Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712931
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Binck , 
Jakob. 
and, und unterscheidet sie von jenen des unbekannten Meisters J. 
B., den Sandrart mit unserm Iiiinstlci- verwechseltc. Auch die 
Blätter des letzteren sind mit J. B. bezeichnet, aber das Mono- 
grznnni zeigt in der Mitte zwischen den beiden Initialen noch ein 
kleineres C., was wahrscheinlich Culonicnsis bedeutet. 
Unter diesen Blättern sind nicht alle jene, welche Sandrart dem 
Jak. Binck zueignet, denn Bartsch schreibt sie einem anonymen 
Meister zu, der sich mit J. B. bezeichnete. Wir fänden es daher 
für nothwendig, auch das "Werk dieses Iiiinstlers zu verzeichnen, 
da noch immer hiiuiig die Blätter beider verwechselt werden. 
Von dein anonymen Stecher beschreibt Bartsch l. c. 299  51g 
52 Illätter. 1 
Drei Darstellungen aus dem Leben Jesu, die Beschneidung, Chri- 
stus schläft iiii liahne während des Sturmes, Christus und der 
Hauptmann; Durchmesser 1 Z.  L. 
Die heil. Jungfrau init dem Iiinde sitzend, dem sie mit der Lin- 
ken einen Apfel reicht; H. 3 Z. 9 L., Br. 2 Z. Q Lf? 
Die heil. Jungfrau an der Mauer, copirt nach Dürer, aber 
ohne Geschmack, und daher wahrscheinlich eine Jugendarbeit. 
St. Lucas vor der Staffelei; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 11 L.  
St. Hieronymus in seiner Zelle schreibend; H. 2 Z. ß L., Br. 
1 Z. 10 L. 
Marcus Curtius, sich in den Abgrund stiirzend, 1529; Durch- 
messer 2 Z. 1 L. 
Auf der Copie eines geschickten Unbekannten fehlt im Worte 
CÜRTIUS des Originals das 1. 
Martin Luther, 1530; H. 5 Z. 2 L., Br. 2 Z. 7 L, 
Die tiiuschende Copie eines Ungenannten erkennt man an den 
durch zwei Punkte getrnnten Initialen I. B. in 15. I. B. 50., 
die im Originale fehlen. Die Copie hat gleiche Grösse mit 
letzterem. 
Melanchthon, 1530; H. 5 Z- 3 In, B11 2 Z- Ö L- 
Die sieben Planeten, eine Folge von sieben Blättern. Die Gott- 
heiten sind stehend vorgestellt mit den Zeichen des Üfhierlirei- 
ses. Diese Blätter eignet Sandrart dein BlDCli zu. 
Alzollo und Diana, Copie nach Alb. Durer; H. 1 Z. [i 15.? Br. 
g Z. 1 L. 
Der Triumph des Bacchus, 1528; H- 2 Z- t In, Br. 10 Z. ÖL. 
. Ein sehr schönßä Blatt- 
Der Kampf zweier Tritonen, eine Vignette, sehr schön; H. 1Z. 
Br. 2 Z- Ö L. I 
Der Iiainpf der eilf Fechter zu Fuss; H. 1 Z. 5 L., Br. zilZ. 6 L. 
Kampf von zwölf Elechtern zu Fuss und zu Pferde; H. 1 Z. 11L. 
Br. Z. 1 L. 
Die sigben christlichen Tugenden, eine Folge von 7' Blättern; 
1-1, 2 Z. 10 L., Br. 1 Z. H L. 
Vier weibliche Figuren: SPES, TRIBULIXTIO, INVIDIA, TO- 
LERANTIA, 152g, eine Allegorie nach W. Pirkheimerjs An- 
gabe; H. 5 Z. 5 L., Br. 5 Z. 1 L. Dieses Blatt ist bei Wei- 
gel als einer der vorziiglichsten Stiche des J. Binck um -2 Thl. 
3 gr. ausgeboten. 
Der Genius der Geschichte; Durchmesser 2 Z. 1 L. 
Ein Genius mit Schild und Waldhorn; II. 15 L., Br. 10 L. 
Es gibt von diesem Blatte drei Copien. Die erste, im Sinne 
des Originals von einem Ungenannten gestochen, hat die Ini- 
tialen J. B. nicht, und das Blatt ist von der rechten Seite be- 
leuchtet, während im Originale die Beleuchtung von der Liii- 
ken zur Rechten geht; H. 14 L., Br. 11 L-
        

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