Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712736
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Bianchi , 
Cajelalm. 
Binnchi , 
Isidor. 
C 
dem der Meister, aus Furcht, Bianchi möchte seinen Söhnen nach- 
theilig werden, den Unterricht ahbrach. 
lYIau kennt von ihm Freggi däirchitettura von 1645 und verschie- 
dene andere Fulgen von Blättern, meistens Verzierungen. Als lYIa. 
1er arbeitete er in Diensten der Iierzoge von Modena und Mantua. 
Blanchl: Calctan: Iiupferstecher zu Mailand um 1750- Er stach 
theils nach eigener Zeichnung, theils nach J. della Valle und B. 
Yittori, meistens Bildnisse von lVlailiindei-n. 
. . . . 
Blüllßlll, Friedrich, Bitter, ein mailiindischer Maler, Schiiler 
und Schwiegersohn des Proecaccini, von dem er aber mehr die 
Grundsätze als die Formen und Bewegungen angenommen, welche 
bei ihm etwas Selbstsändiges haben, und ohne Zweifel aninuthig 
und lieblich sind. Einige seiner heil. Familien zu St. Stefanu und 
alla Passione werden sehr geschützt, so wie einige andere mit nicht 
vielen aber gut gedachten Figuren, z. B. eine Heimsuchung zu 
S. Lorenzo, die durchaus eines Liehlingsschiilerk des Procaccini 
würdig ist. Für grosse Compositionen hat er wohl nicht Nachhal- 
tigheit genug; übrigens ist er gedankenreich und von schöner-Rar- 
munie und gewiss einer der besten Mailänder-Maler seines Jahr- 
hunderts. Er arbeitete auch viel im Piemontesisehen. Nach Lanzi 
U. 172 d. Ausg. und Orlandi lebte Bianchi noch 1718, er muss da- 
her ein sehr hohes Alter erreicht haben, da ihn Proccziccino, der 
1626 starb, noch zu seinem Schwiegersohne machte. 
Bianchi, Ferrari Francesco, genannt 11 11.3.1 da Modem, 
malte von 17:81  1510. IYIan hat ihm die Ehre angethan, der 
Lehrmeister (lorreggizfs gewesen zu seyn, was jedoch nicht ganz 
ausgemacht ist. Seine Bilder haben angenehmes Colorit, die Fi- 
guren natürliche Stellungen und Bewegungen, seine Cornpositizm 
ist grossartig und alles in einer leichten und reinlichen Manier 
ausgeführt. In S. Fransescu zu lWIudena sah man ein Bild von 
ihm. Eswar etwas trocken und mit nicht gehörig rund gezeichne- 
ten Augen, wie Lanzi II. 270 d. A. versichert. 
Bianehi, Jüllänn Baptist, des Bacciu Sohn, Maler und Bild- 
hauer. Er widmete sich anfangs der Iiunst seines Vaters, zog aber 
später die Bildhauerei vor_uud hinterliess zu Genua und in Mai- 
land plastische Werke. Ein Bacchus von der Hand dieses Künst- 
lers wurde in Frankreich sehr heriihmt. Er ergänzte auch den be- 
rühmten Farnesischen Stier zu Rom, den Rossi in Iiupfer ge- 
stochen. Bianchi brachte ehentälls in der Malerei gute Stiiclie zu 
Stande und starb zu Genua 1657 an der Pest. 
Auch Pozzo gedenkt eines geistreichen und geschickten Bild- 
hauers und Baumeisters J. B. Bianchi, der wohl Eine Person mit 
dem Unsrigen seyn wird. 
Bianchi, Johann Paul, auch Blancus, Maler und Kupfer- 
ätzer um 1682- Er malte Bildnisse und brachte deren viele nach 
verschiedenen Meistern in Kupfer; auch Thesen stach er. Ein 
Künstler dieses Namens arbeitete um 1620 nach Fiasella u. a.; da- 
her muss Bianehi, wenn er mit diesem Eine Person ist, ein hohes 
Alter erreicht haben. Einige dieser Blätter sind mit P. B. F. he- 
zeichnet, andere mit Blanc. fec. oder Blancus fee. 
Blüllclll, lSNlÜP, Maler von Campione im Mailändischen, genannt 
der Cav. Isidoru, ein. guter Wanrl- und Oelmalcr, wie sich in 
der Iiirche des heil. Amhrosius zu Mailand und in mehreren zu 
Comb ergibt. Der Ilerzog von Savoyen wählte ihn, einen grus-
        

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