Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708235
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(Albagini), 
Albacini 
Carlo 
Albani 
Francesco. 
Albacmla (Alhaginl) Carlo: Bildhauer zu Rom, verfertigte, das 
Denkmal des Ritters Mengs in der St. Peterskirche, welches die 
russische Iiaiserin dem berühmten Iiiinstler setzen liess. Man kennt 
von ihm auch schöne Biisten, besonders aber besass er grusse Ge- 
schicklichlseit in Restaurirung antiker Kunstwerke. Er lebte 182i 
noch, in welchem Jahre das Iiunstblatt von der Hand Albaginik 
eines verwundeten Achill erwähnt, der sich durch Ausdruck, Styl 
und Composition auszeichnet, im Besitze des Herzogs von Devon- 
shire. Er war der Testamentsvollzieher der 1807 zu Rom verstor- 
benen Angelica Kaufmann. 
Albanese, MOÖGSIIO, ein von Padua gebürtiger Mönch. Der Graf 
Franz Sassonia stach 1690 nach seiner Zeichnung den Riss des von 
Modesto beschriebenen Benediktiner-Klosters St. Giustina; ein sehr 
seltenes Blatt. 
Albanesi oder Albanetti, A-, ätzte nach Guido Reni eine Mag- 
dalena, und eine schlafende Venus nach Sicurta, um 1775. 
Albanesi; Battista, Bildhauer, verfertigte 
kirche St. Giorgio zu Venedig. 
7 
Statuen 
in 
der 
Insel- 
Albaiii, Franeesco, Maler, geb. zu Boloäna 1573, m. 1660. Ei- 
legte sich schon im 12. Jahre mit allem  ifer auf die Kunst und 
kam mit Hiilfe seines Jugendgefahi-ten Guido Reni, der bei Calvart 
schon bedeutende Fortschritte gemacht hatte, zu demselben Mei- 
ster. Albani theilte mit Guido das unter gleichen Studien entwi- 
ckelte Talent und die unerschöpfliche Quelle eines zartfiihlenden 
Gemiiths. Aber Guido gönnte sich einen freieren Schwung und 
suchte in den Meisterwerken der Antike das Schöne auf, um es 
auf die Ge enstände der christlichen lieligions-Wclt iiberzutragen, 
während Aiibani von diesen ausgehend, ohne auf die Bedingung 
objectiver Klarheit und formaler Reinheit überall zu achten, leicht 
sich in das sentimentale verlor, und absichtlich nur auf das Zarte 
und Liebliche beschränkt, der Gefahr des Maiiierirten nicht entge- 
hen konnte. Das  nier grossere Ansehen, welches die Schule der 
Carracci gewanmldtiiiiiiite Guido, zu derselben uberzugehen; auch 
dahin folgte ihm Albanr [bald nach. Von Jetzt an suchten beide 
Jünglinge sich in öffentlichen Arbeiten zu_ ubertreffen, und es ge- 
lang wirklich dem Albani sich durch seine Auferstehung Christi 
im ißethhause des heil. Columbanus, aber vorzüglich durch seine 
trefflich ausgeführte Geburt der Maria in St. Maria del Pioinbo so- 
gar seinen Gegner zu übertreffen, undniach Passeri ist, nebst fleis- 
siger Ausführung, hier nicht allein die Zeichnung richtiger, son- 
dern auch das Colorit naturgetreuer. VVähreiid sich auch durch 
andere schöne Werke sein Ruhm verbreitete, ward Annib. Carracci. 
nach Rom berufen, um die farnesische Gallerie zu malen. Auge- 
feuert von dem Verlangen, Rom zu sehen, und in Annibale's Nähe 
zu seyn, beredete Albani seinen Freund, mit dahin zu reisen und 
beide langten um 1612 daselbst an. Der Vorzug, welchen Guido 
hier anfangs genoss, erbitterte Albani so sehr, dass sie sich auf 
immer trennten. _So artete jetzt der Wetteifer in Eifersucht aus, 
doch nicht in Niederträchtigkeit; es verkleinerte keiner den an- 
dern, sondern beurtheillen sich auch als Feinde immer mit gros- 
ser Achtung. Orlandi liiugiiet zwar die Nebenbuhlerschaft Guidifs, 
indem er ihn einen geschivornen Freund unsersliiiiistlers nennt, und 
behauptet, er habe die. Anmuth der Kunst mit ihm gegessen, was 
doch nur von ihren frulieren Werken glaublich ist.
        

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