Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712583
Berlucci, 
Ludwig. 
Bervic , 
Charles 
Clement. 
471 
Beriihmt ist seine Geburt der Maria, die er fiir die Doininicaner 
zu Faenza fertigte, bezeichnet mit: Jacopo Bertucci Faentino 1532. 
Man hat den Jacopo da Faenza von Jacopo Bcrtucci unterscheiden 
wollen, allein Lanzi versichert, dass sie beide eine und dieselbe 
Person seien. 
Bertuccl, Illldwlg, Maler von Modena, arbeitete mit Ruhm zu 
Rom, und ging dann nach Mantua, wo er für den Herzog vieles 
verfcrtigte, was derselbe dein Iiaiser zum Geschenke machte. Die 
Gemälde dieses geistreichcn und artigen Malers bestehen in Bam- 
boeciailen und Capricen, die schon zu seiner Zeit sehr beliebt 
YVQTCIX- 1 
Bertucci lebte in der ersten Iliilfte des 17. Jahrhunderts, und 
hiuterliess zwei Töchter, die auch Künstlerinnen waren. 
BCITUCCIO; ein berühmter Goldschmied und Bildhauer in Bronze, 
der zu Venedig um 1300 blühte. Zu dieser Zeit goss er tiie Bron- 
zethiiren der Basilica di S.Marco; denn man liest auf einer dersel- 
ben: MCCC magistcr Bertuccius aurifex vcnctus me fecit. Diese 
Aufschrift beweisct die Unhaltbarkeit der Nleinuug, dass zu jener 
 Zeit in Italien alle Kunstwerke von byzantinischen Künstlern ausge- 
fiihrt wurden. Der Bronzeguss scheint in Venedig schon zu Anfang 
des zwölften Jahrhunderts in Gebrauch gewesen zu seyn. 
BCTUISIÜ; GloVannl Batßta, ein zu seiner Zeit sehr geachteter 
Maler. Er ging aus der Schule des D. Calvart in die der Carracci 
über, und machte in dieser bald solche Fortschritte, dass ihn selbst 
Guido Reni als Nebenbuhler ansah, tlOClIOlIIIC Ursache, denn Ber- 
tusio, oder Bertasio, wie ihn einige mengen, erreichte diesen Mei- 
ster nicht. Er malte in Bologna viele Bil er, die sehr gesucht wur- 
den, sei es denn wegen der scheinbaren Breite, welche auf den 
ersten Augenblick fesselt, oder waren es andere Motive, welche 
seinen Gemälden in den Augen der Iiunstfreunde einen solchen 
Werth verliehen. Wahrhaft schon, sagt Lanzi III. 49 d. Ausg, 
sind seine Bilder nicht. 
Seine liebenswürdigen Sitten erwarben ihm die Zuneigung der 
 berühmten Malerin Antonia Pinelli, und er lebte mit ihr lange in 
glücklicher, aber kinderloser Ehe. Ohne Verwandte, wie er Vfalä 
vermachte e'r seine Habe aus religiösem Antriebe der Confraternität 
des heil. Sebastian, iiir die er auch verschiedene Werke ausge- 
fiihrt hatte. 
Bertusio starb um 1650.  
BGPEUSSI, ein mittelmässiger Maler und Schüler des F. Barroceio, 
i der unfähig war, nach eigener Erfindung zu malen. Er copirte 
daher die Werlie seines Meisters, und erlangte hierin einige Ge- 
wandtheit. Lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts. 
"Bertuzzi, Ercole Gaetano, ein Maler, der zu Bologna bei C. 
Gcnnari seine Kunst erlernte. Er arbeitete zu Faenza und malte 
historische Bilder fiir öffentliche und Privatgebiiude. Sein Tod cr- 
folgte 1710 im 42. Jahre.  
Ein Pellegrin u Berfuzzi wird unter die Schüler Pasincllfs 
gezählt. Dieser liiinstler lebte zu Bologna. 
Auch ein Anconitancr, Nicole Bertuzzi, lebte als Male!"- 
BGDViC, CilElIlCS Clßlllßnt, berühmter liupferstecher, geb. zu_Paris 
1756, gest. 1822. Der Name seiner Familie hiess Balvay, allein er 
gab diesen aus un! ekannten Ursachen auf, und nahm einen Na- 
men an, welcher im 18. Jahrhunderte von einem unehelichen Sohne
        

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