine Nähe ein grosses Meisterwerk zu verun- 
zieren. Die Königin erscheint hier in der Stellung eines Soldaten, 
der da? Gewehr schnltert, mit lirone und Scepter, und in einem 
gewaltigen Reifrocke. Auch dC-krgensville hat sich über den absur 
luten Uuwerth dieser Statue ausgedrückt. 
Bei Walpole findet man ein vollständiges "Verzeiclmiss der Werke 
dieses Künstlers. 
Birmann. s. Biermann. 
Blrn, TOblaS, ein böhmischer Maler, von welchem Dlabacz ein 
meisterliaftes Gemälde mit Johann von Nepolnuck in der Sedletzer 
Stiftskirche erwähnt. Dieser Künstler starb zu, Paris in königlichen 
Diensten, duch weiss man nicht wann. 
Birnbaum. S. den Artikel der Hopfer. 
Birnbaum, Alexls. S,Pip11hau1n_ 
BlrnStlG-l, ein Formschneider zu Berlin von 1718--30. Er war auch 
Buchdrucker. Die meisten seiner gutgeschnittenen Vignetten fin- 
det man in den damals zu Berlin erschienenen Schriften. Sein 
Sohn, Fried. VVilhelm, war ebenfalls Buchdrucker und Form- 
sehneider zu Berlin, und arbeitete um 1754  74, zum Theil nach 
Zeichnungen des Malers J. Ch. Frisch. 
Vignetten von seiner Hand, die besser sind als die seiner Vor- 
gänger, sieht man in märkischen Schriften. Sie sind mit seinem 
Namen oder einem umgekehrten grussen B bezeichnet. In den 
vermischten Schriften des bekannten lVIilius sieht man die meisten, 
und in den poetischen Versuchen von Scherwinzky (1774) trilTt 
man 74 solcher Holzschnitte an, von denen aber auch J. G. Unger 
einige gefertiget hat.  
BIPOU, Prinzessin von Curland, malt treifliehe Landschaften. Sie ist 
Mitglied der Akademie zu Berlin. 
Blfrellbadl, Reiner, Glasmaler zu Cöln, wollte das verlorne Ge- 
heimniss der Glasmalerei wieder entdeckt haben, blieb aber in 
Hinsicht der Technik und der Farben, weit hinter den alten Mu- 
stern zurück. S. Münchner po-lit. Zeitung 1819, N0, 295, 
BlSCQlIIO, Johann AfldfGüS, Landschaftsmaler zu Genua, geb- 
1605, est. 1657. Er lcrute die Zeichenkuilst bei Paggi, ging dann 
in B. äastellds Schule über und ärndtete schon in seinen ersten 
Bildern grossen Beifall. Man glaubte sogar in ihm einen Künstler 
zu besitzen, der den alten Ruhm der Genneser Schule aufrecht- 
erhalten werde. Seine Landschaften sind auch von gutem Ge- 
schmacke, aberrmit einem flüchtigen Pinsel ausgearbeitet. Er un- 
ternahm jede Arbeit, um seine Familie zu erhalten, und sah mehr 
auf den Profit, als auf den Ruhm. 
BISCQIDO, Bartolomeo, älterer Sohn des obigen, geb. zu Genua 
1633, gest. daselbst 165? an der Pest. Sein Vater war sein erster 
Lehrmeister, und später V. Castelli. Die Eleganz und Schönheit 
der Figuren, der gute Geschmack des Faltenwurfes, die angenehme 
Färbung und die ileissige und geistreiche Manier machen seine Ge- 
mälde stets Schätzbar. Er malte Einiges für Genua und für ver- 
schiedene Orte der Umgebung. Eines seiner Bauptgemälde stellt 
den hcil. Ferrand vor dem Throne der heil. Jungfrau dar, das er: 
für die heil. Geisthirche malte. Die Dresdner Gallerie besitzt drei
        

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